Drucken

25. Spieltag (Sonntag, 14.05.2017, 15:00 Uhr): SC Union Berod/Wahlrod - VfB Niederdreisbach

2:2 VfBLogo50x50


VfB egalisiert eigenen Punkterekord

Der VfB Niederdreisbach hat im Jahr 2017 weiterhin nur gegen Meister Wallmenroth verloren. Das 2:2 in einem eher mäßigen Auswärtsspiel gegen den SC Union Berod/Wahlrod brachte zudem den 43. Punkt in der laufenden Saison. Damit hat man jetzt den bisherigen Punkterekord eingestellt und kann am nächsten Wochenende das erste A-Liga-Jahr 2012/13 sogar noch übertreffen.

Mit einem Fanbus waren die Anhänger des VfB Niederdreisbach nach Berod gereist, um ihre erfolgreiche Mannschaft zu unterstützen. Schon früh wurden sie für ihr Kommen belohnt, denn Sandro Josten brachte seine Mannschaft nach etwa einer Viertelstunde in Führung. Der Gastgeber zeigte aber, dass er unter allen Umständen den für den sicheren Klassenerhalt nötigen Punkt holen wollte und drehte die Partie noch in der ersten Halbzeit: Michael Merz und Nick Neumann (per direktem Freistoß) waren zur Stelle. So gingen die Hausherren mit einem knappen Vorsprung in die Pause, der laut VfB-Trainer Hensel "nach ausgeglichener erster Halbzeit etwas glücklich" war. Allerdings sprach für Niederdreisbach, dass der Gegner bereits nach einer halben Stunde einen Platzverweis kassierte. Entsprechend wollte die Hensel-Elf unbedingt die Niederlage abwenden. "Wir hätten das Spiel in der zweiten Halbzeit gleich in den ersten fünf Minuten drehen können," befand der Trainer. Heiko Schnell scheiterte aber leider zweimal vorm Keeper. Berod hatte wenig Ballbesitz und stand tief. Erst nach dem verdienten Ausgleich durch Matti Höfer wurde der SC aktiver. Für Höfer war das erste Saisontor die Krönung einer "überragenden Saison" (Hensel). Am Ende hatten die Rot-Weißen Pech bei zwei Lattenschüssen, wodurch das Unentschieden wohl insgesamt in Ordnung geht.

Ärgern wird sich Berod/Wahlrod über die vergebenen Chancen kurz vor Schluss ohnehin kaum, denn auch das Remis beendete alle Abstiegssorgen, wozu wir herzlich gratulieren. So konnte man friedlich auseinander gehen, auch wenn elf gelbe und eine rote Karte nicht nach einem freundschaftlichen Aufeinandertreffen aussehen. Beide Trainer waren sich diesbezüglich einig, dass es der Unparteiische war, der aus einer fairen eine hitzige Partie werden ließ.

Für den VfB Niederdreisbach gibt es am Freitag drei primäre Ziele:
1. Die abgehenden Spieler sollen durch eine ansprechende Leistung gebührend verabschiedet werden.
2. Der fehlenden Punkte für die neue Rekordmarke soll geholt werden.
3. Durch einen Sieg soll Meudt unter Druck gesetzt werden, damit man zum Saisonabschluss vielleicht auf Platz 3 zurückkehren kann.
Eine überragende Saison geht dem Ende entgegen.

Torschützen für den VfB: Josten, Höfer


Ein Fanbus bringt euch von Niederdreisbach nach Berod. Alle Infos hier!


Vorbericht

Mit dem SC Union Berod/Wahlrod (8., 31 Punkte) und dem VfB Niederdreisbach (3., 42 Punkte) treffen am vorletzten Spieltag der Saison 2016/2017 zwei Mannschaften aufeinander, deren Rückrunde eine Erfolgsgeschichte ist. Die drei kampflosen Punkte gegen Almersbach eingerechnet liegt der VfB in der Rückrundentabelle mit 21 Punkten wie auch insgesamt auf Platz 3 hinter Wallmenroth und Lautzert. Der SC kommt aber mit 19 Punkten gleich dahinter. Gerade beim Bezirksligaabsteiger ist die zweite Saisonhälfte bemerkenswert, lag er doch zur Mitte der Saison auf dem vorletzten Rang, auf den er zwischendurch sogar noch einmal zurückfiel. Trainer Marco Köster hat bei der Union die notwendige Ruhe bewahrt und schon in der prekären Situation daran geglaubt, dass seine Mannschaft nach oben klettern kann, wenn sie nach dem Radikalumbau im Sommer (15 Ab- und 13 Neuzugänge) zueinander findet. So erklärte er Mitte September nach dem fünften Spieltag in der Rhein-Zeitung, als sein Team nur gegen Almersbach gepunktet hatte, dass „vielleicht 10 bis 15 Prozent und nicht etwa 50 Prozent“ zur Trendwende fehlten. Noch zur Winterpause hätten wohl wenige daran geglaubt, dass Berod/Wahlrod bereits am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt klarmachen kann. Bei einem Heimsieg gegen Niederdreisbach wäre der Abstieg nun aber tatsächlich schon am kommenden Sonntag sicher verhindert. VfB-Trainer Christian Hensel legt sich sogar schon fest: „Auch wenn das mein Kollege natürlich anders sehen wird, ist Berod/Wahlrod mit 31 Punkten für mich durch.“
Umso erstaunlicher erscheint bei dieser positiven Entwicklung die Tatsache, dass Marco Köster nach nur einem Jahr wieder von Bord geht. Dadurch, dass mittlerweile feststeht, dass Thomas Schäfer zum SC zurückkehren (siehe RZ vom 5. Mai 2017) und Köster wieder für Hattert arbeiten wird, entsteht eine kuriose Situation: Der Ringtausch ist perfekt und sowohl bei Hattert als auch bei Berod/Wahlrod sind Schäfer und Köster direkter Nachfolger und Vorgänger des jeweils anderen. Was dieser Wechsel für die Zielsetzung bezüglich der kommenden Spielzeit zur Folge hat, bleibt abzuwarten. Zunächst muss jedenfalls der Noch-Trainer dafür sorgen, dass er seine Truppe auch wirklich mit einem Platz im Kreisligaoberhaus übergibt.
Der VfB-Trainer Christian Hensel, ebenfalls in der ersten Saison bei seinem Verein, hält dem Team hingegen die Treue. Weil dieses in der Tabelle auch wesentlich besser dasteht als unser nächster Gegner, kann er gemeinsam mit dem Abteilungsleiter Klaus Ermert schon seit Wochen mit der gegebenen Ruhe hinter den Kulissen seine Fühler nach Spielern ausstrecken, die in die Fußstapfen der Abgänge treten sollen. Zwei Spiele haben diese nun noch Zeit, sich von ihren Mitspielern und den Fans zu verabschieden. Wie der gesamte Kader sind sie sicherlich motiviert, die Saison auf Platz 3 zu beenden und so einen neuen Vereinsrekord aufzustellen: noch zwei Zähler fehlen zu einem neuen Punktebestwert in der Kreisliga A; die beste Abschlussplatzierung der Historie ist ohnehin schon eingestellt, denn Platz 4 kann dem VfB niemand mehr nehmen. Fallen kann der Rekord schon jetzt, falls die Hensel-Elf wieder so aufdreht wie im Hinspiel, als Stefan Ermert mit einem Traumtor für den 4:1-Endstand sorgte, wie hier im Video zu sehen. Im letzten Aufeinandertreffen mit dem SC gab es allerdings eine Niederlage: ein Testspiel Anfang März endete mit 2:3, wobei unsere beiden Treffer Eigentore des Gegners waren. Vielleicht trifft ja diesmal wieder ein Niederdreisbacher für sein Team. Besonders zu gönnen wäre es zum Beispiel Stefan Lenz, der gegen Berod/Wahlrod sein hundertstes Pflichtspiel für den VfB bestreiten könnte. Sicher ausfallen werden Sascha Wirfs und, wie schon gegen Herdorf, Konstantin Knautz. Erstmals nach sieben Spieltagen wieder dabei ist hingegen Tim Meyer, bei dem es sich laut Trainer um einen „Schlüsselspieler“ handelt.
Ganz gleich mit welchem Personal möchte Christian Hensel auf Sieg spielen lassen: „Wenn wir Dritter werden wollen, müssen wir dreifach punkten und das ist das klare Ziel. Es werden zwei Mannschaften auf Augenhöhe aufeinandertreffen, deshalb müssen wir uns den Rekord verdienen.“ Dem schickt er eine Warnung hinterher: „Dafür müssen wir definitiv ein anderes Gesicht zeigen als beim letzten Auswärtsspiel in Herdorf, denn sonst gehen wir in Berod unter!“

Zwei Runden vor dem Saisonende finden am Sonntag alle Partien zeitgleich statt. Der SG Wallmenroth/Scheuerfeld (1., 58 Punkte) ist die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. Ihr nächster Gegner, die SG Herdorf (11., 28 Punkte), hofft deshalb vielleicht darauf, dass es beim zukünftigen Bezirksligsten weniger konzentriert zur Sache geht, schließlich brauchen die Hellerstädter zusätzlich zu den geschenkten Punkten aus Almersbach in der kommenden Woche noch weitere Zähler, um definitiv in der Liga zu bleiben. Wallmenroth möchte aber ungeschlagen aus der Kreisliga gehen und wird deshalb nicht für Wettbewerbsverzerrung im Keller sorgen. Aufgrund seiner Auswärtsschwäche ist Weyerbusch (13., 26 Punkte) ein Erfolg bei Lautzert (2., 49 Punkte) nur schwer zuzutrauen. Der Fall in die Kreisliga B nach 22 Jahren rückt  für den SSV immer näher. Für Herschbach (12., 27 Punkte) ist das Verlassen des Relegationsplatzes beim Heimspiel gegen den in der Formkrise steckenden SV Stockum-Püschen (10., 30 Punkte) durchaus möglich. Für Niederfischbach (6., 34 Punkte) geht es um nichts mehr, während Gegner Alsdorf (7., 32 Punke) nach der Pleite im Nachholspiel immer noch zittern muss. Die Beteiligten der Paarung Meudt (4., 41 Punkte) gegen Alpenrod (5., 34 Punkte) haben nach ganz oben und ganz unten einen unüberwindbaren Abstand, wobei Meudt sicherlich noch dem VfB den (formal wertlosen) dritten Platz wieder abknöpfen möchte. Daaden hat aufgrund des Rückzugs von Almersbach spielfrei, bekommt drei Zähler gutgeschrieben und schafft deshalb von der Couch aus den Klassenerhalt.

Das Restprogramm der noch gefährdeten Mannschaften im Überblick (davon: ein direkter Absteiger, ein Teilnehmer an der Relegation):

Alsdorf

Berod/
Wahlrod

Stockum-Püschen

Herdorf

Herschbach/
Girkenroth/Salz

Weyerbusch

7., 32 Punkte

9., 31 Punkte

10., 30 Punkte

11., 28 Punkte

12., 27 Punkte

13., 26 Punkte

Niederfischbach (A)

Niederdreisbach (H)

Herschbach (A)

Wallmenroth (A)

Stockum-Püschen (H)

Lautzert (A)

Lautzert (H)

Daaden (A)

Wallmenroth (H)

[kampfloser Sieg]

Alpenrod (A)

Meudt (H)

 

(zur Saisonübersicht)