11. Spieltag (Samstag, 17.10.15, 18:00 Uhr): Spvgg. Lautzert-Oberdreis - VfB Niederdreisbach

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Durch den Last-Minute-Sieg gegen Alpenrod hat der VfB Niederdreisbach (9., 11 Punkte) nicht nur für eine gute Stimmung auf dem anschließenden Oktoberfest gesorgt, sondern sich einen Vorsprung von zwei Punkten auf den ersten Abstiegsrang erarbeitet. Um diesen Abstand halten zu können, geht es jetzt darum, am 11. Spieltag auch bei der Spvgg. Lautzert-Oberdreis (6., 14 Punkte) zu punkten. Im Siegesfall würde man sogar mit dieser Mannschaft gleichziehen, aufgrund der schlechten Tordifferenz von -12 ist aber maximal eine Verbesserung um einen Platz drin. Lautzert hingegen könnte durch einen Triumph in diesem Samstagsspiel der vorrübergehende Sprung auf Rang 4 gelingen. Allerdings zeigt die Formkurve der Mannschaft aus dem Landkreis Neuwied in der Liga derzeit nach unten. Durch Siege gegen die Aufsteiger Daaden (3:0) und Stockum-Püschen (3:1) lag Lautzert zu Saisonbeginn an der Tabellenspitze, hat aber nach beinahe stetigem Fall nun wieder Platz 6 erreicht, also jenen Platz, der auch im Endklassement der Saison 2014/2015 belegt wurde. Zuletzt hat die Spielvereinigung aber binnen kürzester Zeit zweimal in Weyerbusch gespielt und wusste dabei zu überzeugen. In der Liga erreichte die Wohlert-Elf letzten Sonntag ein 1:1; drei Tage später stand es im Kreispokal nach 90 Minuten 2:2, also wieder unentschieden. Letztlich konnte sich Lautzert aber durch zwei Tore in der Verlängerung durchsetzen und durch das 4:2 ins Viertelfinale einziehen. Wiederum nur drei Tage später wartet nun das Heimspiel gegen Niederdreisbach.
Gerade auf eigenem Platz hat Lautzert allerdings in dieser Saison versagt. Nach dem bereits erwähnten Sieg gegen den Liga-Neuling Daaden zum Auftakt gingen alle weiteren Heimspiele verloren. In der Heimtabelle belegt die Spielvereinigung so einen Abstiegsplatz! Dies steht im krassen Gegensatz zu der Auswärtstabelle, wo die Mannschaft dank fünf Spielen ohne Niederlage auf dem zweiten Rang zu finden ist. Für den VfB, der ebenfalls in der Fremde mehr Punkte geholt hat als in Niederdreisbach (obwohl dort ein Spiel mehr absolviert wurde), ist gegen Lautzert also gerade auswärts etwas zu holen. Die Heimschwäche der Lautzerter ist übrigens keine ganz neue Entwicklung, denn bereits letztes Jahr lag man in der Heimtabelle nur auf Platz 10, während man sich in der Auswärtstabelle auf Platz 4 einordnete. Da passt es gut ins Bild, dass der VfB in der abgelaufenen Spielzeit mit 3:2 in Lautzert gewann, das Rückspiel zu Hause jedoch mit 1:3 verloren geben musste. Schon in der Saison 2011/2012, als beide Mannschaften in der Kreisliga B2 beheimatet waren, hat sich in beiden Aufeinandertreffen die Auswärtself durchgesetzt (1:0 für die Spvgg. und 4:3 für den VfB). Gerne darf sich diese Serie bis zum Hinspiel der Saison 2015/2016 fortsetzen – und danach gebrochen werden.
Geht es nach dem Geschmack der VfB-Anhänger, darf sich außerdem der brandgefährliche Stürmer Robert Müller, der mit 11 Toren aktuell die Torjägerliste anführt und sogar noch häufiger traf als die Niederroßbacher Stars wie Quandel und Pavelić, seine nächsten Treffer gerne für das Auswärtsspiel in Alsdorf am 12. Spieltag aufsparen. Zwar hat Müller nach zehn Spielen exakt so viele Tore geschossen wie alle seine Mannschaftskameraden zusammen – und fast so viele wie das gesamte VfB-Team (13), doch tatsächlich hat er nach seinem Doppelpack gegen Daaden nur ein weiteres Heimtor für sich verbuchen können. Die VfB-Defensive muss trotzdem einen Sahnetag erwischen, um Lautzerts Nummer 10 daran zu hindern, Tore zu schießen.
Bei den letzten beiden Auftritten in Lautzert konnte Niederdreisbach übrigens durch späte Tore durch Konstantin Knautz jubeln. Vor knapp einem Jahr gelang ihm in der 89. Minute der Siegtreffer zum 3:2, nachdem er bereits im April 2012 in der fünften Minute der Nachspielzeit für das Endresultat von 4:3 gesorgt hatte. Knautz dürfte also motiviert sein, zum dritten Mal hintereinander in Lautzert für den Sieg zu sorgen. Spätestens seit dem 4:3 am letzten Samstag gegen Alpenrod wissen wir aber, dass auch Heiko Schnell zu Siegtoren kurz vor Schluss in der Lage ist. Dazu beigetragen hat aber natürlich eine hervorragende kämpferische Leistung der Mannschaft, die Mut macht für einen gelungen Auftritt in Lautzert.

Ob sich der Vorsprung auf die Abstiegszone für den VfB vergrößern kann, entscheidet sich in den Partien am Sonntag. Schlusslicht Honigsessen (14., 5 Punkte) muss im Heimspiel gegen die SG Meudt (8., 12 Punkte), die in den letzten fünf Spielen nur einen Punkt gewinnen konnte, unbedingt siegen, um nicht schon gegen Ende der Hinrunde den Anschluss zu verlieren. Ein Kellerduell mit unmittelbarer Relevanz für Niederdreisbach findet in Daaden statt. Der eine oder andere VfB-Fan und -Spieler wird sich sicherlich anschauen wollen, wie sich die heimische SG (13., 8 Punkte) gegen die SG Westernohe (11., 9 Punkte) schlägt, mit der der VfB ja noch vor der Winterpause zweimal die Klingen kreuzt. Zeitgleich spielt Stockum-Püschen (12., 9 Punkte) gegen Weyerbusch (5., 16 Punkte). Unser Tabellennachbar Alpenrod (10., 10 Punkte) empfängt das Spitzenteam aus Alsdorf (2., 19 Punkte). Interessant verspricht die Paarung Herdorf (7., 14 Punkte) gegen Wallmenroth (3., 18 Punkte) zu werden. Das kann man vom Spiel Niederroßbach (1., 28 Punkte) gegen Niederfischbach (4., 16 Punkte) nicht sagen. Die SG Hoher Westerwald wird weiterhin einsam ihre Kreise ziehen. Wie dominant Niederroßbach ist, belegen indes nicht nur die neun Punkte Vorsprung in der Liga. Im Rheinlandpokal warf die SG am Mittwoch Emmelshausen, den Tabellenführer der Bezirksliga Mitte, und somit schon den vierten Bezirksligisten aus dem Wettbewerb – nach den vorherigen Ergebnissen (8:2, 5:1 und 5:1) diesmal aber „nur“ mit 3:1. Deutlicher setzte sich am gleichen Tag Niederfischbach im Kreispokal durch. Das 8:0 beim Lokalrivalen Friesenhagen war allerdings keine Sensation, denn diese Mannschaft ist mit nur einem Pünktchen Letzter der Kreisliga B2 und war am Sonntag bereits Niederfischbachs Reserve – dem Vorletzten der gleichen Klasse – unterlegen. Für Auftrieb dürfte der Viertelfinaleinzug und vierte Pflichtspielsieg in Folge beim SV Adler vielleicht gesorgt haben, aber gegen Niederroßbach wird es dennoch nicht reichen.

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