18. Spieltag (Sonntag, 22.03.2026, 15 Uhr): VfB Niederdreisbach - SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Nauroth/Mörlen/Norken

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Woche für Woche muss sich der VfB Niederdreisbach momentan mit Hochkarätern auseinandersetzen. An den ersten drei Spieltagen nach der Winterpause geht es gegen drei Teams, die letzte oder zumindest vorletzte Saison noch in der Bezirksliga angetreten sind: vor zwei Wochen Wallmenroth, letzte Woche Altenkirchen (beide Bezirksliga bis 2025) und diese Woche Weitefeld (Bezirksliga bis 2024). Dass in der kommenden Woche eine Fahrt nach Rennerod ansteht, macht das Anfangsprogramm 2026 nur noch heftiger, denn so sind drei unserer ersten vier Gegner unter den aktuellen Top 4 der Liga zu finden.
Dass drei dieser vier Spiele auswärts über die Bühne gehen, erschwert die Aufgabe zusätzlich. Immerhin haben wir an diesem Spieltag ein Heimspiel – das erste seit über einem Dritteljahr. Die bevorstehende Heimaufgabe ist allerdings denkbar schwer. Aus dem Nachbardorf kommt die SG Weitefeld angereist. Unser Derbygegner ist mit 39 Punkten Tabellenführer und liegt somit fünf Plätze vor uns. Das hört sich vielleicht gar nicht so extrem an, aber die Differenz von zwölf Punkten zeigt, dass zwischen dem VfB und der SG schon Welten liegen. Bei der Anzahl der Gegentore mögen wir zwar leicht vorne liegen (nur 27 für uns, 33 für Weitefeld), doch bei den selbst erzielten Treffern ist uns der Nachbar weit enteilt: Da wir in den ersten beiden Ligaspielen des Jahres torlos blieben, stehen wir weiterhin bei 28 Toren, wohingegen Weitefeld 62 Tore auf dem Konto hat, was der Bestwert der Liga ist. Allein die beiden besten Weitefelder Torschützen, Jan Niklas Mockenhaupt und Sven Henrichs, trafen zu zweit schon 28-mal, also exakt so häufig wie unsere komplette Mannschaft zusammen.
Sowohl Mockenhaupt als auch Henrichs waren beim Hinspiel in Friedewald gegen uns erfolgreich. „Mocki“ bekamen wir nach seiner Einwechslung einfach nicht in den Griff, sodass er binnen kürzester Zeit einen Dreierpack schnürte. Entsprechend deutlich und auch verdient fiel der Sieg für die Hausherren letztlich aus. Die Groß-SG aus fünf Teilvereinen hat einfach unglaublich talentierte Einzelspieler und eine Kaderbreite, bei der unser kleiner VfB nicht mithalten kann. In der ersten Halbzeit konnten wir das Spiel noch offen gestalten und gingen torlos in die Pause, nach einer knappen Stunde waren wir nach schnellen Treffern von Pascal Lüneberg und Max Ermert auf einmal sogar in Führung. Am Ende erwies sich unser Lokalrivale spätestens nach den verletzungsbedingten Auswechslungen von Kapitän Jannik Hörster und Christian Platte als zu stark. Das 5:2 fügte sich dann leider in die Reihe mit den Spielen der Vorsaison ein, in denen wir mit 0:3 und 2:4 den Kürzeren gezogen hatten. So wird es im vierten Punktspielderby mal höchste Zeit für einen Überraschungserfolg. Was gäbe es Schöneres, als dem Tabellenführer im Lokaduell ein Bein zu stellen, selbst wenn das an den grundsätzlichen Machtverhältnissen im Daadener Land nichts ändert?


Szene vom Hinspiel in Friedewald: Weitefeld Kapitän Cichowlas gegen VfB-Spieler Ebener (Foto: Thorsten Buchner)

Überraschend gestrauchelt ist die SG indes schon letzte Woche gegen die von ihrem Ex-Spieler gecoachte SG Wallmenroth. Auf dem eigenen Platz in Weitefeld ging unser nächster Gast schon in der ersten Spielminute durch einen Treffer von Altmeister Sascha Mertens in Rückstand, lag nach fünfzig Minuten mit 0:3 hinten und schaffte selbst nur noch ein Tor. Die Wallmenrother, die in der torlosen Begegnung mit uns eine Woche zuvor durchaus hätten verlieren können, brachten Weitefeld so die erste Heimniederlage bei. Platz 1 ging trotzdem nicht verloren, weil Rennerod daheim ebenfalls patzte. Beim Derby dürften die Weitefelder nun somit auf Wiedergutmachung aus sein – nicht zuletzt, damit die Tabellenführung auf keinen Fall flöten geht. Was den VfB-Spielern Mut machen dürfte: Aus den fünf Heimspielen gegen Tabellenführer in den letzten drei Jahren holten wir vier Unentschieden und einen Sieg, verloren also kein einziges Mal. Unser Team weiß demnach, wie es auf eigenem Platz gegen den Ligaprimus aufzutreten hat.

Ein neuerlicher Ausrutscher von Weitefeld würde definitiv Rennerod Freude bereiten. Die SG RESI (2., 38 Punkte) könnte dann bei der SG Wallmenroth (4., 30 Punkte) auf den Platz an der Sonne zurückkehren. Mit Weyerbusch (3., 33 Punkte) und Mittelhof (8., 25 Punkte) treffen zwei der Teams aufeinander, die 2026 noch ungeschlagen sind. Unser punktgleicher Tabellennachbar Alpenrod (5., 27 Punkte) erwartet unseren letzten Gegner Altenkirchen (9., 22 Punkte). Niederfischbach (7., 26 Punkte) muss gegen Schönstein (12., 15 Punkte) wieder in die Erfolgsspur finden. Die SG Gebhardshainer Land (11., 16 Punkte) und Wissen II (10., 21 Punkte) kämpfen im direkten Duell unmittelbar über der Gefahrenzone darum, wer sich von dieser absetzen kann. Abstiegskampf pur bietet das Spiel des Letzten Atzelgift (14., 7 Punkte) gegen den Vorletzten Hammer Land (13., 10 Punkte).

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