14. Spieltag (Sonntag, 9. November 2025, 15 Uhr): SV Adler 09 Niederfischbach - VfB Niederdreisbach
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Zur Mitte der Saison 2025/26 hat der VfB Niederdreisbach einen Meilenstein erreicht: Nie in vierzehn eigenständigen A-Liga-Jahren gelang unserem Team ein höherer Hinrunden-Punkteschnitt. Dabei hatte die Saison nach starker Vorbereitung denkbar ungünstig mit vier Pflichtspielniederlagen in Serie begonnen: 1:3 im Rheinlandpokal gegen den Bezirksligisten Niederroßbach, 2:3 am ersten Spieltag gegen Niederfischbach, 1:3 im ersten Auswärtsspiel gegen die SG Gebhardshainer Land und 0:2 im Kreispokal gegen Altenkirchen. Seitdem hat sich der VfB aber hervorragend entwickelt: An den elf darauffolgenden Spieltagen folgten nach den Startschwierigkeiten sieben Siege und ein Unentschieden. Nur das Spitzenduo aus Weitefeld und Rennerod holte ab dem dritten Spieltag mehr Punkte als die Mannschaft des neuen Trainergespanns aus Cheftrainer Heiko Schnell und Co-Trainer Bastian Utsch. Insgesamt liegt Niederdreisbach so mit 22 Punkten auf Platz 6. Dass unser Team trotz diesjährigem Punkterekord schon dreimal am Ende der Hinrunde sogar auf einem noch höheren Rang lag (Platz 5 16/17 & 21/22, Platz 4 23/24), unterstreicht derweil, wie stark das Starterfeld der Kreisliga A diese Saison in der Spitze ist.

Beim Auftakt der Saison 25/26 musste sich der VfB daheim dem SV Adler beugen. (Foto: Thorsten Buchner)
Bastian Utsch bewertet die gerade abgeschlossene Hinrunde folgendermaßen: „Wir können definitiv sehr positiv zurückblicken. Nach dem späten Klassenerhalt am letzten Spieltag der vergangenen Saison, einem neuen Trainerteam und einigen Neuzugängen ist es logisch, dass zu Beginn nicht alles funktioniert. Zudem hatten wir ein starkes Auftaktprogramm, wo uns etwas das Spielglück gefehlt hat. Wir wussten aber, dass sich die Leistungen früher oder später auch in Punkten widerspiegeln würden. Hier muss man dem kompletten Kader ein riesiges Kompliment machen. Ab dem ersten Tag der Vorbereitung war die Bereitschaft zu 100% da. Die hohe Trainingsbeteiligung ist in den Augen von Heiko und mir der Grundbaustein für Erfolg. So konnten wir uns sowohl in taktischen Bereichen und beim Fitnesslevel von Woche zu Woche verbessern. Wir sind froh, dass sich das Team für den großen Aufwand mit vielen Punkten belohnt hat. Der Punkterekord macht uns stolz und ist das Ergebnis vieler intensiver Trainingseinheiten. Hier gilt es allerdings nicht nachzulassen, sondern sich Woche für Woche weiterzuentwickeln.“
Zum Start in die Rückrunde reist der VfB nun zu einem jener vier Gegner, gegen die er in der Startphase verlor. Der SV Adler Niederfischbach hat sogar noch zwei Punkte mehr eingefahren und steht zwei Plätze vor uns. An sich ist es nach einem zweiten und einem dritten Platz in den Abschlusstabellen der beiden letzten Spielzeiten und dem Auftaktsieg bei uns sicherlich nicht weiter überraschend, dass Niederfischbach zur Saisonmitte auf Platz 4 steht. Allerdings brach das langjährige Spitzenteam in den Wochen nach dem 3:2-Erfolg auf unserem Platz so richtig ein, verlor viermal hintereinander und sah sich völlig unerwartet auf dem letzten Platz wieder. Danach war Niederfischbach aber das beste Team der Liga; es gab nur noch eine weitere Niederlage und sonst ausschließlich Siege. Darüber hinaus gelang an diesem Mittwoch der Einzug ins Kreispokal-Halbfinale durch einen souveränen 5:0-Sieg gegen die SG Gebhardshainer Land. Nach dem Pokalsieg 2024 ist nun der nächste Finaleinzug in greifbarer Nähe. So hat Niederfischbach die letzten drei Spiele gewonnen (mit 10:0 Toren), steht aktuell bei fünf Siegen in Folge (mit 16:3 Toren) und sechs Heimsiegen in Folge (mit 23:6 Toren) und gewann zehn der letzten elf Spiele (bei 39:16 Toren).
Auch wenn der derzeitige Höhenflug der Adler somit noch deutlicher ausfällt als unserer: Man kann durchaus Parallelen zwischen den Saisonverläufen von Niederfischbach und Niederdreisbach erkennen: Bei beiden langjährigen A-Ligisten übernahm in der Sommerpause ein ehemaliger Spieler das Traineramt und beide schoben sich nach enttäuschendem Saisonstart Stück für Stück nach oben. Adler und VfB liegen so dicht zusammen, dass unser Team im Falle eines Sieges an Niederfischbach vorbeigehen könnte. Auch eine Punkteteilung wäre allerdings schon ein Achtungserfolg, denn unser letzter von nur drei Siegen in der Wurth-Arena liegt schon über sechs Jahre zurück. Tom Bender und Pascal Best, unsere Torschützen beim 2:1-Erfolg am 27. Oktober 2019, sind mittlerweile gar nicht mehr dabei.
Haben wir diesmal wieder eine Chance? Co-Trainer Utsch sieht die Lage so: „Das Hinspiel gegen Niederfischbach war sehr umkämpft und wurde durch Kleinigkeiten entschieden. Beide Teams haben nach punktemäßig ungünstigem Saisonstart zugelegt. Uns erwartet sicherlich ein schweres Auswärtsspiel, wo wir uns aber trotz einiger personeller Ausfälle Chancen ausrechnen, Zählbares mitzunehmen.“ Die derzeitige Erfolgsphase führt Utsch nicht zuletzt auf die Stimmung zurück: „Der VfB ist für seine Teamchemie sowohl auf als auch neben dem Platz einschließlich Betreuerteam und Helfern bekannt. Hier konnten sowohl Heiko und ich als auch unsere Neuzugänge uns perfekt einfügen.“ Jetzt wird es darum gehen, mit dieser guten Stimmung und dem in den letzten Wochen gestiegenen Selbstvertrauen den Start in die Rückrunde erfolgreich zu gestalten. Um nach dem Hinrunden- nun auch den Rückrunden-Punkterekord einzustellen, müssten in der zweiten Saisonhälfte übrigens satte 29 Punkte herausspringen. Bis dahin ist es natürlich noch ein weiter Weg, aber die ersten Rückrundenpunkte noch vor der Winterpause würden den VfB Niederdreisbach zumindest in eine gute Ausgangslage verschaffen.
Schon am Freitag eröffnen Atzelgift (14., 5 Punkte) und Weitefeld (2., 30 Punkte) den Spieltag. Das hätte zum Rückrundenauftakt gut und gerne das Spiel „Letzter gegen Erster“ werden können, doch Weitefeld verspielte die Herbstmeisterschaft am vergangenen Sonntag durch die erste Niederlage. Ebenfalls am Freitag steigt das Derby zwischen Mittelhof (10., 12 Punkte) und Schönstein (12., 11 Punkte), bei dem die Sportfreunde erstmals nach sieben Wochen wieder die Abstiegsränge verlassen könnten. Das dritte Team aus der Gefahrenzone, die SG Hammer Land (13., 9 Punkte) reist zur formstarken SG Altenkirchen (8., 16 Punkte). Die SG Gebhardshainer Land (11., 12 Punkte) sollte nach Möglichkeit beim schweren Heimspiel gegen Wallmenroth (5., 22 Punkte) punkten, um nicht weiter an Boden zu verlieren. Wissen II (9., 13 Punkte) hat noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand, könnte mit einem Sieg bei der SG Alpenrod (7., 21 Punkte) aber auch jetzt schon relativ nah an diesen Kontrahenten heranrücken. Das Topspiel des Spieltags ist unterdessen das Duell des neuen Tabellenführers Rennerod (1., 30 Punkte) und des Weitefeld-Bezwingers Weyerbusch (3., 25 Punkte).