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Nachholspiel zum 17. Spieltag (So., 08.05.2011, 14:30 Uhr): SG Mittelhof / Niederhövels - VfB Niederdreisbach

Mittelhof 4:4 VfBLogo50x50

Verrückter Muttertagtanz in Niederhövels

Zur Nachholpartie des 17. Spieltags hatte die SG Mittelhof / Niederhövels unseren frisch gebackenen Meister aus Niederdreisbach geladen. Die Brisanz jenes Aufeinandertreffens, lag in den völlig unterschiedlichen Voraussetzungen beider Teams. Die Gastgeber stecken noch mitten im Kampf um den zweiten Tabellenplatz, welcher die Aufstiegschance durch ein Relegationsspiel verspricht, der VfB ist schon sicher Meister. Doch wer dachte, die Niederdreisbacher hätten die Saison abgehakt und wären nun leichte Beute, der sah sich getäuscht. Ein furioses Spiel sollte die Zuschauer 90 Minuten lang fesseln. Gleich in Minute eins schlugen die Mittelhofer das erste Mal zu und gingen in Führung. Ein perfekter Start nährte die Aufstiegshoffnungen. VfB Verteidiger Marcel Nies gefiel das aber überhaupt nicht. Demzufolge köpfte er im direkten Gegenzug die Ecke von Sandro Josten zum Ausgleich ein. In der sechsten Spielminute erzielte Josten selbst das zwei zu eins für den VfB. Und wie! Er bekommt den Ball von Lars Wilhelm an die linke Strafraumecke, von wo er gnadenlos volley abfeuert – Traumtor. Wenig später durfte Topscorer Stefan Ermert den nächsten Treffer erzielen. Aus der Distanz fasste er sich ein Herz, hielt drauf und durfte jubeln. Die unglaubliche Anfangsviertelstunde der Begegnung rundete schließlich Florian Bender ab. Nach einem Tumult im Strafraum der Gastgeber, fiel ihm das Leder vor die Füße. Mit dem Rücken zum Tor sah er keine andere Möglichkeit, als den Ball mit der Hacke zu verwerten – der vierte Streich des VfB. Die restliche halbe Stunde im ersten Durchgang hielten beide Schlussmänner ihren Arbeitsplatz sauber. Mittelhof sträubte sich gegen die drohende Niederlage. Sie demonstrierten dies mit einigen guten Angriffen. Die beste Gelegenheit war ein Freistoß, der nur noch von der Querlatte aufgehalten werden konnte. Nach dem Pausentee kam die SG ambitioniert aus der Kabine. Der VfB verlor seine Effektivität der ersten Halbzeit und geriet zunehmend in Bedrängnis. So erzielte Mittelhof in Minute 57 per Foulelfmeter das zwei zu vier. Einige Momente später war die Partie dann wieder offen. Ein Eigentor des VfB bedeutete den Anschluss sowie neue Hoffnung für die Hausherren. Einen sicher geglaubten Sieg wollte der Meister jedoch nicht kampflos aus der Hand geben. Als Folge dessen entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch zwischen den Teams, die sich abwechselnd Torchancen heraus spielten. Zehn Minuten vor dem Ende fast der Ausgleich. Nur noch die Querlatte stand dem Erfolg der SG im Weg. Deren Körpersprache signalisierte nun den absoluten Willen, mindestens noch einen Punkt zu ergattern. In der fünften Minute der Nachspielzeit, war es soweit. Mit einem unhaltbaren Fernschuss gelang den Mittelhofern der Ausgleich. Am Ende hieß es vier zu vier.

Fazit: An Spieltag eins nach der Meisterfeier, präsentierte sich der VfB keineswegs als erfolgsmüder Sparringspartner, sondern bot den Gastgebern eine schwierige Herausforderung. Nach dem frühen Rückstand spielte man traumhaften Fußball und ging mit vier zu eins in die Halbzeit. Eine bemerkenswerte Leistung von der SG Mittelhof / Niederhövels, in dieser aussichtslosen Situation die Motivation hoch zu halten, um sich schließlich mit dem Schlusspfiff noch einen Punkt zu erkämpfen. Eine nette Geste von der ausgesprochen gastfreundlichen SG, waren die Glückwünsche zur Meisterschaft und die Überreichung eines Blumenstraußes vor dem Spiel. Diese wahrten ihre Chance auf Platz zwei mit dem Unentschieden und dürfen weiter in dem engen Kampf um den Relegationsplatz mit mischen. Besonders erfreulich auf Seiten des VfB: Das Comeback von Christian Meyer, der nach langer Verletzung sein erstes Pflichtspiel im Jahr 2011 absolvierte.

Aufstellung: Pierre Zeitz, Mike Bettenhausen, Thomas Kölzer, Marcel Nies, Lars Cepelack, Juri Priert,  Stefan Ermert, Ünal Eyüboglu, Sandro Josten (88. Matti Höfer), Lars Wilhelm (59. Christian Meyer), Florian Bender (59. Konstantin Knautz)