21. Spieltag (Sonntag, 19.4.2026, 15 Uhr): Sportfreunde Schönstein - VfB Niederdreisbach
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Die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt in Schönstein: Beim Bezirksliga-Absteiger Wallmenroth holten die Sportfreunde einen immens wichtigen Auswärtssieg. Zwar sprach die Rhein-Zeitung in ihrem Spielbericht zum Spiel in Wallmenroth von einer „spielerischen Überlegenheit“ der Heimelf sowie Schönsteiner Treffern, die „den Spielverlauf ein wenig auf den Kopf“ stellten (Ausgabe vom 14.4.26), doch nach dem Zustandekommen wird bald niemand mehr fragen. Eine Woche nach der schmerzhaften 2:3-Niederlage gegen die SG Gebhardshainer Land, einen direkten Kontrahenten im Abstiegskampf, blieb Schönstein (12., 15 Punkte) so im Rennen. Nach dem 19. Spieltag waren es sieben Punkte Rückstand auf das rettende Ufer, nun sind es immerhin nur noch sechs, wobei Siege von Gebhardshainer Land und Altenkirchen ein weiteres Herankommen verhinderten.
Umso glücklicher dürften die Sportfreunde gewesen sein, dass wir ihren Stadtrivalen Wissen II schlagen konnten, der so auf den Platz unmittelbar vor ihnen gefallen ist. Vor dem direkten Duell mit Wissen II (11., 24 Punkte) am drittletzten Spieltag wäre es aber wichtig, den Rückstand noch zu verkürzen. Insofern werden die Gelb-Schwarzen an diesem Sonntag voll auf Sieg spielen, um von einer zu erwartenden Wissener Niederlage gegen den designierten Meister Weitefeld voll profitieren zu können.
Dass es für unseren nächsten Gegner eine schwierige Saison werden würde, zeichnete sich früh ab. Seit dem siebten Spieltag standen die Schönsteiner durchgängig auf einem Abstiegsplatz. Schon in den letzten Jahren lief es nicht mehr so gut für sie: Zuletzt gab es im Endklassement dreimal hintereinander Platz 10. So nah am Abgrund wie in dieser Saison standen sie dabei aber nie. Das liegt vor allem daran, dass die Meyer-Elf sich diesmal auf dem eigenen Platz, der über Jahre eine Festung war, auf einmal überraschend schwach präsentiert. In der Auswärtstabelle war Schönstein schon in den letzten Jahren Letzter (2023) und Drittletzter (2025) bzw. hatte nur drei Punkte mehr auf dem Konto als das auswärtsschwächste Team (2024). Die Heimbilanz führt dann aber eben doch zu einem soliden zehnten Platz insgesamt. Dieses Jahr steht Schönstein in der Heimtabelle mit der mageren Bilanz von neun Punkten aus zehn Spielen in der Abstiegszone, während wir dort auf Platz 2 liegen. Schon jetzt steht fest, dass die Anzahl an Heimpunkten der sieben vorherigen Spielzeiten seit der A-Liga-Rückkehr 2018 nicht mehr erreicht werden kann (abgesehen von der abgebrochenen Saison 20/21). Der Schlüssel zum Klassenerhalt liegt aber eindeutig darin, zur alten Heimstärke zurückzufinden.
Wie es geht, zeigte Schönstein in dieser Saison im Pokal. Anders als in der besorgniserregenden Meisterschaft wusste man dort zu überzeugen. Schon letztes Jahr waren die Sportfreunde bis ins Halbfinale des Kreispokals vorgedrungen, diesmal stehen sie sogar im Finale. Auf dem Weg dahin gelangen Schönstein unter anderem drei Heimsiege ohne Gegentor, und alle drei als Außenseiter: gegen die Aufstiegskandidaten Weitefeld und Guckheim (aus der Parallelstaffel A3) sowie an Ostermontag gegen Alpenrod. Sollte sich Schönstein in der Liga nun auf einmal auch wieder daheim so unbezwingbar zeigen wie im Pokal, wäre der dritte Pflichtspielsieg in Folge möglich. Die Mannschaft wird aber so oder so zusammenbleiben: Trotz Abstiegsgefahr vermeldete der Verein die Verlängerung mit sämtlichen Leistungsträgen sowie dem routinierten Trainerteam.
Auch bei uns bleiben praktisch alle Mann an Bord, was beim derzeitigen Lauf auch nicht verwundern dürfte. Mit Blick auf sieben Punkte aus den letzten drei Spielen, darunter die Begegnungen mit dem Führungsduo aus Weitefeld und Rennerod, muss die Schnell-Elf vor keinem Gegner Angst haben. Platz 4 in der Gesamt- und der Rückrundentabelle, Platz 2 in der Heimtabelle und Platz 1 im Ranking der defensivstärksten Teams zeichnen ein absolut positives Bild. Außerdem konnten wir gegen Schönstein sowohl das Hinspiel als auch beide Partien in der Vorsaison für uns entscheiden. Unter diesen Voraussetzungen wollen wir natürlich auch an diesem Sonntag bestehen.

Nach 5:2 und 2:1 ein 1:0 im September: Gegen Schönstein lief es für Niederdreisbach zuletzt gut. (Foto: Thorsten Buchner)
Wie bereits angesprochen reist Weitefeld (1., 45 Punkte) zu Wissen II und dürfte nach dem 10:2-Triumph im Topspiel den Vorsprung auf Rennerod (2., 42 Punkte) zumindest behaupten. Dass die SG Rennerod ihr Heimspiel gegen Altenkirchen (9., 26 Punkte) gewinnen kann, ist nach dem Desaster vom 20. Spieltag allerdings alles andere als gewiss. Wir sind seit dieser Woche punktgleich mit Weyerbusch (3., 34 Punkte) und haben sogar die gleiche Tordifferenz. Lediglich wegen der weniger erzielten Tore liegen wir einen Platz hinter dem SSV. Aus dem Aufsteigerduell gegen Atzelgift (14., 10 Punkte) dürfte Weyerbusch aber als Sieger hervorgehen. Mit Alpenrod (6., 31 Punkte) und Niederfischbach (5., 33 Punkte) spielen zwei Teams gegeneinander, die uns beide überholen können. Mittelhof (7., 30 Punkte) und Gebhardshainer Land (10., 25 Punkte) gehören vor ihrem Aufeinandertreffen beide zu den drei besten Rückrundenteams, mit Hammer Land (13., 13 Punkte) und Wallmenroth (8., 30 Punkte) treffen währenddessen zwei Mannschaften aufeinander, deren Rückrundenleistung bisher nur von Atzelgift unterboten wurde.