4. Spieltag (Sonntag, 30.08.2026, 15 Uhr): VfB Niederdreisbach - DJK Friesenhagen
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Worin gleichen sich der 13. September 2020 und der 30. August 2026? An beiden Sonntagen hatte der VfB Niederdreisbach ein Heimspiel, das gleichzeitig als A-Liga-Spiel und als Zweitrunden-Spiel im Kreispokal gewertet wurde. Vor knapp sechs Jahren holte der VfB den Doppelerfolg und warf den amtierenden Titelträger aus Weyerbusch aus dem Wettbewerb (VfB-Tore beim 2:1-Sieg: Stefan Ermert und Pascal Best). An diesem Sonntag kommt es also erneut zu einer zweifachen Wertung eine Partie auf unserem Hartplatz. Sowohl unser Team als auch die Spieler der DJK Friesenhagen sollten also besonders motiviert sein.
Für die meisten Akteure dürfte die Aussicht auf drei Punkte für die Meisterschaft wichtiger sein als die Hoffnung auf den Sprung ins Kreispokal-Achtelfinale. Gerade die Heimelf möchte nach dem äußerst schwierigen Auftaktprogramm am vierten Spieltag endlich den ersten Sieg einfahren. Nach den Punkteteilungen am ersten und zweiten Spieltag musste sich die Leicher-Elf letzte Woche dem bärenstarken Tabellenführer mit 0:3 beugen. Das kann passieren, zumal Neitersen sich an den beiden Spieltagen zuvor sogar noch treffsicherer gezeigt hatte als gegen den VfB (erst neun, dann vier Tore). Unsere Tabellensituation sieht aktuell mit Platz 11 nicht sehr rosig aus, aber davon muss man sich so früh in der Saison und in Anbetracht der Qualität der bisherigen Gegner nicht frustrieren lassen. Durch einen Heimsieg gegen die DJK wäre man wieder voll im Soll. Dadurch würde es in der Tabelle übrigens auch mindestens zwei Plätze nach oben gehen. Unter anderem würden wir definitiv an unseren Gästen aus Friesenhagen vorbeiziehen.
Die Jungs aus dem Wildenburger Land sind nur ein Jahr nach ihrem Abstieg zurück im Kreisligaoberhaus. Zwar war Friesenhagen letzte Saison aufgrund von Herdorfs Dominanz kein einziges Mal Tabellenführer der Kreisliga B1, dafür aber schon seit Ende der Hinrunde durchgehend Zweiter, was letztlich auch zum souveränen Wiederaufstieg reichte. Der kam vielleicht für die Friesenhagener selbst überraschend, denn vor Saisonbeginn hatte der Absteiger das bescheidene Saisonziel „einstelliger Tabellenplatz“ ausgerufen (siehe Tempo, Tore, Titeljagd vom 1.8.25). Weil Spielertrainer Patrick Kroll aber fast der gesamte A-Liga-Kader auch eine Spielklasse tiefer zur Verfügung stand und gleich vier Spieler aus den glorreichen Zeiten reaktiviert werden konnten, spielt Friesenhagen eben doch entgegen den eigenen Erwartungen schon jetzt wieder in unserer Liga. Dort vertraut Kroll dem Aufstiegskader. Mit Felix Weber kam lediglich ein junger Spieler von der JSG Siegtal/Heller dazu.
Mit diesem Personal lautet das Saisonziel diesmal „Klassenerhalt“ (RZ vom 6.8.26). Der Weg dorthin begann auch sehr erfolgsversprechend. Gegen den etablierten A-Ligisten Westerburg II lag Friesenhagen am ersten Spieltag bereits nach gut zwanzig Minuten mit 2:0 in Führung und holte auf Anhieb den ersten Punkt, den laut Spielertrainer Kroll sein Torwart Kirchner gerettet hat (siehe RZ vom 11.8.26). Nach dem Traumstart ins erste Spiel stand die DJK also im weiteren Spielverlauf arg unter Druck. Beim Mitaufsteiger Lasterbach gab es in der Woche danach einen knappen 2:1-Sieg durch ein Strafstoßtor von Justus Eiteneuer in der Nachspielzeit; die Rhein-Zeitung sprach von einem „glücklichen Auswärtssieg“ (RZ vom 18.8.26), bei dem sich wie schon am ersten Spieltag „die Gäste bei Torwart Marc-Kevin Kirchner bedanken“ konnten (ebd.). Die SG Alpenrod, gegen die wir am ersten Spieltag einen verdienten Punkt geholt hatten, war letzte Woche schließlich zu stark für Friesenhagen, obwohl laut DJK-Coach Kroll „ein Unentschieden verdient gewesen“ wäre (RZ vom 25.8.26). Andererseits sprach die SG Alpenrod in ihrem Spielbericht von einem „verdiente[n] Auswärtssieg“ gegen einen „starken Aufsteiger“ (Social-Media-Post vom 25.8.26). Jedenfalls steht unser nächster Gegner nun mit vier Punkten auf Platz 4.
Unser VfB muss am vierten Spieltag von Anfang an hellwach sein, denn in allen drei bisherigen Spielen ging Friesenhagen spätestens nach einer Viertelstunde in Führung. Außerdem muss die Niederdreisbacher Offensive den mehrfach hochgelobten DJK-Schlussmann Kirchner beschäftigen. Kirchner ist übrigens eine Konstante bei den Friesenhagenern. Er war schon Teil des Teams, als der DJK vor neun Jahren nach der Auflösung der Spielgemeinschaft mit Katzwinkel der Durchmarsch von der Kreisliga C in die Kreisliga A gelang, wurde dann mit Friesenhagen dreimal in Folge Vizemeister im Kreisliga-Oberhaus, stieg dann letzten Sommer ab und nun eben gleich wieder auf. Wenn auch überwiegend von der Bank, hat Kirchner so auch unsere laufende Siegesserie gegen sein Team hautnah erlebt. Die letzten fünf A-Liga-Spiele haben wir gegen die DJK Friesenhagen gewonnen. Das ist unser Vereinsrekord, den wir an diesem Sonntag ausbauen wollen. Gerade in den letzten Heimspielen gegen Friesenhagen lief es richtig gut: Einem 4:2 2022 folgten 2023 und 2024 ein 3:0 und ein 5:0. Ähnlich hohe Ergebnisse können wir diesmal eher nicht erwarten, vor allem da das VfB-Team derzeit von Verletzungen gebeutelt ist. Nach bereits vorher aufgetretenen Ausfällen mussten gleich drei Niederdreisbacher Spieler letzte Woche in Altenkirchen verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Das hat Kevin Leichers Sorgen noch größer und die Bestimmung der Startelf für das nächste Spiel noch schwieriger gemacht. Dennoch soll seine Mannschaft zu Hause gegen Friesenhagen aber wieder punkten – und gleichzeitig im Pokal in die nächste Runde einziehen.

Als Kapitän führte Stefan Ermert seinen VfB beim letzten Spiel gegen die DJK zu einem Auswärtssieg, durch den Niederdreisbach vor etwa anderthalb Jahren die Abstiegsränge verlassen konnte. (Foto: Thorsten Buchner)
Am Samstag eröffnet Schlusslicht Lasterbach (14., 1 Punkt) den Spieltag mit einem Heimspiel gegen Herschbach (2., 7 Punkte). Dass der Aufsteiger in diesem Spiel die nächsten Punkte holt, ist eher unwahrscheinlich. Auch der Vorletzte Wissen II hat erst einen Punkt auf der Habenseite, wird sich im Duell der Zweitvertretungen bei Westerburg II (8., 4 Punkte) aber Hoffnungen auf den ersten Sieg machen. Das dritte Team mit nur einem Punkt nach drei Spielen ist Weyerbusch (12.). Bei der SG Alpenrod (5., 5 Punkte) dürfte es für den SSV erneut schwer werden. Mit Niederfischbach (10., 3 Punkte) und Hattert (9., 3 Punkte) treffen die beiden Teams aufeinander, die unmittelbar vor uns platziert sind. Daher würden wir bei einem eigenen Heimsieg mindestens einen von beiden überholen. Herdorf (6., 5 Punkte) erwartet Wallmenroth (3., 7 Punkte), während Neitersen (1., 7 Punkte) den Platz an der Sonne im Heimspiel gegen Gebhardshainer Land (4., 5 Punkt) verteidigen muss.