10. Spieltag (Sonntag, 12.10.2025, 15 Uhr): VfB Niederdreisbach - SG Mittelhof/Niederhövels
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Momentan läuft es richtig gut für den VfB Niederdreisbach. In den letzten drei Wochen gab es drei Siege – alle ohne Gegentor. So kletterte die Schnell-Elf mit jetzt 15 Punkten auf dem Konto seitdem von Platz 11 auf Platz 6. Sollte im Heimspiel am Sonntag der vierte Dreier hintereinander gelingen, würde der Vereinsrekord von vier A-Liga-Siegen in Folge eingestellt. In der vierzehnten eigenständigen Saison im Kreisligaoberhaus wäre das zum vierten Mal der Fall. Der neue Rekord für die meisten Zu-Null-Siege in Serie wurde in Hamm bereits aufgestellt – und das wohlgemerkt als fairstes Team der Liga, denn in der entsprechenden Wertung liegen wir aktuell ganz vorne.
So kann beim VfB gute Stimmung herrschen, obwohl Ausfälle das Bild trüben. Mit Kapitän Jannik Hörster ist in diesem Kalenderjahr nicht mehr zu rechnen. Auch Stefan Ermert, der letzte verbliebene Altstar der “Stunde Null”, kann derzeit nicht mitwirken. Insofern wird auch das nächste Spiel keinesfalls ein Selbstläufer.
Unser Gegner ist dann die SG Mittelhof/Niederhövels. Sie steht auf Platz 8 und somit im Mittelfeld der Tabelle. Mit ihren zehn Punkten kann sie uns also am Sonntag auf keinen Fall überholen. Die Mittelhofer Ergebnisse in der Liga waren in der letzten Zeit extrem schwankend. Seit September wechseln sich Niederlagen und Siege ab: Niederlage gegen Weyerbusch, Sieg gegen Atzelgift, Niederlage gegen Niederfischbach, Sieg gegen Gebhardshainer Land, Niederlage gegen Wallmenroth. Besonders auffällig dabei: Die hier genannten Siege gab es in der Fremde, während die Heimspiele verloren wurden. Der Erfolg im Kreispokal in Altenkirchen am 1. Oktober, wo Mittelhof auch schon das Ligaspiel Ende August gewann, verstärkt dieses Bild: Auf gegnerischen Plätzen ist Mittelhof nur ganz schwer zu schlagen. Der VfB Niederdreisbach muss gewarnt sein und von einem kniffligen Heimspiel ausgehen.
Die Mittelhofer Niederlage gegen Wallmenroth am vergangenen Sonntag war zudem denkbar knapp. Obwohl die Trautmann-Elf gegen den Titelanwärter bereits in der dritten Minute in Rückstand ging und noch vor der Pause das nächste Tor kassierte, gab sie sich nicht auf und kam etwa eine Viertelstunde vor Schluss sogar zum Ausgleich. Wallmenroths dritter Treffer in der letzten Minute der regulären Spielzeit verhinderte dann jedoch den Heimpunkt. Trotzdem lässt sich daraus ableiten, dass Mittelhof auch gegen Spitzenteams mithalten kann und sich von Rückständen nicht zurückwerfen lässt. Warum sollte die SG auch, denn mit Maurice Michel weiß das Team einen Torjäger in seinen Reihen, der immer für einen Treffer gut ist. Mit acht Toren nach neun Spieltagen liegt Michel auf Tuchfühlung mit den führenden der Torjägerliste und ist auf bestem Weg, seine Torausbeute im Vergleich zur Vorsaison (19 Treffer) sogar noch zu verbessern.
Apropos Vorsaison: Da präsentierte sich Niederdreisbach gegen Mittelhof äußerst gut. Vier Punkte gab es in der Liga, dazu kam der 4:1-Sieg im Achtelfinale des Kreispokals. Das direkte Duell ging also an uns, während Mittelhof in der Tabelle zehn Punkte und vier Punkte klar vor uns landete. Doch obwohl der Aufsteiger so zum Abschluss in der oberen Tabellenhälfte stand und sich der Kader kaum verändert hat (abgesehen vom typischen Hin- und Hergewechsel zwischen Mittelhof und Schönstein), wurde zu Beginn der laufenden Saison zumindest offiziell ganz bescheiden der Klassenerhalt als Ziel ausgegeben (siehe Tempo, Tore, Titeljagd vom 1.8.25). Insofern liegt unser nächster Gast, der in der gleichen Tabellenregion unterwegs ist wie in der letzten Saison, voll auf Kurs. Es kommt ein Gegner zu uns, der eindeutig stärker einzuschätzen ist als die SG Hammer Land, die letzte Woche von uns geschlagen wurde, selbst wenn Mittelhof Mitte August durch einen K.O.-Schlag in der Schlussminute gegen diesen Gegner knapp verloren hat.

Im November 2024 gewann der VfB im letzten Spiel vor der Winterpause bei der SG Mittelhof mit 2:1. (Foto: Thorsten Buchner)
Der Spieltag beginnt am Freitag mit einem richtigen Topspiel: Wallmenroth (2., 21 Punkte) erwartet Alpenrod (4., 17 Punkte) und könnte für zwei Nächte die Tabellenführung erobern. Weitefeld (1., 23 Punkte) würde sich diese am Sonntag aber ganz sicher zurückholen, da der Gegner SG Hammer Land heißt (13., 6 Punkte). Atzelgift (14., 5 Punkte) reist nach dem 1:6-Fiasko gegen Altenkirchen zum vorherigen Team von Trainer Mockenhaupt, also nach Niederfischbach (7., 10 Punkte). Schönstein (12., 7 Punkte) ist in der absurden Situation, zuletzt gegen den Spitzenreiter gepunktet zu haben und trotzdem auf einen Abstiegsplatz gefallen zu sein. Bei der SG Rennerod (3., 18 Punkte) wird es für die Sportfreunde nicht leichter. Da der Coach von Wissen II (11., 8 Punkte) nun interimsweise die Rheinlandligamannschaft betreut, steht die Reserve beim Heimspiel gegen Altenkirchen (9., 9 Punkte) vor einer unklaren Ausgangslage. Unser Tabellennachbar Weyerbusch (5., 16 Punkte) stellt sich im Aufsteigerduell bei der SG Gebhardshainer Land (10., 9 Punkte) vor.