Christian Meyer kehrt zum VfB Niederdreisbach zurück!

Mit Christian Meyer kehrt einer der „Gründerväter“ des neuen VfB in seine Heimat zurück! Als sich der Verein vor acht Jahren für den ungewissen Schritt entschied, nach über einem Vierteljahrhundert wieder eine eigenständige Mannschaft ins Rennen zu schicken, war Meyer mit dabei. In sämtlichen Kreisligen kam er für den Club aus seinem Heimatdorf zum Einsatz. Insgesamt verteilen sich seine 112 Pflichtspieleinsätze für den VfB, bei denen er 103mal in der Startelf stand, folgendermaßen:

  • Kreisliga D: 21 Spiele (6 Tore)
  • Kreisliga C: 15 Spiele (2 Tore)
  • Kreisliga B: 22 Spiele (1 Tor)
  • Kreisliga A: 36 Spiele (1 Tor)
  • Kreispokal: 13 Spiele
  • Rheinlandpokal: 1 Spiel
  • Kreismeisterschaft der D-Ligisten: 1 Spiel (2 Tore)
  • Kreismeisterschaft der C-Ligisten: 2 Spiele
  • Kreismeisterschaft der B-Ligisten: 1 Spiel

Zur aktuellen Saison folgte dann der Tapetenwechsel. Meyer spielt seit Sommer für die SG Nauroth/Mörlen/Norken. In der Hinrunde lief er hier überwiegend für die zweite Mannschaft in der Kreisliga C3 auf, für die er auf sechs Einsätze kommt (alle von Beginn). Seit geraumer Zeit ist er aber unumstrittener Stammspieler der ersten Garde, die in der Kreisliga B1 beheimatet ist. Bei seinen vierzehn Liga-Einsätzen für dieses Team stand Meyer bis auf einmal immer von Beginn an auf dem Platz (ein weiterer Einsatz kann am letzten Spieltag folgen); dazu kommt eine Einwechslung im Kreispokal – ausgerechnet bei der Niederlage gegen den VfB Niederdreisbach.

Nun kommt es also zur schnellen Rückkehr, über die alle im Paradiesdorf begeistert sein werden. Meyer äußerte sich wie schon die anderen Neuzugänge im Interview.

VfB-Echo: Hallo Christian, willkommen zurück! Was war für dich der ausschlaggebende Grund, nach nur einem Jahr zum Verein aus deinem Heimatort zurückzukehren?

Meyer: Nachdem ich Trainer Christian Hensel eigentlich bereits im Winter für die neue Saison abgesagt hatte, war es hauptsächlich die Hartnäckigkeit von Stefan Ermert und natürlich die Tatsache, dass durch den Umbruch Spieler benötigt werden, um eine schlagkräftige Truppe zusammen zu bekommen, was, denke ich, auch gelingen wird! Der Verein ist ja schon auf dem besten Weg.

VfB-Echo: Hast du die Entwicklung beim VfB nach deinem Wechsel nach Nauroth weiter verfolgt?

Meyer: Natürlich verfolgt man das, schließlich habe ich meine ganze Laufbahn beim VfB verbracht und war von Anfang an dabei! Da wir mit Nauroth meistens parallel gespielt haben, war es kaum möglich, mal bei einem Spiel vorbeizuschauen, aber man hat durchweg positive Stimmen gehört.

VfB-Echo: Wie beurteilst du dein Jahr bei der SG Nauroth/Mörlen/Norken?

Meyer: Ich bin froh, diesen Schritt gemacht zu haben! Ich wollte einfach mal die Erfahrung machen, in einen anderen Verein reinzuschauen, da ich mit 21 Jahren in Niederdreisbach mit dem Vereinsfußball erst begonnen habe und daher nichts anderes kannte. Ursprünglich war es auch geplant, noch ein zweites Jahr zu bleiben, aber die besondere Situation in Niederdreisbach hat mich schließlich zum Umdenken bewogen. Ich habe in Nauroth eine tolle, junge Mannschaft und einen guten Trainer kennengelernt. Mit der Truppe hatte ich ein Superjahr und habe mich fußballerisch sicherlich auch nochmal ein Stück verbessert. Daher wünsche ich allen, auch für die Zukunft, viel Erfolg und alles Gute!

VfB-Echo: Was ist deine schönste Erinnerung an die Zeit im VfB-Trikot?

Meyer: Puh, das ist schwierig zu sagen, wenn man innerhalb von vier Jahren von der D-Klasse bis in die A-Klasse durchmarschiert. Da bleiben viele schöne Erinnerungen hängen! Niederdreisbach war plötzlich im ganzen Kreis ein Thema: das spricht sich natürlich herum, dass es da eine Mannschaft gibt, die aus dem Nichts kam und jedes Jahr eine neue Liga aufmischt. Das war Bestätigung genug und auch schön zu hören, dass man sich einen Namen gemacht hat mit so einem kleinen Verein und den beschränkten Möglichkeiten. Aber um auf einzelne Dinge einzugehen, waren es zu viele Momente! Ich kann mich noch gut an die allerersten Trainings und Spiele erinnern. Man muss immer wieder lachen, wenn man sich darüber unterhält und zurückdenkt. Das kann man natürlich mit der heutigen Situation überhaupt nicht mehr vergleichen. Es waren viele schöne Momente mit sehr vielen Highlights!


Meyer (hinten, Zweiter von links) beim ersten VfB-Training am 10. Juli 2009

VfB-Echo: Welche sportlichen Ziele hast du für dich und für den VfB?

Meyer: Es wird sicherlich kein leichtes Jahr, da einige Spieler nicht mehr zur Verfügung stehen werden und man von den Neuen natürlich nicht erwarten kann, jeden einzelnen sofort eins zu eins ersetzen zu können. Die Mannschaft hat aber gezeigt, dass sie trotzdem ordentlich Potenzial hat und einen Trainer, der es schafft, noch mehr aus der Truppe herauszuholen! Sollte man erneut von größerem Verletzungspech verschont bleiben, denke ich schon, dass man eine gute Rolle spielen wird und nicht unterschätzt werden sollte!
Für mich persönlich hoffe ich, dass ich möglichst fit bleibe, da ich auch diese Saison immer wieder kleinere Probleme hatte. Ansonsten möchte ich der Mannschaft einfach so gut es geht helfen und durch Leistung überzeugen.

VfB-Echo: Vielen Dank für das Interview!