16. Spieltag (Sonntag, 8.3.2026, 15 Uhr): SG Wallmenroth/Scheuerfeld - VfB Niederdreisbach
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Nahezu optimal lief es für unseren VfB Niederdreisbach vor der Winterpause. In den letzten vier Spielen im alten Kalenderjahr holte die Schnell-Elf drei Siege und ein Unentschieden. Nie holte unser Verein einen besseren Punkteschnitt in der Hinrunde als in der laufenden Saison. So ging man mit einem richtig guten Gefühl und punktgleich mit dem Tabellen-Vierten in die fußballfreie Zeit. Genau bei diesem Tabellennachbarn, der SG Wallmenroth/Scheuerfeld, startet an diesem Sonntag die Restrunde.
In der Zwischenzeit hat die Stimmung beim VfB allerdings einen deutlichen Dämpfer erhalten. Emilian Hees, unser bester Torschütze der aktuellen Spielzeit, verletzte sich in der Halle ohne Einfluss eines Mit- oder Gegenspielers schwer und wird über diese Saison hinaus nicht mehr auf den Platz zurückkehren können. Nach der schlimmen Verletzung unseres Rekordspielers Sandro Josten zum Abschluss der Hinrunde, die ein Comeback unmöglich macht, ist Hees‘ Ausfall der zweite herbe personelle Rückschlag.
Hinzu kommt, dass zwei Testspiele kurzfristig abgesagt werden mussten, sodass es nur zwei Vorbereitungsspiele gab. Beim Siegerländer A-Ligisten TuS Deuz konnte ein ordentliches 2:2 eingefahren werden. Beim B-Ligisten Herdorf setzte es daraufhin am vergangenen Sonntag eine schmerzhafte 0:6-Pleite. Man sollte dabei zumindest berücksichtigen, dass in diesem Spiel neben den angesprochenen Langzeitverletzten zahlreiche weitere Ausfälle zu beklagen waren: Es fehlten unter anderem unser Kapitän Jannik Hörster sowie die Hochkaräter Niklas Bender, Sebastian Zimmermann und Christian Platte. Dazu kommt, dass unser Stammtorhüter Niklas Platte angeschlagen war und nur sechs Minuten auf dem Platz stehen konnte, während unsere Nummer 2 zwischen den Pfosten Tim Daub, gar nicht erst einsatzbereit war. Ausfälle hin, Ausfälle her: Eine solche Niederlage bleibt schwer zu verdauen.
Trotz Punktgleichheit mit dem Gastgeber (und obwohl einige der in Herdorf fehlenden Spieler zurückerwartet werden) reist Niederdreisbach in der momentanen Lage als Außenseiter nach Wallmenroth. Natürlich wäre es wunderbar, wenn man an der SG vorbeiziehen oder zumindest dranbleiben könnte, doch das wird eine ganz schwierige Aufgabe. Im Hinspiel konnte unser VfB zwar dank eines Doppelpacks von Marlon Cepelack mit 2:1 triumphieren. Bereits in diesem Spiel Ende August blitzte aber das Können des Bezirksliga-Absteigers immer wieder auf und der Sieg war keinesfalls eine klare Sache. Außerdem: Anders als auf Asche ist Wallmenroth auf dem eigenen Rasenplatz fast unschlagbar. Einzig der Aufstiegsfavorit Weitefeld entführte von dort alle drei Punkte, und das erst durch ein Tor in der 87. Minute, nachdem Wallmenroth zur Pause sogar 2:0 geführt hatte.

Im Hinspiel glich Hussein Jouni nach gut einer Stunde aus, am Ende reiste die Kempf-Elf aber punktlos ab. (Foto: Thorsten Buchner)
Mit absoluter Euphorie dürfte jedoch auch die SG Wallmenroth nicht in das Spiel gegen den Tabellennachbarn aus Niederdreisbach gehen. Im Nachholspiel Ende November trennte sich die Kempf-Elf torlos von der SG Atzelgift, die als Schlusslicht in den Wochen davor nur einen weiteren Punkt aus neun Spielen eingefahren hatte. Auch die Vorbereitung nach dem Jahreswechsel hat sich Wallmenroth ganz sicher anders vorgestellt. Erreichte man beim Hachenburger Pils-Cup im Januar noch die Zwischenrunde, gingen im Februar alle drei Testspiele unter freiem Himmel deutlich verloren: 1:6 in Wilnsdorf, 0:9 in Betzdorf und 1:8 in Malberg. Mit dem Tabellenführer der Kreisliga A Siegen-Wittgenstein und dem Führungsduo der heimischen Bezirksliga hatte sich Wallmenroth für diese Vorbereitungspartien allerdings auch sehr ambitionierte Gegner ausgesucht. Insofern kann man die drei hohen Niederlagen der SG nur schwer mit unserer in Herdorf vergleichen.
Diese Testspielergebnisse spielen letztlich ohnehin keine Rolle, wenn es am Sonntag mit dem Ligabetrieb weitergeht. In der laufenden Meisterschaft stehen sowohl Wallmenroth als auch Niederdreisbach gut da. Noch dazu steht unser Gegner sogar im Halbfinale des Kreispokals. Der erste Wallmenrother Pokalsieg seit 15 Jahren ist also in greifbarer Nähe. Erst einmal zählt jetzt aber das nächste Ligaspiel. Beim Duell der zweit- und drittbesten Defensive (VfB: 24 Gegentore, SG: 26 Gegentore) könnte es auch darum gehen, wer die sich bietenden Torchancen am effizientesten nutzt. In jedem Fall hoffen die VfB-Fans bei einem starken Gegner auf einen besseren Auftritt als bei der Generalprobe in Herdorf. Es wird auch mal wieder höchste Zeit für ein Erfolgserlebnis in Wallmenroth. Der letzte und bisher einzige Punktgewinn bei Wallmenroths Erster ist fast 13 Jahre her: ein torloses Unentschieden im April 2013. Danach gab es für unser Team in der Dasberg-Arena bis zu Wallmenroths Aufstieg in die Bezirksliga vier Niederlagen in Serie, die zum Teil sehr deutlich ausfielen: 3:4 2014, 0:3 und 0:6 2015, 0:3 2017. Hoffentlich können wir diese traurige Bilanz am Sonntag ein wenig aufhübschen.
Rein tabellarisch wäre zum Glück auch eine Niederlage in Wallmenroth verschmerzbar. Nur zwei Teams könnten uns im Tableau überholen. Eines davon, der SV Adler Niederfischbach, der mit 25 Punkten nur einen Platz und einen Zähler hinter uns liegt, erwartet am 16. Spieltag aber die SG Rennerod (1., 36 Punkte) und dürfte es somit schwer haben. Die SG Alpenrod (7., 24 Punkte) kann gegen den Vorletzten aus dem Hammer Land (10 Punkte) dagegen fest mit einem Heimdreier planen. In der Tabellenmitte duellieren sich die punktgleichen Teams aus Mittelhof (9., 19 Punkte) und Altenkirchen (8., 19 Punkte). Wissen II (10., 17 Punkte) könnte sich durch einen Erfolg gegen Schlusslicht Atzelgift (6 Punkte) vorerst aus dem Abstiegskampf verabschieden. Schönstein (12., 11 Punkte) hat schon vier Punkte Rückstand aufs rettende Ufer, und dieser Rückstand wird durch das Spiel beim SSV Weyerbusch (3., 29 Punkte) wohl kaum kleiner werden. Auf dem Hartplatz in Fensdorf trifft Abstiegs- auf Aufstiegskampf, wenn die SG Gebhardshainer Land (11., 15 Punkte) gegen die SG Weitefeld (2., 36 Punkte) spielt.