2. Spieltag (Samstag, 15. August 2026, 16:15 Uhr): SG Gebhardshainer Land - VfB Niederdreisbach

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Das Auftaktprogramm der neuen Saison ähnelt dem der vorherigen: Beide Male gab es am ersten Spieltag ein Heimspiel gegen eine Mannschaft, die in der Vorsaison unter den Top 4 gelandet war und unseren VfB zweimal geschlagen hatte, danach folgte bzw. folgt jetzt ein Samstagsspiel in Steineroth. Schon jetzt gibt es aber einen wichtigen Unterschied, denn während letztes Jahr die Liga-Premiere unter Coach Heiko Schnell mit einer 2:3-Heimniederlage gegen Niederfischbach endete, holte unser Team letzte Woche unter der Leitung vom neuen Trainer Kevin Leicher einen verdienten Punkt gegen den Aufstiegsaspiranten aus Alpenrod. Nun steht also das Auswärtsspiel bei der SG Gebhardshainer Land an – am gleichen Ort und am gleichen Wochentag wie vor zwölf Monaten. Dabei ist zu hoffen, dass dieses Spiel ebenso wie der Heimauftakt erfolgreicher endet als vor einem Jahr. Damals zeigte der VfB seine wohl schlechteste Saisonleistung und verlor vollkommen verdient mit 1:3. Nur dieses eine Mal stand Niederdreisbach dadurch auf einem Abstiegsplatz, bevor es Schritt für Schritt nach oben ging bis hinauf auf Platz 3 als Endplatzierung.
Der Auswärtsniederlage im Hinspiel folgte knappe drei Monate später ein Heimsieg im Rückspiel. Im November 2025 sorgte in einer umkämpften Partie Pascal Lüneberg für den Ausgleich gegen seinen Ex-Verein, ehe Emilian Hees zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit der umjubelte Siegtreffer gelang. Beide Spiele passen in das Muster bei Aufeinandertreffen dieser Mannschaften: In der Regel setzt sich der jeweilige Gastgeber durch. Sechsmal reiste die SG Gebhardshainer Land seit ihrer Gründung vor acht Jahren ins Paradiesdorf und verlor dort viermal bei zwei Punkteteilungen. Wir verloren im Gebhardshainer Land dagegen die letzten drei Punktspiele, zeigten schwache Leistungen und kassierten dabei jedes Mal drei Tore (0:3, 2:3, 1:3). Der Stachel sitzt nach diesen Auftritten vielleicht nicht ganz so tief, weil zum einen eben die Heimspiele gegen diesen Gegner besser liefen und unser VfB zum anderen stets in der Abschlusstabelle vor der SG landete. Dennoch ist es mal wieder höchste Zeit für einen Punktgewinn im Gebhardshainer Land. In Gebhardshain gewann der VfB zuletzt 2022, während unser letzter Sieg in Steineroth, wo das Spiel diese Woche über die Bühne geht, schon fast acht Jahre zurückliegt – damals noch gegen die alte SG Steineroth-Dauersberg/Molzhain.


Pascal Lüneberg – parallel zum Einsatz für uns weiterhin für Steineroths Alte Herren aktiv – erzielte beim letzten Duell gegen sein Ex-Team den wichtigen Ausgleich. (Foto: Thorsten Buchner)

Während die SG Steineroth 2014/15 mit nur zehn Punkten abstieg, hielt die SG Gebhardshainer Land 2025/2026 als Aufsteiger souverän die Klasse. Anders als unser Team stand die Schnabel-Elf kein einziges Mal auf einem Abstiegsplatz. Sie hatte den Klassenerhalt schon drei Spieltage vor Schluss sicher und landete am Schluss auf Platz 10. Diesmal wird ein einstelliger Tabellenplatz angestrebt (siehe RZ vom 6.8.26), also eine Verbesserung gegenüber der Vorsaison. Tatsächlich ist der SG Gebhardshainer Land aber noch viel mehr zuzutrauen als das Minimalziel „Platz 9“. Schließlich ist es gelungen, den kompletten Kader zusammenzuhalten und dann noch hochkarätig zu verstärken. Mit Werner Heinrich (von Betzdorf II) und Michael Trautmann (aus Mittelhof) kommen zwei Akteure mit Trainererfahrung, die das Team auf und neben dem Platz unterstützen können. Hoffen wir, dass Trautmann seinen elf A-Liga-Toren gegen den VfB für Hamm, Schönstein und Mittelhof nicht noch weitere für seine neue Mannschaft folgen lässt. Außer Heinrich und Trautmann kamen mit Luca Groß (als Rückkehrer) und Torwart Louis Hommes zwei Spieler aus Malberg sowie Gino Padovano aus Daaden.
Mit Hommes, Groß und Trautmann standen drei der fünf Neuzugänge letzte Woche beim Auftakt in die Meisterschaft in der Startelf, mit Padovano wurde ein vierter noch eingewechselt. Sie trugen dazu bei, dass die SG Gebhardshainer Land gleich für ein erstes Ausrufezeichen sorgte. Beim selbsterklärten Meisterschaftsfavoriten Wallmenroth (Saisonziel „Platz 1 bis 3“, siehe RZ vom 6.8.26) führte unser nächster Gegner bis in die 86. Minute mit 2:0 und hatte den Auswärtssieg vor Augen, musste sich dann aber doch mit einem Punkt zufriedengeben. Zwei direkt verwandelte Freistöße von Rinat Seitz verhinderten den vollen Erfolg. Auch so hat diese Partie aber gezeigt, dass mit der Schnabel-Elf in diesem Jahr zu rechnen ist. Drei Tage später bestätigte der souveräne Einzug in die zweite Kreispokalrunde bei Guckheim II diesen Eindruck (6:1; unter anderem ein Tor durch Neuzugang Padovano und drei durch Urgestein Stockschlaeder). Vorher ließ aber auch schon ein 5:2-Erfolg gegen den Rheinlandliga-Aufsteiger Betzdorf beim eigenen Conze-Cup aufhorchen. Bei diesem Vorbereitungsturnier in Gebhardshain ließ es sich der heimische SG-Coach Schnabel auch nicht nehmen, den VfB Niederdreisbach persönlich zu beobachten. Er sah sich unser 0:4 gegen den Bezirksligisten Höhr-Grenzhausen an, gegen den sein eigenes Team zwei Tage später nur knapp mit 2:3 unterlag. Mit einigen frischen Erkenntnissen über die Niederdreisbacher Spielweise im Gepäck wird er nun seine Mannschaft so einstellen wollen, dass es mit dem vierten Heimerfolg in Serie gegen uns klappt. Kevin Leicher und sein Trainerstab müssen jetzt Mittel und Wege finden, um genau das zu verhindern.

Interessanterweise findet an diesem Wochenende die Mehrheit der A1-Partien am Samstag statt und nicht am eigentlich dafür vorgesehenen Sonntag, und zwar alle vier zu anderen Uhrzeiten. Noch bevor unser Spiel angepfiffen wird, startet das Heimspiel der SG Westerburg II (5., 1 Punkt) gegen Weyerbusch (11., 0 Punkte). Nur fünfzehn Minuten nach unserem Spielbeginn ertönt der Anpfiff in Niederfischbach, wo der heimische SV Adler (13., 0 Punkte) nach seiner Pleite in Herschbach mit Wissen II (12., 0 Punkte) einen Gegner empfängt, der im Heimspiel gegen Hattert ähnlich deutlich verlor. Ein mutmaßliches Spitzenspiel steigt dann am Samstagabend in Nistertal, wenn Alpenrod (9., 1 Punkt) die SG Neitersen (1., 3 Punkte) erwartet, die Lasterbach mit 9:1 abgeschossen hat. Am Sonntag gibt es das einzige Duell von zwei Mannschaften, die ihr Auftaktspiel gewannen: Herdorf (4., 3 Punkte) erwartet Herschbach-Schenkelberg (2., 3 Punkte). Um den eigenen Ansprüchen gerecht werden zu können, sollte Wallmenroth nach dem Last-Minute-Ausgleich von letzter Woche beim Aufsteiger Hattert (3., 3 Punkte) den ersten Dreier landen. Ein Aufsteigerduell liefern sich die SG Lasterbach (14., 0 Punkte) und die DJK Friesenhagen (5., 1 Punkt).

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