22. Spieltag (Sonntag, 26.04.2026, 15 Uhr): VfB Niederdreisbach - SG Hammer Land Bruchertseifen/Eichelhardt/Hamm
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Dreizehn Jahre ist es her, da feierte Hamm auf unserem Platz den Aufstieg in die Bezirksliga. An diesem Sonntag könnte noch einmal in Niederdreisbach eine Entscheidung darüber fallen, dass Hamm die Kreisliga A verlässt. Diesmal geht es jedoch um den Gang in eine andere Richtung: Sollte die SG Hammer Land (13., 13 Punkte) beim VfB nicht gewinnen, Wissen II aber einen Auswärtssieg in Rennerod landen, wäre der Vorletzte vorzeitig in die Kreisliga B abgestiegen. Dass die Wissener Reserve beim Tabellenzweiten gewinnt, ist nicht wahrscheinlich, bei Rennerods aktueller Formkrise aber nicht ausgeschlossen. So oder so: Unser nächster Gast ist bei dieser Ausgangslage im Grunde zum Siegen verdammt. Interessanterweise waren wir bekanntlich vor einem knappen Jahr bei unserem Gastspiel im Hammer Land in einer ganz ähnlichen Lage. Damals verloren wir unser Spiel in Bruchertseifen, blieben aber durch das passende Ergebnis an anderer Stelle in der Liga.
Dieses Jahr müssen wir im Gegensatz zur Vorsaison längst nicht bis zum letzten Spieltag zittern. Durch ein 3:1 in Schönstein konnte vergangene Woche bereits im sechstletzten Saisonspiel der Klassenerhalt klargemacht werden. Nie gelang uns das in der Kreisliga A früher als jetzt. So kann man sich jetzt entspannt höheren Zielen zuwenden. Es läuft in Sachen Punktausbeute wie am Schnürchen. Auch knappe Spiele endeten zuletzt mit einem dreifachen Punktgewinn für den VfB. Platz 1 und 2 sind natürlich dennoch außer Reichweite. Als Vierter mit 37 Punkten ist aber zumindest ein vorübergehender Sprung auf Platz 3 möglich, denn der dort liegende SSV Weyerbusch weist immer noch die gleiche Punktzahl und die gleiche Tordifferenz auf. Allerdings sind auch die Abstände nach unten noch ziemlich gering: Alpenrod (5.) liegt nur drei Punkte hinter uns und Niederfischbach (6.) und Wallmenroth (7.) jeweils vier Punkte.
Neben einer herausragenden Endplatzierung sind auch noch zwei Vereinsrekorde in Reichweite. Um die beste Rückrunde der VfB-Geschichte hinzulegen, müssten aber tatsächlich sämtliche verbleibenden fünf Spiele gewonnen werden, was dann doch schwer umsetzbar erscheint. Die Einstellung des Heimrekords in der Kreisliga A ist dagegen schon etwas realistischer. Aus noch drei ausstehenden Partien auf eigenem Platz sind dazu zwei Siege und ein Unentschieden nötig; bei drei Siegen würde die höchste A-Liga-Heimpunktzahl nicht nur eingestellt, sondern sogar übertrumpft. Bei Heimspielen gegen den Vorletzten Hammer Land und den Letzten Atzelgift sowie die SG Alpenrod, die bei sieben Auftritten in Niederdreisbach erst ein einziges Pünktchen holte, scheint eine hohe Punktausbeute drin zu sein.
Dafür muss die Schnell-Elf erst einmal mit der Favoritenrolle gegen die SG Hammer Land so gut klarkommen wie schon gegen Wissen II und Schönstein. Niederdreisbach gegen Hammer Land, das ist auch das Duell der besten Abwehr (insgesamt und in der Rückrunde) und dem schlechtesten Angriff der Rückrunde: Nur acht Tore schoss die SG in acht Spielen. Schon im Hinspiel gingen die Hämmcher gegen den VfB leer aus. Unser 2:0-Auswärtssieg in Hamm war jedoch ein hartes Stück Arbeit, als die Tore von Nico Hees und Sandro Josten erst nach über einer Stunde fielen. Womöglich ist auch diesen Sonntag wieder Geduld gefragt. Auf jeden Fall gilt es, auch bei einem möglich Austausch von Nickeligkeiten Ruhe zu bewahren. Einen starken Kontrast gibt es nämlich nicht nur in der eigentlichen Tabelle, sondern auch in der Fairplay-Wertung. Dort steht Niederdreisbach als einziges Team, das bisher ohne Platzverweise sowie ohne Gelbe Karten gegen Offizielle auskam, auf Platz 1. Die SG Hammer Land ziert mit deutlich mehr Verwarnungen sowie der Rekordzahl von vier Platzverweisen den letzten Platz der Fairplay-Tabelle.

Im kniffligen Hinspiel setzte sich Niederdreisbach mit 2:0 in Hamm durch. (Foto: Thorsten Buchner)
Vielleicht auch wegen der auf Platzverweise folgenden Sperren trudelt Hamm mit einem ohnehin schon kleinen Kader dem Abstieg entgegen. Ein einziger Sieg im aktuellen Kalenderjahr – und zwar nur gegen das Schlusslicht Atzelgift – ist einfach zu wenig. So könnte es für Hamm schon zum dritten Mal in diesem Jahrtausend in die Kreisliga B gehen – und das, nachdem der VfL noch um die Jahrtausendwende 18 Jahre am Stück in der Oberliga beheimatet war.
Fünf Punkte Vorsprung bei noch fünf ausstehenden Spielen: Weitefeld (1., 48 Punkte) kann so langsam den Sekt kaltstellen, zumal mit Schönstein (12., 18 Punkte) diese Woche ein Kellerkind zu Besuch kommt. Rennerod (2., 43 Punkte) dürfte gegen Wissen II (11., 24 Punkte) zumindest nicht weiter an Boden verlieren. Wir dürfen auf einen Punktverlust der Weyerbuscher bei den Niederfischbacher Adlern hoffen. Alpenrod hat gegen die SG Gebhardshainer Land (9., 28 Punkte), die sich seit Wochen im Höhenflug befindet, kein leichtes Spiel. Mittelhof (8., 30 Punkte) würde durch einen Sieg bei Tabellennachbar Wallmenroth (7., 33 Punkte) in die obere Tabellenhälfte klettern. Atzelgift (14., 10 Punkte) darf keinen einzigen Punkt mehr verlieren, um noch irgendwie vom Ligaverbleib träumen zu dürfen. Nach dem Heimspiel gegen Altenkirchen (10., 27 Punkte) könnte der direkte Wiederabstieg also schon besiegelt sein.