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24. Spieltag (Sa., 30.04.2011, 15:30 Uhr): VfB Niederdreisbach - Ata Betzdorf

VfBLogo50x50 1:1 Ata

VfB erkämpft vorzeitig zweite Meisterschaft in Serie

Die Vorzeichen waren eindeutig. Beim Spitzenspiel des Tabellenführers auf heimischem Platz gegen die Verfolger AtA Betzdorf musste ein Punkt her, um die Meisterschaft sowie den damit verbundenen Aufstieg in die B-Klasse bereits vier Spiele vor Saisonende unter Dach und Fach zu bringen. Mit drei Torchancen in der Anfangsviertelstunde unterstrich der VfB zunächst seine Ambitionen. Erst versuchte sich Sandro Josten mit einem Schuss, den er an das Aluminium bugsierte. Der Schiedsrichter hatte jedoch ohnehin auf Abseits entschieden. Dann legte Ünal Eyüboglu mit einem Kopfball nach. Er verpasste die Führung denkbar knapp. Schließlich zeigte Konstantin Knautz noch einen Fallrückzieher, welcher ihm von Stefan Ermert aufgelegt wurde. Die Aktion sah spektakulär aus, konnte das Tor der Gäste aber nicht ernsthaft in Gefahr bringen. Im Nachgang dieser Aktionen passierte in den beiden Strafräumen lange Zeit wenig, da sich die zwei Mannschaften auf Augenhöhe begegneten und sich neutralisierten. Doch kurz vor der Halbzeit bliesen die Herren von Ataspor zur Attacke. Minutenlang belagerten sie mit gefährlichen Aktionen die Spielhälfte des VfB. In Minute 43 erzielten sie folgerichtig den Führungstreffer. Konsequent versuchten sie weiterhin Druck zu machen, doch der Pausenpfiff des Schiedsrichter bot dem VfB Gelegenheit zum durchatmen. Neu sortiert ging es in Halbzeit zwei. Es folgten 45 Minuten die durch eine allgegenwärtige Spannung geprägt waren. Man spürte, dass der VfB unbedingt gewillt war, die Meisterschaft vor heimischer Kulisse zu erreichen. Der Gegner machte es ihm nicht leicht. So sahen die Zuschauer erstmals in der 60. Spielminute wieder eine nennenswerte Aktion des VfB. Der Ball flog hoch in den Strafraum der Gäste, wo ihn Sandro Josten bereits erwartete, aber knapp scheiterte. Zwei Minuten später bebte der Sportplatz in Niederdreisbach. Exzellent eingesetzt von Steffen Trapp erzielte Kapitän Lars Wilhelm den viel umjubelten Ausgleichstreffer für sein Team. In diesem Augenblick war der VfB uneinholbarer Erster in der Blitztabelle. Nun galt es, die letzte halbe Stunde keinen Gegentreffer mehr zu kassieren. Meistertrainer Uwe Jünge entschied sich zehn Minuten vor dem Ende, deshalb den Torschützen heraus zu nehmen, um mit Lars Cepelack eine weitere Defensivstütze zu bringen. Wie sich herausstellen sollte, eine gute Wahl. Denn AtA gab sich mit dem Unentschieden nicht zufrieden. Immer wieder versuchten sie Druck auszuüben und den Torerfolg heraufzubeschwören, wenngleich ihnen dabei keine besonders bedrohlichen Vorstöße mehr gelungen.

Fazit: Der VfB Niederdreisbach wird nach seiner Neugründung 2009 zum zweiten Mal in Serie Meister und tritt nächstes Jahr in der B-Klasse an! Am Tag des Erfolgs stand man einem sehr starken und mit fairen Mitteln kämpfenden, sympathischen Gast aus Betzdorf gegenüber. In diesem Spiel galt es, mannschaftliche Geschlossenheit, gepaart mit unermüdlichem Einsatz an den Tag zu legen. Genau das tat der VfB. Im Angesicht der Maifeierlichkeiten wollte man unbedingt auf heimischem Terrain die Meisterschaft klar machen. Dieser Wille war ausschlaggebend für den Erfolg. Besonders schön dass die drei zum Saisonende ausscheidenden Akteure Lars Wilhelm, Mike Bettenhausen und Marcel Nies die in den vergangen Spielzeiten tolles für den Klub leisteten, nun gemeinsam mit der Mannschaft einen krönenden Abschluss feiern dürfen. Besonders kurios: Der VfB spielte bislang noch nie unentschieden in einem Meisterschaftsspiel. Ausgerechnet an jenem Tag, der die Mannschaft nur noch einen einzigen Punkt vom Aufstieg trennte, geschah diese Premiere.

Aufstellung: Pierre Zeitz, Mike Bettenhausen, Patrick Fries (60. Steffen Trapp), Marcel Nies, Patrick Kober, Thomas Kölzer, Konstantin Knautz, Stefan Ermert, Ünal Eyüboglu (60. Uwe Jünge), Sandro Josten, Lars Wilhelm (83. Lars Cepelack)

Meistermannschaft_2011