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14. Spieltag (Sonntag, 16.11.14, 15:00 Uhr): SG Steineroth-Dauersberg/Molzhain - VfB Niederdreisbach

Molzhain 1:2 VfBLogo50x50


 

Aufstellung: Pierre Zeitz, Simon Lenz, Stefan Ermert (90. Marco Lenz), Tim Meyer, Patrick Kober, Heiko Schnell, Konstantin Knautz, Matti Höfer, Tom Luca Rötter, Sandro Josten (72. Mats Volk), Simon Hempel

Torfolge: 1:0 Peer Pracht (41.), 1:1 Konstantin Knautz (65.), 1:2 Patrick Kober (78.)


Ohne Frage hätte die Hinrunde der Saison 2014/2015 für den VfB Niederdreisbach besser laufen können. Bei einem noch ausstehenden Spiel gegen Alsdorf zum Abschluss des Kalenderjahres liegt die Mannschaft mit nur 13 Punkten auf Platz 12 in der aus 14 Mannschaften bestehenden Kreisliga A WW/Sieg. Auch wenn man vor zwölf Monaten zwei Plätze besser platziert war, gleichen sich die Ausgangslagen der Jahre 2013 und 2014 sehr. Sowohl in der letzten als auch in der aktuellen Hinrunde hat der VfB 13 Punkte erwirtschaftet und dabei 19 Tore erzielt und dabei diesmal lediglich fünf Gegentore mehr eingefangen als beim letzten Mal. Dass die Grün-Weißen in der letzten Spielzeit wie fast immer seit Wiederaufnahme des eigenen Spielbetriebs in der Rückrunde mehr Punkte holten als in der Hinrunde – Ausnahme: Saison 2010/2011 in der Kreisliga C3 – und so letztlich den Klassenerhalt erspielten, sollte der Mannschaft zeigen, dass sie die nötige Ruhe bewahren kann. Außerdem muss die nicht zufriedenstellende Tordifferenz und das damit verbundene Abrutschen auf den Relegationsrang zumindest rechnerisch nicht weiter verunsichern, auch wenn auf dem Platz sicher daran gearbeitet werden muss, die hohe Anzahl an kassierten Treffern zu vermindern (vier Gegentore oder mehr in der Hälfte der Hinrundenpartien).
Der Unterschied in der Ausbeute in den letzten beiden Hinrunden ist bei unserem nächsten Gegner, der SG Steineroth-Dauersberg/Molzhain, übrigens wesentlich größer. Als Aufsteiger erreicht die SG letztes Jahr starke 17 Punkte. Schon in der Rückrunde waren es dann nur noch zehn, doch nun steht sie bei lediglich sieben, also bei nur halb so vielen wie 2013, und somit in akuter Abstiegsgefahr. Spätestens nach dem 0:5 zum Saisonauftakt in Niederdreisbach war wohl zu erwarten, dass Steineroth ein schwieriges Jahr bevorstehen würde. Zu keinem einzigen Zeitpunkt konnte die SG bisher die Abstiegsränge verlassen; seit dem vierten Spieltag liegt sie auf dem vorletzten Rang, was wenig verwundert, denn den ersten Punkt gab es erst zwei Wochen später durch ein 4:4 gegen Meudt. Die vier Gegentore in diesem Spiel passen derweil gut ins Bild, denn insgesamt 43 Mal landete der Ball im Steinerother Netz, also noch elf Mal häufiger als beim VfB, der immerhin auch schon den drittschlechtesten Wert in dieser Kategorie aufweist. Weit mehr als drei Gegentreffer muss Steineroth somit pro Spiel hinnehmen. Das ist über ein Tor mehr als in der Saison 2013/2014 und sogar noch schlechter als 2011/2012, als sich die Rot-Weißen als Letzter aus der Kreisliga A verabschieden mussten. Trotz dieser Werte ist Steineroths Lage zwar schwierig, aber nicht ausweglos. „Nur“ sechs Punkte beträgt der Rückstand auf das vor der SG liegende Trio aus Westernohe, Weyerbusch und Niederdreisbach. Mit einem Heimsieg gegen Niederdreisbach wäre zumindest dieser wieder in Reichweite. Nur zwei Wochen später kommt dann mit Westernohe eine weitere Mannschaft nach Steineroth, die die Wagner-Elf noch abfangen kann. Sollte die SG Steineroth also gegen den VfB erstmals in dieser Spielzeit eine Miniserie starten, könnte sie noch vor Beginn der Winterpause über den Strich klettern. Die Grün-Weißen sollten also gewarnt sein, denn sie werden es mit einer Mannschaft zu tun bekommen, die hoch motiviert an den Start gehen und um ihre verbleibende Chance kämpfen wird, weil andererseits eine Niederlage gegen den VfB einen verheerenden Rückschlag für die SG bedeuten würde. Das letzte Niederdreisbacher Spiel in Steineroth endete übrigens unmittelbar vor der Winterpause im Dezember 2013 nach Toren von Sandro Josten und Peer Pracht mit 1:1. Dies wäre wohl ein Ergebnis, mit dem keine der beiden Mannschaften in der momentanen Lage wirklich zufrieden sein könnte. Während VfB-Pressewart Daniel Strunk damals von einem „recht glücklich[en]“ Punkt für Steineroth sprach, sah SG-Coach Dirk Wagner damals eine „gerechte Punkteteilung“ (Rhein-Zeitung vom 2. Dezember 2013). In jedem Fall zeigt dieses Resultat, dass zwischen den beiden Kontrahenten nicht so viel liegt, wie die beiden letzten Siege (7:1 im DIG-Cup, 5:0 in der Liga) es vermuten ließen.

Gegen Steineroth steht Niederdreisbach nicht nur deshalb unter einem gewissen Zugzwang, weil man sich einen direkten Nachbarn vom Halse halten muss. Weyerbusch, der andere Nachbar (11., 13 Punkte), darf nämlich gegen den Punktelieferanten Betzdorf II (14., 3 Punkte) auf dreifache Punktausbeute hoffen – zumindest, wenn dieser anders als letzte Woche seine Auswärtsreise antritt. Die punktgleichen Westernoher (10., 13 Punkte) haben es gegen Wallmenroth (4., 23 Punkte), das letzte Woche Niederroßbach ein Remis abrang und die SG HWW von Platz 1 stürzte, ungleich schwerer. Meudt (9., 17 Punkte) profitierte zum Abschluss der Hinserie von der Betzdorfer Absage und konnte ohne eigenes Dazutun seine lange Durststrecke beenden. Gegen Alsdorf (5., 21 Punkte) dürfte es aber um einiges enger werden als beim 3:0 am ersten Spieltag. Ein Mittelfeldduell ohne große Implikationen für Tabellenspitze oder -ende bestreiten Mündersbach (7., 20 Punkte) und Lautzert (8., 18 Punkte). Eine ähnlich große Bedeutung wie das Gipfeltreffen zwischen Niederroßbach (2., 31 Punkte) und Hamm (1., 33 Punkte) hat ohnehin keine andere Paarung des 14. Spieltags. Erst am Mittwoch duellieren sich Herdorf (3., 23 Punkte) und Niederfischbach (6., 21 Punkte).

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