14. Spieltag (Freitag, den 9. November 2018, 19:30 Uhr): SG Neitersen/Altenkirchen II - VfB Niederdreisbach

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Die Hinrunde der Saison 2018/2019 in der Kreisliga A hat der VfB Niederdreisbach mit 16 Punkten und 20:28 Toren beendet. Damit liegt die Mannschaft im Soll, denn schließlich steht sie drei Punkte vor der Abstiegszone auf einem einstelligen Tabellenplatz. In den sechs vorangegangenen Spielzeiten im Kreisligaoberhaus holte der VfB viermal weniger Punkte und hielt jedes Mal die Klasse. Selbst in der Debütsaison 2012/2013, die man auf einem kaum für möglich gehaltenen vierten Platz beendete, hatte man zur Halbzeit der Saison nur einen Zähler mehr auf dem Konto als dieses Jahr.
Insofern ist die Grundlage für einen neuerlichen Klassenerhalt gelegt. Vor allem gegen die direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg konnte die Mannschaf von Dennis Reder in der gerade abgelaufenen Hinrunde massiv punkten. In den Duellen gegen die letzten vier der Tabelle gab es ein Unentschieden – 1:1 in Gebhardshain – und drei Siege – 4:1 gegen Alpenrod, 3:1 gegen Weyerbusch und 3:0 gegen Neitersen II. Sollte man gegen diese Teams in der Rückrunde ähnlich erfolgreich sein, wäre das wohl mehr als die halbe Miete in Richtung Ligaverbleib.
Ein Selbstläufer werden Erfolge aber in keinem Fall. Alpenrod, Weyerbusch und Neitersen II wurden auf eigenem Platz bezwungen. Auswärts sieht die Sache unter Umständen ganz anders aus. Gerade unser nächster Gegner, die Reservemannschaft der SG Neitersen/Altenkirchen II war zuletzt ausgesprochen heimstark. Nachdem die ersten drei Heimspiele in der Liga allesamt in die Hose gegangen waren, gewann Neitersen II daheim zuletzt viermal in Folge: 1:0 gegen die SG Alsdorf und jeweils 3:2 gegen die SG Herdorf, die SG Gebhardshainer Land und die Sportfreunde Schönstein. Zwar siegte man in allen vier Spielen mit nur einem Tor Unterschied, aber eine so lange Heimsiegserie kann kein Zufall sein.
Ohnehin dürfte der VfB Niederdreisbach durch die letzte Saison gewarnt sein. Damals hatte man auf eigenem Platz keinerlei Probleme und fertigte Neitersen II mit 4:0 ab, war aber im Hinspiel mit 0:4 in Neitersen unterlegen gewesen. Nach dem souveränen 3:0-Heimerfolg in diesem Jahr muss nun verhindert werden, dass sich zum vierten Mal innerhalb eines Jahres der jeweilige Gastgeber durchsetzt. Dabei mithelfen kann am Freitag wohl nach drei Spielen als Zuschauer unser bester Stürmer Christian Hüsch, der in den zwei Spielen vor der Zwangspause sämtliche sieben VfB-Tore erzielt hatte. Doch nicht nur wegen seiner jüngsten Erfolgsquote dürfte Hüschs Rückkehr Neitersens Trainer Stefan Bischoff Sorgen bereiten. Hüsch steuerte schließlich in den letzten beiden Spielen gegen Neitersen II vier Treffer zu den Siegen bei.


Der doppelte Torschütze Christian Hüsch beim 3:0-Sieg im Hinspiel (Foto: Thorsten Buchner)

Obwohl man sogar in der Aufstiegssaison 2011/2012 bei der SG Neitersen II den Kürzeren zog, stimmt es übrigens nicht, dass Niederdreisbach noch nie „auf der Emma“ gewinnen konnte. Alle VfB-Fans können sich selbstverständlich noch gut daran erinnern, dass die Reder-Elf vor einem knappen halben Jahr in Neitersen durch einen Sieg im Entscheidungsspiel gegen Alpenrod den Klassenerhalt feiern durfte. Die Rückkehr an diesen bedeutenden Ort in der Vereinsgeschichte dürfte ganz bestimmt für einen zusätzlichen Motivationsschub sorgen. Das gilt ganz besonders für Matti Höfer, der zwar schon vor dem Entscheidungsspiel eine Vereinslegende war, durch das goldene Tor gegen Alpenrod aber endgültig in die Geschichtsbücher einging. Nach fast sechsmonatiger Flaute wäre es für den nimmermüden Allrounder an seiner Lieblingsspielstätte eigentlich wieder einmal Zeit für einen Treffer.
Ohne eigenes Tor wird es für den VfB Niederdreisbach am Freitag wohl so oder so nichts zu holen geben. Dafür ist Neitersen II zu Hause zu torgefährlich. Während unser nächster Gegner auf fremden Plätzen bislang nur ein mickriges Törchen zustande brachte, waren es in Altenkirchen und Neitersen bereits fünfzehn. Auf die VfB-Defensive kommt also eine Menge Arbeit zu. Leider wird unser Abwehrroutinier Christian Meyer in diesem Kalenderjahr nicht mehr zurückkommen und auf dem Feld schmerzlich fehlen. Weil neben ihm der Einsatz diverser anderer Akteure zumindest für das Neitersen-Spiel fraglich ist, weiß Co-Trainer Stefan Lenz: „Die nächsten Wochen vor der Winterpause werden hart!“ Dass am Freitag das vierte Spiel innerhalb von neun Tagen ansteht, geht sicherlich an die Substanz. Dennoch gilt es, bei der SG Neitersen/Altenkirchen II noch einmal alles reinzuhauen, um weiterhin die direkte Konkurrenz auf Distanz zu halten.

Einer der Konkurrenten spielt an diesem Spieltag parallel zum VfB. Die SG Gebhardshainer Land (13., 11 Punkte) erwartet auf dem Steinerother Hartplatz die SG Daaden (3., 24 Punkte). Zwar hat die Heimelf gerade durch einen Sieg in Guckheim den letzten Platz verlassen, doch auch Daaden zeigte sich beim 6:0 gegen Alsdorf in Topform. Am Samstag kämpfen dann die beiden Teams um Wiedergutmachung, die am letzten Spieltag mit 0:6 untergingen, wenn Alsdorf (5., 19 Punkte) den punktgleichen Tabellennachbarn aus Herdorf (6., 19 Punkte) empfängt. Am Sonntag reist das neue Schlusslicht Alpenrod (14., 10 Punkte) zur SG Kirburg/Hof (8., 16 Punkte). Gleichzeitig erwarten zwei Mannschaften, die hinter dem VfB liegen, ganz schwere Heimaufgaben: Berod/Wahlrod (10., 15 Punkte) spielt gegen Niederfischbach (2., 27 Punkte) und Weyerbusch (12., 13 Punkte) gegen Rennerod (1., 33 Punkte). Außerdem gibt es für Schönstein (7., 18 Punkte) ein Aufsteigerduell mit Guckheim (4., 20 Punkte).

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