20. Spieltag (Sonntag, 10.04.16, 14:30 Uhr): SSV Weyerbusch - VfB Niederdreisbach

Weyerbusch 1:1 VfBLogo50x50


 


 

Im Nachholspiel am Mittwoch reichte es für den VfB Niederdreisbach erstmals nicht für einen Sieg gegen Westernohe, obwohl die Mannschaft laut Betreuer Thomas Best einen Sieg verdient gehabt hätte. Der Gastgeber sieht das allerdings ein wenig anders und spricht auf seiner Facebook-Seite davon, dass „das Ergebnis in Ordnung“ gehe. Wie dem auch sei: Zwar wartet die Mannschaft von Heiko Schnell noch auf das erste Erfolgserlebnis 2016, konnte sich aber in der nun wieder bereinigten Tabelle mit ihren 25 Punkten bei noch sieben ausstehenden Partien wieder in die obere Tabellenhälfte vorschieben. Diese Position sieht nach mittlerweile fast drei Vierteln der Spielzeit durchaus gut aus.
Dennoch muss festgestellt werden, dass weiter gearbeitet werden muss. Weil ein vermeintliches Abseitstor in Westernohe nicht gegeben wurde, hat der VfB in den letzten vier Pflichtspielen keinen Treffer mehr aus dem Feld erzielt. Die Tore gegen Westernohe (im Hinspiel) und Meudt entstanden durch Freistöße von Christian Hüsch beziehungsweise Tom Rötter; Heiko Schnell traf bei der Heimniederlage per Elfmeter. Die Grün-Weißen müssen wieder mehr Durchschlagskraft entwickeln, um auch aus dem Spiel heraus zu treffen. Denn auch wenn man diese Standardsituation mit einrechnet, hat einzig Westernohe in den jeweils letzten vier A-Liga-Auftritten weniger Torerfolge gefeiert als Niederdreisbach. Möglicherweise reicht aber ja schon eine gute Aktion, um den Knoten platzen zu lassen und wieder dauerhaft Gefährlichkeit auszustrahlen. Immerhin: nach den neun Gegentoren nur neun Tage zuvor blieb der VfB am Mittwoch zum dritten Mal in der Saison 2015/2016 ohne Gegentor.
Unser nächster Gegner, der SSV Weyerbusch (5., 28 Punkte) hat das genauso häufig geschafft. Insgesamt weist die Mannschaft die viertbeste Abwehr und den viertbesten Sturm auf. Seit der überraschenden Niederlage in Daaden vergangene Woche liegt der SSV jetzt aber „nur“ noch auf dem fünften Tabellenplatz, wobei alles darauf hindeutet, dass er sich nach dem enttäuschenden zehnten Platz 2014/2015 deutlich verbessern kann. Niederfischbach, der neue Vierte, liegt nur zwei Punkte vor Weyerbusch und kann bis zum Ende der Saison wieder überholt werden. Noch weiter nach vorne dürfte es aber nicht mehr gehen, denn Alsdorf, auf Platz 3 gelegen, ist schon sieben Punkte entfernt. Auf der anderen Seite scheint die Verteidigung von Platz 5 an diesem Wochenende sicher zu sein. Niederdreisbach kann zwar im direkten Duell nach Punkten gleichziehen, jedoch die um 20 Tore bessere Tordifferenz der Jungs aus der Raiffeisen-Gemeinde nicht aufholen. 

Auch Lautzert (6., 26 Punkte), das zwischen den beiden Kontrahenten angesiedelt ist, wird nicht vorbeigehen. Es ist davon auszugehen, dass die SG Wallmenroth (2., 43 Punkte) eine zu schwierige Aufgabe für die Spielvereinigung darstellt. Insofern bietet sich für den VfB sogar die Chance, sich erstmals seit Dezember 2014 auf Platz 6 der Kreisliga A WW/Sieg vorzukämpfen. Allerdings drücken von hinten die SG Meudt (8., 24 Punkte) und die SG Alpenrod (9., 23 Punkte), die sich am 20. Spieltag im direkten Duell messen. Egal, wie dieses Spiel ausgeht: Sollte der VfB in Weyerbusch verlieren, wird eines der beiden Teams ihn überholen. Im ungünstigsten Fall befindet sich Niederdreisbach aber am Sonntagnachmittag auf Platz 8, weil Herdorf (10., 20 Punkte) schon zu weit zurückliegt. Ohnehin dürfte die SG im Moment andere Sorgen haben. Das Schlusslicht der Rückrundentabelle wird sich im Heimspiel am Samstag nach dem 1:5 gegen den Abstiegskandidaten Stockum-Püschen die nächste Niederlage abholen, denn in Herdorf ist Niederroßbach (1., 51 Punkte) zu Gast. Somit ist ein Sturz in die Abstiegszone nicht unwahrscheinlich, da Daaden (11., 19 Punkte) gegen Honigsessen (14., 11 Punkte) sowie Stockum-Püschen (12., 19 Punkte) gegen Westernohe (13., 16 Punkte) Siegchancen besitzen. Westernohe kann hingegen im günstigsten Fall seinen direkten Abstiegsplatz an den Gegner übergeben. Die letzten vier Mannschaften bleiben also am Sonntag unter sich. Spannung verspricht aber auch das Spiel zwischen Niederfischbach (4., 30 Punkte) und Alsdorf (3., 35 Punkte).

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