19. Spieltag (Sonntag, 15.3.2026, 15 Uhr): SG Rennerod/Emmerichenhain/Seck/Irmtraut - VfB Niederdreisbach

Auswaertsteam --:-- VfBN


Den alten Spitzenreiter haben wir geschlagen, der neue Spitzenreiter steht als nächstes an: Nach unserem Derbysieg gegen den Tabellenführer Weitefeld übernahm die SG Rennerod/Emmerichenhain/Seck/Irmtraut Platz 1 und liegt mit 41 Punkten zwei Zähler vor Weitefeld. Vier Jahre nach dem Abstieg der kleineren SG Rennerod/Irmtraut/Seck könnte es also mit einer Rückkehr in die Bezirksliga klappen. In diesen vier Jahren hat sich Rennerod stetig in den Abschlusstabellen nach oben gearbeitet: 9. 2022/23, 5. 2023/24, 4. 2024/25, nun also auf dem Weg zur Meisterschaft.

Für den VfB Niederdreisbach ist es somit das wohl schwierigste Auswärtsspiel der Saison. Als klarer Außenseiter reist die Schnell-Elf ins Steinsbergstadion. Praktisch alle Statistiken sprechen eine deutliche Sprache. Der Tabellenführer lag im gesamten Saisonverlauf nie schlechter als auf Platz 2 und wurde mit drei Punkten Vorsprung Herbstmeister. Mit 65 Toren stellt die SG RESI den besten Angriff der Liga und mit lediglich 20 Gegentoren auch die beste Verteidigung. Zum Vergleich: Wir haben neun Gegentore mehr hinnehmen müssen und liegen in dieser Kategorie trotzdem auf Platz 2. Schon letzte Woche mussten wir uns mit Weitefelds Mockenhaupt und Henrichs einem Angriffsduo in den Weg stellen, das zu zweit so viele Tore erzielt hatte wie unsere gesamte Mannschaft. Diese Woche sieht es ähnlich aus: Niklas Hölper führt mit 19 Treffern die Torjägerliste an, sein Mitspieler Nick Loewen kommt auf 11 Tore, unser VfB insgesamt auf 31.

Dass das Spiel trotz dieser deutlich abweichenden Statistiken nicht im Vorfeld entschieden ist, zeigten wir im Hinspiel. Wir waren im September richtig gut im Spiel und hätten durchaus auch Zählbares verdient gehabt, während die Gäste definitiv nicht ihre beste Saisonleistung zeigten. Zwei Tore in den Schlussphase sorgten für den Renneroder Auswärtserfolg. Dabei war besonders bitter, dass beide Tore aus strittigen Abseitspositionen entstanden. Da wir im weiteren Saisonverlauf stetig Punkten konnten und sicherlich auch mal den einen oder anderen glücklichen Punkt holten, können wir aber ohne Groll beim Aufstiegsaspiranten aufspielen. Rennerod hat an diesem Sonntag jedenfalls deutlich mehr zu verlieren als wir. Unser Team steht nach 18 Spieltagen schließlich als Fünfter und mit 30 Punkten hervorragend da und ist nicht auf Bonuspunkte im Westerwaldkreis angewiesen. Die Gastgeber müssen dagegen unbedingt Woche für Woche punkten, um den Platz an der Sonne nicht schon bald wieder hergeben zu müssen. Vor allem kommt es am Spieltag nach der Osterpause zum ultimativen Spitzenspiel in Weitefeld, in das Rennerod besser in der Pole Position gehen sollte.


Nico Hees und sein VfB machten im Hinspiel ein gutes Spiel, verloren aber unglücklich. (Foto: Thorsten Buchner)

Wenn es überhaupt eine Schwachstelle bei Rennerod gibt, dann vielleicht eine gewisse Heimschwäche, wobei man davon eigentlich gar nicht reden kann. Schließlich steht die SG in der Heimtabelle immerhin auf Platz 3. Dennoch: In jedem dritten Heimspiel gab die Boddenberg-Elf Punkte ab und hat entsprechend daheim weniger Zähler gesammelt als auswärts. Das könnte auch damit zusammenhängen, dass sich der Zuschauerzuspruch im Steinsbergstadion sehr in Grenzen hält. Lediglich zu Heimspielen von Wissen II – also einem Team, das als Reservemannschaft naturgemäß nur wenige Fans ins Stadion lockt – kamen im Schnitt weniger zahlende Gäste als nach Rennerod. Dass die SG RESI nur eine von zwei Mannschaften ist, deren Heimspiele durchschnittlich weniger als 100 Zuschauer beiwohnten, ist sicherlich aus zwei Gründen überraschend: Zum einen ist Rennerod einer der größten Orte auf der aktuellen A-Liga-Landkarte, zum anderen hätte das Team als Tabellenführer ganz bestimmt Anerkennung in Form von Stadionbesuchern verdient. So oder so: Bei bislang unter neunzig Zuschauern pro Renneroder Heimspiel sollte sich am Sonntag trotz niedriger Temperaturen unbedingt jeder Niederdreisbacher Fan auf den Weg machen, weil unsere Auswärtsunterstützung definitiv den Unterschied ausmachen könnte. Die VfB-Spieler hätten es sich nach dem vollen Einsatz im erfolgreichen Derby auf jeden Fall verdient, in Rennerod von außen lautstark angefeuert zu werden. Mit dieser Unterstützung sind dann vielleicht auch gegen diesen starken Gegner die nächsten Punkte möglich.

Auch Verfolger Weitefeld (2., 39 Punkte) spielt diesen Sonntag auswärts, nämlich bei der SG Altenkirchen (9., 23 Punkte). Weyerbusch (3., 34 Punkte) darf weiterhin auf die Vizemeisterschaft und die Teilnahme an der Aufstiegsrunde hoffen, darf sich auf dem Unnauer Hartplatz gegen Alpenrod (7., 28 Punkte) aber keinen Ausrutscher erlauben. Wallmenroth (4., 30 Punkte) ist wieder punktgleich mit uns, dürfte bei Wissen II (10., 21 Punkte) ein eher leichtes Spiel haben. Niederfischbach (6., 29 Punkte) liegt nur einen Punkt hinter uns und Wallmenroth. Bei der SG Hammer Land (13., 13 Punkte) wir der SV Adler voraussichtlich punkten. Mittelhof (8., 26 Punkte) führt ohne Niederlage die Rückrundentabelle an und wird diese Führung gegen Atzelgift (14., 7 Punkte) wohl behaupten. Ein Kracher im Abstiegskampf steigt in Schönstein, wo die Sportfreunde (12., 15 Punkte) die SG Gebhardshainer Land (11., 19 Punkte) empfangen.

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