13. Spieltag (Sonntag, 2. November 2025, 15 Uhr): SG Atzelgift/Nister - VfB Niederdreisbach

 --:-- VfBLogo


Am letzten Hinrundenspieltag spielt der VfB Niederdreisbach in Atzelgift. Unser Gegner hat als Schlusslicht bisher erst fünf Punkte eingefahren und auch erst neun Tore erzielt. Unser Team steht dagegen mit 19 Punkten auf Platz 7 und somit sicher auch zur Saisonmitte in der oberen Tabellenhälfte. Unter diesen Voraussetzungen muss der VfB natürlich mit der klaren Favoritenrolle in diesem Spiel leben, zumal unser nächster Gastgeber daheim erst zwei Punkte holen und nur drei eigene Tore schießen konnte. Der letzte dieser beiden Punkte wurde am achten Spieltag erkämpft, also vor fünf Wochen. Den bisher einzigen Sieg holte Atzelgift auswärts: am fünften Spieltag bei der SG Hammer Land.
Niederdreisbach zeigt sich dagegen weiterhin formstark und spielerisch überzeugend, war zuletzt gegen das Spitzenteam aus Weyerbusch über weite Strecken die bessere Mannschaft, blieb auch nach dem Pausenrückstand ruhig und konnte die Partie letztlich verdient noch in einen Sieg umwandeln. In den letzten sechs Spielen gab es für den VfB nur eine Niederlage. Lediglich Niederfischbach holte in diesem Zeitraum mehr Punkte als die Schnell-Elf, was die anhaltend starke Form unterstreicht.
So könnte durch einen Dreier am dreizehnten Spieltag die drittbeste Hinrunde der eigenständigen A-Liga-Geschichte erreicht werden, mit nur einem Punkt weniger als in den Hinrunden der Rekordsaisons 2021/22 und 2023/24. Und noch mehr: Da diese beiden Meisterschaften mit 15 statt 14 Teams ausgetragen wurden und es folglich pro Halbserie ein Spiel mehr gab, winkt tatsächlich im Debütjahr des neuen Trainergespanns Schnell/Utsch die Einstellung des Vereinsrekord für den höchsten Punkteschnitt in einer A-Liga-Hinrunde.
Wichtig wird es sein, den Tabellenletzten nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Damit das nicht passiert, reicht eigentlich schon ein Blick auf die eigene Bilanz gegen Atzelgift. In der Liga ist der VfB Niederdreisbach dem Aufsteiger seit unserem eigenständigen Neustart nie begegnet. In der Liga kreuzten wir letztmals vor dreißig Jahren, in der Saison 1995/1996, als Teil der SG Biersdorf/Niederdreisbach die Klingen mit der SG Atzelgift/Nister; damals landeten die beiden Mannschaften punktgleich auf den Plätzen 6 und 7 der Kreisliga B1. Immerhin viermal begegnete der VfB diesem Gegner aber in den letzten Jahren – mit äußerst schwacher Bilanz aus unserer Sicht, obwohl wir in jedes Spiel als klassenhöheres Team gingen: Ein Testspiel im August 2020 endete mit 1:2, im Viertelfinale des Kreispokals schieden wir im Juli 2021 mit 2:3 gegen den späteren Titelträger aus, im Juli 2023 stand es beim Vorbereitungsturnier der SG Mittelhof zwischen Atzelgift und Niederdreisbach bei Abpfiff 1:1, bevor wir uns im Elfmeterschießen behaupten konnten, nur um keine drei Wochen später im viel wichtigeren Kreispokalspiel mit 1:3 aus dem Wettbewerb zu fliegen. Kurzum: Atzelgift präsentierte sich uns in den letzten Jahren als äußerst unangenehmer Gegner, gegen den unser Team entsprechend konzentriert zu Werke gehen muss.


Beim letzten Aufeinandertreffen vor gut zwei Jahren flog der VfB bei der noch klassentieferen SG Atzelgift aus dem Kreispokal. (Foto: Thorsten Buchner)

Der angesprochene Kreispokalsieg als B-Ligist zeigt, dass mit Atzelgift schon seit Jahren zu rechnen ist, die Rückkehr ins Kreisligaoberhaus nach 36 Jahren für eine der langlebigsten Spielgemeinschaften im Fußballkreis also keine Überraschung darstellt. In den sieben Spielzeiten seit dem direkten Wiederaufstieg in die Kreisliga B landete die SG stets unter den Top-3 ihrer Staffel. Besonders bitter: In der Corona-Spielzeit 2020/21 stand Atzelgift bei Saisonabbruch an der Tabellenspitze, doch es gab anders als beim Abbruch ein Jahr zuvor keine Aufsteiger. Der Kreispokalsieg im später fortgesetzten Wettbewerb war da nur ein schwacher Trost. Im vergangenen Jahr war die SG also wohl einfach mal an der Reihe und hat sich den Startplatz in der Kreisliga A redlich verdient. Im Mai gelang dieser Erfolg als Vizemeister hinter der SG Gebhardshainer Land. An der Seitenlinie stand dabei Erfolgscoach Jens Reifenrath, der die SG schon von der C- in die B-Klasse geführt hatte und im Laufe der Saison 24/25 noch einmal zurückgekehrt war, nachdem man mit dem heutigen Altenkirchener Trainer Felix Ba Bly in die Saison gegangen war.
Zu diesem Zeitpunkt stand aber bereits fest, dass unabhängig von der Ligenzugehörigkeit ein anderer Trainer zur Saison 25/26 übernehmen würde: Der langjährige Weitefeld-Coach Jörg Mockenhaupt, dessen Engagement in Niederfischbach endete, hat jetzt beim Liganeuling das Sagen. Seine Verpflichtung war im Sommer die wichtigste Personalie, während der Kader sich gegenüber der Aufstiegssaison kaum verändert hat. Das Saisonziel „Klassenerhalt“ ist bei sieben Punkten Rückstand auf das rettende Ufer noch nicht ganz außer Sichtweite geraten, zumal es irgendwann noch ein Nachholspiel geben wird. Aus VfB-Sicht darf Atzelgift aber auch liebend gerne erst in der Rückrunde mit dem Einfahren der für den Ligaverbleib notwendigen Punkte starten.

Die rote Laterne wird Atzelgift an diesem Sonntag auf keinen Fall abgeben können, da die eigene Tordifferenz bei drei Punkten Rückstand auf Schönstein (13., 8 Punkte) zu schlecht ist. Unabhängig davon verspricht das Spiel des Vorletzten gegen den Drittletzten Hammer Land (12., 9 Punkte) viel Spannung. Den Absteiger Altenkirchen (8., 13 Punkte) und den Aufsteiger Gebhardshainer Land (11., 12 Punkte) trennen vor ihrer Begegnung zwar drei Plätze, aber nur ein Punkt. Zwischen den beiden liegen Mittelhof (10., 12 Punkte) und Wissen II (9., 13 Punkte), die bei gleichem Punktabstand ebenfalls aufeinandertreffen. Vor uns erwartet Niederfischbach (6., 21 Punkte) die SG Wallmenroth (3., 22 Punkte). Im Fernduell um die Herbstmeisterschaft müssen Rennerod (2., 27 Punkte) und Weitefeld (1., 30 Punkte) beide auswärts ran, nämlich bei den Verfolgern Alpenrod (5., 21 Punkte) und Weyerbusch (4., 22 Punkte). Sollte sich in all diesen Spielen der jeweilige Favorit durchsetzen, könnte Niederdreisbach durch diese Konstellation zur Saisonmitte also sogar noch ein paar Plätze nach oben klettern, wenn denn erst einmal die eigenen Hausaufgaben erledigt werden.

(zur Saisonübersicht)

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.