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17. Spieltag (Sonntag, den 11. März 2018, 14:30 Uhr): SG Rennerod/Irmtraut/Seck - VfB Niederdreisbach

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Mit der Partie am 11. März endet für den VfB Niederdreisbach (13., 13 Punkte) die Winterpause. Im Rahmen des  17. Spieltags der Kreisliga A WW/Sieg reist die Mannschaft dann ins Steinsbergstadion der SG Rennerod/Irmtraut/Seck. Die Winterpause war abseits des Platzes durchaus ereignisreich, wohingegen auf dem Platz nicht viel passiert ist. In der fußballfreien Zeit um den Jahreswechsel gab es nämlich einige Veränderungen im Kader, die Vorbereitung der so umstrukturierten Mannschaft lief aber witterungsbedingt nicht optimal.
Zunächst einmal möchten wir hier die Ab- und Zugänge in der Erinnerung rufen (mehr Infos siehe Rubrik "Neuigkeiten"). An erster Stelle steht sicherlich der Trainerwechsel von Christian Hensel, dem Erfolgstrainer der Vorsaison, zu Dennis Reder, der zuletzt beim Bezirksligisten Wissen unter Vertrag stand. Nach einem halben Jahr wieder den Verein verlassen haben die beiden Siegerländer Andreas Marzisz und Selim Cavga. Im Kampf um den Klassenerhalt kann sich der Verein hingegen auf die Unterstützung altgedienter Leistungsträger freuen: mit Heiko Schnell als ehemaligem Spielertrainer sowie Simon Lenz und Patrick Kober als ehemaligen Kapitänen kehren drei ganz erfahrene Akteure aus ihrem fußballerischen Ruhestand zurück, die neben ihrem Können auch Führungsqualitäten und frischen Schwung ins Team bringen.
Glücklicherweise war das Trio nicht so lang weg vom Fenster und braucht keine allzu lange Eingewöhnungsphase, schließlich sind für Niederdreisbach wie übrigens im gesamten Kreisgebiet etliche Testspiele dem Wetter zum Opfer gefallen. Vier Vorbereitungsspiele waren ursprünglich geplant, doch nur eines konnte tatsächlich über die Bühne gehen. Diese Partie in Schönstein konnte am 3. Februar mit 4:3 gewonnen werden, was in vielerlei Hinsicht ein positives Erlebnis war. Es war im ersten Spiel unter Dennis Reders Leitung gleich der erste Sieg, zudem der erste Sieg seit fast vier Monaten. Außerdem traf der VfB, der in der Liga leider einen Schnitt von unter einem Tor pro Spiel aufweist, endlich noch einmal vierfach. Vier verschiedene Torschützen taten sich dabei hervor, unter anderem Neuzugang Patrick Enkirch, der praktisch seit Saisonbeginn verletzt ausgefallen war (lediglich eine Einwechslung am 1. Spieltag). Schließlich endete auch eine lange Negativserie gegen den B-Ligisten Schönstein, denn zuvor hatte der VfB gegen die Sportfreunde aus den letzten vier Spielen drei hohe Pleiten und ein Remis bei 10:20 Toren mitgenommen.
Aber nicht nur das Testspiel gegen Schönstein war erfolgreich. Auch in der Halle konnte Niederdreisbach gute Ergebnisse vorweisen. Beim Turnier in Bad Marienberg landete der VfB als bester Kreisligist auf Platz 3 und stellte mit Kapitän Stefan Ermert den besten Torschützen. Bei der Kreismeisterschaft gab es in der Vorrunde drei Siege ohne Gegentor, die zum souveränen Einzug in die Zwischenrunde führten, wo es zwei weitere Siege gab, die aber nicht zur Qualifikation für die Finalrunde reichten. Wie schon bei der Kreismeisterschaft konnte man sich allerdings auch beim Hachenburger Pils-Cup für die Zwischenrunde qualifizieren.
Noch wesentlich besser schnitt jedoch unser nächster Gegner bei diesem Turnier ab. Erst im Sommer in die Kreisliga A aufgestiegen, landete die SG RIS vor zahlreichen auf überkreislicher Ebene antretenden Teams auf Platz 3. Pascal Heene, ihr Spielertrainer und namhaftester Akteur, war zudem einer der beiden Torschützenkönige des Turniers. Damit bestätigte er unter dem Hallendach seine Abschlussqualitäten, die er auch schon in der Liga unter Beweis gestellt hatte, wo ihm bisher zwölf Treffer aus fünfzehn Spielen gelangen. Der Aufsteiger zeigte sich übrigens im bisherigen Saisonverlauf sowohl in der Offensive als auch in der Defensive sicher. Neben dem drittbesten Angriff stellt Rennerod nämlich auch die viertbeste Abwehr der Liga, weshalb der Neuling auf einem starken vierten Rang überwintern durfte.
Die Winterzeit konnte die SG derweil besser nutzen als die meisten Konkurrenten. Sage und schreibe sieben Testspiele haben die Rot-Weißen bereits in den Schuhen. Die Bilanz scheint dabei auf den ersten Blick durchwachsen: zwei Siegen und einem Unentschieden stehen vier Niederlagen gegenüber. Mit dem zweiten Blick sieht man aber, dass es drei der vier Niederlagen gegen höherklassige Teams gab, nämlich die in der hessischen Gruppenliga beheimatete Reserve von Heenes Ex-Verein Hadamar und die beiden Bezirksligisten Ahrbach und Emmerichenhain/Niederroßbach. Außerdem verlor Rennerod gegen den punktgleichen SC Berod/Wahlrod. Die anderen beiden A-Ligisten, Steinefrenz und Ahlbach, konnten geschlagen und dem Bezirksligisten Westerburg ein Remis abgetrotzt werden. Jan-Niklas Jungs Abgang in Richtung Emmerichenhain scheint also kein zu großes Loch gerissen zu haben.
Nicht geklappt hat es jedoch mit dem geplanten Nachholspiel gegen den Spitzenreiter Lautzert, das auf die Woche nach dem Besuch des VfB Niederdreisbach verschoben werden musste. Somit steht sowohl für Rennerod als auch für Niederdreisbach am Sonntag das erste Pflichtspiel des Jahres auf dem Programm. In Anbetracht der Tabellensituation, der mehr absolvierten Spiele in der Vorbereitung und dem Renneroder Heimspiel sollte klar sein, dass die SG RIS am 17. Spieltag als glasklarer Favorit angesehen werden muss. Mit dem Glauben an das eigene Potenzial und der notwendigen kämpferischen Leistung kann aus VfB-Sicht aber vielleicht doch ein Punktgewinn wie im Hinspiel wiederholt werden. 

Eröffnet wird der Spieltag bereits am Samstag. Hier werden die VfB-Fans genau nach Meudt blicken, denn die dort beheimatete SG (11., 18 Punkte), die dann Steineroth (2., 29 Punkte) empfängt, liegt mit fünf Punkten Vorsprung auf den VfB auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Sollte sich Steineroth in diesem Spiel durchsetzen, würde der Aufsteiger unterdessen bis auf einen Punkt an Lautzert (1., 33 Punkte) heranrücken. Der Tabellenführer dürfte aber beim Heimspiel gegen Schlusslicht Stockum-Püschen (14., 7 Punkte) den nächsten Dreier fest eingeplant haben. Die weiteren Partien am Sonntag lauten Alpenrod (10., 20 Punkte) gegen Alsdorf/Kirchen (6., 25 Punkte), Weyerbusch (8., 23 Punkte) gegen Niederfischbach (3., 28 Punkte) und Herdorf (9., 20 Punkte) gegen Neitersen II (7., 23 Punkte). Die SG Daaden (12., 13 Punkte), die punktgleich mit Niederdreisbach auf dem Relegationsrang liegt, steigt erst später wieder ein, denn die Begegnung mit Berod/Wahlrod (5., 25 Punkte) wurde auf Ostermontag verschoben.

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