2. Spieltag (Samstag, 16. August 2025, 16 Uhr): SG Gebhardshainer Land - VfB Niederdreisbach
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Vor dem zweiten Spieltag der Kreisliga A1 liegen die SG Gebhardshainer Land und der VfB Niederdreisbach gemeinsam auf Platz 10 der Tabelle. Das liegt daran, dass sie zum Auftakt beide 2:3 gegen einen Aufstiegsanwärter verloren haben: Die Gastgeber bei der SG Wallmenroth, die Gäste gegen Niederfischbach. Für beide Teams wäre auch ein Punkt möglich gewesen. Weil sie jedoch leer ausgingen, werden sie beide ihre Chance an diesem Samstag wittern und sich von den unteren Tabellenregionen absetzen wollen.
Dass der VfB nach nur einjähriger Pause wieder ins nahe Gebhardshainer Land reist, liegt am sofortigen Wiederaufstieg der dort beheimateten Spielgemeinschaft. Mit 92 eigenen und nur 17 gegnerischen Toren – beides wenig überraschend Ligabestwerte – sicherte sich der Absteiger die souveräne wie verdiente Meisterschaft in der Kreisliga B1. Neben dem Torschützenkönig Jan Niklas Franzen (20 Treffer) gab es mit Robin Kastl (17 Treffer) einen weiteren treffsicheren Offensivakteur. Die beiden bildeten das Top-Angriffsduo der heimischen B-Liga-Staffel, das dem erfahrenen Trainer Heiko Schnabel auch eine Liga höher zur Verfügung steht. Überhaupt haben mit Louis Hommes und Adriano Oppedisano nur zwei Spieler den B-Liga-Meister verlassen. Für sie sind drei Spieler intern aufgerückt, nämlich aus der eigenen Reserve und A-Jugend. Schnabel schenkt also seinem Aufstiegskader das volle Vertrauen. Überhaupt halten viele Spieler der SG die Treue. Schon nach dem Abstieg im Mai 2024 suchte sich lediglich einer von ihnen einen neuen Verein. Vierzehn Spieler des aktuellen Kaders gehörten so schon in der letzten A-Liga-Spielzeit zum Team. Anders als damals soll diesmal der Nicht-Abstieg erreicht werden.
In unseren Reihen gibt es zwei Spieler, die früher selbst für die SG Gebhardshainer Land um A-Liga-Punkte kämpften: Kapitän Jannik Hörster und Allzweckwaffe Pascal Lüneberg. Für sie kommt es also zu einem interessanten Wiedersehen mit alten Mitspielern und ihrem früheren Trainer – für „Lüne“ zum ersten Mal. Für beide dürfte diese Konstellation eine besondere Motivation mit sich bringen, zumal Lüneberg schon bei seiner Vorstellung im Winter einem solchen Spiel freudig entgegenblickte. Im letzten Dezember hatte er dabei schließlich prophezeit: „Wir spielen nächstes Jahr ein A-Liga-Lokalduell gegen mein altes Team!“
Insgesamt hatte der VfB Niederdreisbach gegen die seit 2018 bestehende Spielgemeinschaft bis jetzt die Nase vorn: fünf Siege, drei Unentschieden, drei Niederlagen. Die letzten Auswärtsspiele bei unserem kommenden Gegner verliefen für den VfB Niederdreisbach aber anders als erhofft. Im September 2023 gab es in Gebhardshain eine 2:3-Niederlage, die damals eine beeindruckende VfB-Serie von 15 Ligaspielen ohne Niederlage beendete. Ein halbes Jahr zuvor, im März 2023, verlor unser Team in Fensdorf sang- und klanglos mit 0:3. Vielleicht ist es also gut, dass diesmal woanders gespielt wird. Der diesjährige Spielort Steineroth könnte für die Schnell-Elf allein schon wegen des Hartplatzes zum Vorteil werden. Das letzte Spiel dort bestritt unsere Mannschaft vor fast acht Jahren. Gegen die damalige SG Steineroth-Dauersberg/Molzhain gab es ein 2:2 durch einen Doppelpack von Max Ermert.
Max Ermert konnte gegen Niederfischbach zumindest in der zweiten Halbzeit mitwirken, nachdem er in der Woche zuvor im Rheinlandpokal noch angeschlagen zum Zuschauen verdammt gewesen war. Er und der ebenfalls eingewechselte Lars Lapp trugen zum Aufbäumen gegen Niederfischbach bei, bei dem nicht viel zum späten Ausgleich fehlte. Bei Lapps Abschluss stand nur der Pfosten im Weg. Jedenfalls bewies unser neues Trainerteam mit der Hereinnahme von Ermert und Lapp ein gutes Händchen. Unsere dank hoher Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung gut gefüllte Bank lässt Spielraum, um auf den jeweiligen Spielverlauf adäquat zu reagieren. Egal mit welcher Aufstellung: Beim Aufeinandertreffen mit einem Aufsteiger, der den Klassenerhalt als Saisonziel ausgerufen hat, soll natürlich die zweite Niederlage unbedingt vermieden werden.

Nach seiner Sperre wieder einsatzberechtigt: VfB-Rekordspieler und Gebhardshain-Schreck Josten, der schon neunmal gegen die SG Gebhardshainer Land traf, zudem insgesamt neunmal gegen die Vorgänger-SGs aus Fensdorf und Steineroth. (Foto: Thorsten Buchner)
Die sieben Partien des zweiten Spieltags gehen zu fünf verschiedenen Anstoßzeiten über die Bühne. Am Freitag besucht die SG Hammer Land nach ihrem Auftaktsieg die SG Mittelhof, die zum Auftakt einen Punkt in Schönstein erreichte. Neben dem VfB-Spiel gibt es zwei Ansetzungen für den Samstag, allerdings zu späteren Uhrzeiten. Niederfischbach erwartet zum Kirmesspiel die SG Weitefeld, die am Sonntag Atzelgift mit 4:0 in die Schranken wies. Danach trifft Alpenrod nach der Punkteteilung mit Wissen II auf die punktgleichen Schönsteiner. Das erste Duell zweier Bezirksliga-Absteiger bestreiten Altenkirchen und Wallmenroth. Die beiden Aufsteiger Weyerbusch und Atzelgift gerieten zum Start mit 0:8 bzw. 0:4 unter die Räder und haben nun erneut starke Gegner vor der Brust: Der SSV misst sich mit Titelanwärter Wissen II, während Atzelgift Besuch von Weyerbusch-Bezwinger Rennerod bekommt.