24. Spieltag (Sonntag, 10.05.2026, 15 Uhr): VfB Niederdreisbach - SG Alpenrod-Lochum/Nistertal/Unnau

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An diesem Sonntag spielt nicht nur der Dritte gegen den Vierten, sondern gleichzeitig auch das zweitbeste gegen das drittbeste Rückrundenteam: Niederdreisbach (43 Punkte, davon 21 in der Rückrunde) trifft auf Alpenrod (40 Punkte, davon 19 in der Rückrunde). Es steht also am drittletzten Spieltag ein richtiges Spitzenspiel an.
Dass wir sehr gut in Form sind, sollte jedem VfB-Fan bekannt sein. Durch den Sieg bei der SG Mittelhof am vergangenen Wochenende haben wir nun vier A-Ligaspiele in Folge gewonnen und somit unseren eigenen Vereinsrekord eingestellt. Sollten wir gegen Alpenrod den nächsten Dreier landen, würden wir nun einen neuen Rekord aufstellen. Noch dürfen wir sogar von einem neuen Punkterekord für ein eigenständiges VfB-Team träumen. Dafür müssten aber sämtliche drei verbleibenden Spiele gewonnen werden. Auch für einen neuen Rückrunden-Punkterekord dürfte kein Punkt mehr verloren gehen. Diese Ziele sind aus eigener Kraft, aber nur schwer zu erreichen. Auch die Vizemeisterschaft ist weiter möglich, doch nur, falls Rennerod von den letzten drei Spielen maximal eines gewinnen sollte.
Realistischer ist da schon die Verteidigung von Platz 3, den wir erreichen können, ohne auf Ergebnisse anderer Teams angewiesen zu sein. Es wäre das vierte Mal innerhalb von sieben Jahren, dass uns eine Endplatzierung auf dem Treppchen gelingt. Aber auch die SG Alpenrod kann diesen Platz aus eigener Kraft erreichen und würde ihn schon ab Sonntag einnehmen, falls sie es schafft, uns auf unserem Platz zu schlagen. Die Hellinghausen-Elf ist derzeit unglaublich gut in Form und hielt in den letzten Wochen nicht nur mit uns Schritt, sondern konnte noch deutlich deutlichere Siege einfahren als der VfB: 4:0 gegen Weyerbusch, 2:0 gegen Niederfischbach, 4:0 gegen Gebhardshainer Land und letzte Woche 5:1 gegen Wallmenroth. Besonders das letzte Spiel ließ aufhorchen, denn dort spielte Alpenrod nach einer Roten Karte gegen den Schlussmann nach wenigen Minuten praktisch fast über die komplette Zeit in Unterzahl. Es gelang dennoch, die nur einen Punkt hinter Alpenrod liegenden Wallmenrother zu zehnt mit einer deutlichen Pleite im Gepäck nach Hause zu schicken. Das war eine beeindruckende Machtdemonstration, die für Selbstbewusstsein vor der Reise nach Niederdreisbach gesorgt haben dürfte. Bei den Niederdreisbacher Fans werden wohl Erinnerungen wach an das Hinspiel in Alpenrod, denn auch da agierte der Gastgeber nach einem Platzverweis lange Zeit in Unterzahl und konnte beim 4:3 trotzdem alle drei Punkte holen.


Alpenrods Kapitän Jakob Benner konnte dem VfB mit seiner SG Alpenrod im Hinspiel trotz längerer Unterzahl ein Bein stellen. (Foto: Thorsten Buchner)

Natürlich ist auch Alpenrod nicht immer perfekt. Ein Ergebnis trübte in den letzten Wochen besonders die Bilanz, nämlich eine vollkommen überraschende 2:3-Niederlage Mitte April auf dem Platz des Schlusslichts Atzelgift. Die hohen Siege in den Wochen danach zeigten allerdings, dass dies nur ein kleiner Ausrutscher war, an dem der Bezirksliga-Absteiger nicht weiter zu knabbern hatte. Ein deutlicher Fingerzeig für die Partie auf der Niederdreisbacher Asche ist ganz sicher das dominante 4:0 gegen die SG Gebhardshainer Land vor zwei Wochen – und das gleich aus mehreren Gründen. Erstens haben die formstarken Gebhardshainer genauso viele Rückrundenpunkte geholt wie Alpenrod, sind also nicht mal so eben zu bezwingen. Zweitens stieg das Spiel auf dem Fensdorfer Hartplatz, also ist spätestens seitdem klar, dass unser nächster Gegner auch auf diesem Untergrund hoch gewinnen kann. Drittens war es für Alpenrod der erste Auswärtssieg im Jahr 2026, der zeigt, dass die SG nicht nur daheim stark aufspielen kann.
Alpenrod wird trotzdem mit einem gewissen Respekt auf den Koppelberg reisen. Die Bilanz dort ist nämlich äußerst mau. Von den bisherigen sieben Auswärtsspielen beim VfB verlor die SG sechs, davon gleich fünf mit vier Gegentoren. Alpenrods letzter und einziger Punktgewinn in Niederdreisbach war ein torloses Unentschieden in der Saison 2017/18. Sollten die Blau-Weißen auch im achten Versuch auf unserem Platz sieglos bleiben, hätte der VfB in der laufenden Saison gegen jeden Ligakonkurrenten mindestens einen Punkt geholt. Nur ein einziges Mal zuvor ist es unserem Verein in vierzehn eigenständigen A-Liga-Jahren gelungen, gegen kein einziges Team sowohl Hin- als auch Rückspiel zu verlieren. Neunzig Minuten trennen die Schnell-Elf davon, dieses Kunststück zu wiederholen und auf diese Weise Platz 3 sicher zu verteidigen.

Der Blick vieler Fans des heimischen Fußballs wird am 24. Spieltag in Richtung unseres Nachbardorfs gehen. Während wir Alpenrod empfangen, trägt die SG Weitefeld (1., 54 Punkte) ein Heimspiel gegen Mittelhof (10., 30 Punkte) aus. Ein Sieg in diesem Spiel würde Weitefeld vorzeitig zum Meister machen. Vielleicht patzt aber Rennerod (2., 47 Punkte) nach dem Punktverlust gegen den mutmaßlichen Absteiger Schönstein auch gegen den sicheren Absteiger Hammer Land (13., 13 Punkte), was ebenfalls die Meisterschaft entscheiden würde. Niederfischbach (5., 39 Punkte) wird auf eine Punkteteilung in Niederdreisbach hoffen, um dann mit einem Heimsieg gegen Altenkirchen (8., 31 Punkte) dem angestrebten dritten Platz näher zu kommen. Weyerbusch (37 Punkte) ist auf Platz 6 abgerutscht und steht damit so schlecht da wie seit dem zweiten Spieltag nicht mehr. Jetzt könnte sogar noch Tabellennachbar Wallmenroth (7., 36 Punkte) im direkten Duell vorbeiziehen. Die Abschiedstour der SG Atzelgift (14., 11 Punkte) geht bei der SG Gebhardshainer Land (9., 31 Punkte) weiter. Das Spiel der Woche ist vielleicht das Stadtderby zwischen Wissen II (11., 24 Punkte) und Schönstein (12., 19 Punkte), denn die Sportfreunde dürfen gegen die VfB-Reserve auf keinen Fall verlieren, um sie noch abfangen und in der Liga bleiben zu können.

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