14. Spieltag (verlegt auf Sonntag, 27. Dezember 2021, 14:00 Uhr): VfB Niederdreisbach - SG Lautzert-Oberdreis/Berod-Wahlrod

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Dieses Spiel konnte am 14. Spieltag nicht durchgeführt werden und wurde auf zuerst auf das erste Dezember-Wochenende und nun auf den 27. Februar verlegt. Seit dem ursprünglichen Vorbericht hat sich an der Konstellation nicht viel verändert. Lautzert ist weiterhin Tabellenführer und Niederdreisbach ist wieder Vierter. Insofern sei an dieser Stelle auf den damaligen Text verwiesen (siehe unten). Zu ergänzen ist allenfalls, dass die Dominanz des Spitzenreiters nur noch größer geworden ist: Die SG ist zur Winterpause ungeschlagen - als einzige der 109 Seniorenmannschaft aus dem Fußballkreis WW/Sieg. Dabei hat sie seit neun Spielen keinen einzigen Punkt mehr abgegeben. Lautzert hat die Chance, durch einen Sieg im Nachholspiel den Vorsprung auf Betzdorf als ärgsten Verfolger auf zwölf Zähler auszubauen, wobei man dann schon fast nicht mehr von Verfolgern sprechen kann. Alles andere als ein Sieg der Gäste wäre also eine Sensation.


Ursprünglicher Vorbericht

Es gibt einige traditionsreiche Teams in der Kreisliga A WW/Sieg, die gern von einer Rückkehr in die Bezirksliga sprechen und den Aufstieg mit allen Mitteln anstreben, doch die SG Lautzert-Oberdreis/Berod-Wahlrod hat gegen Ende der Hinrunde eindeutig die besten Karten. Unser nächster Gegner steht zwei Spiele vor der Saisonhalbzeit mit sechs Punkten Vorsprung vor Betzdorf und sogar neun Punkten vor Friesenhagen, Niederdreisbach und Herdorf souverän an der Tabellenspitze. Weil Betzdorf bereits ein Spiel mehr absolviert hat als die anderen Mannschaften im oberen Drittel, ist Lautzert die Herbstmeisterschaft bereits nicht mehr zu nehmen.
Es kann dabei keinen Zweifel darüber geben, dass dieser inoffizielle Titel verdient ist. Während die gesamte Konkurrenz bereits mindestens dreimal als Verlierer vom Platz ging, ist die junge SG noch ungeschlagen und hat zehn von zwölf Spielen gewonnen. Angeführt von seinem Starstürmer Mario Pavelić traf der Spitzenreiter bereits 43-mal ins Schwarze, erzielte im Schnitt also über dreieinhalb Tore pro Spiel. Wenig überraschend ist das Ligabestwert. In Bezug auf die Gegentore hat sich im bisherigen Saisonverlauf nur der VfB Niederdreisbach ein wenig besser geschlagen: Die SG musste dreizehn hinnehmen, der VfB elf.
Dass Lautzert solche Zahlen aufweisen kann, ist selbstverständlich alles andere als überraschend. Neben Friesenhagen war die Mannschaft von Zvonko Juranović vielmehr schon vor Saisonbeginn der große Titelanwärter gewesen: Die gesamte Konkurrenz nannte Lautzert im Sommer als Titelfavoriten (siehe Tempo, Tore, Titeljagd) und die Roten selbst strebten einen Platz auf dem Treppchen an. Das ist wenig verwunderlich, denn in allen drei Saisons seit dem Zusammenschluss der Spvgg. Lautzert-Oberdreis und dem SC Union Berod/Wahlrod spielt die neue Spielgemeinschaft in der Kreisliga A oben mit. Vor einem Jahr hatte die SG wie auch in der aktuellen Spielzeit kein einziges Spiel verloren und stand logischerweise an der Tabellenspitze – nur der Saisonabbruch verhinderte den Aufstieg in die Bezirksliga. 2020 lag der Torschnitt übrigens sogar bei fast 5,5 Toren pro Spiel. Mario Pavelić allein traf in der vergangenen Saison häufiger als der gesamte Kader von 12 der 14 anderen Teams der Liga. Aber der Herbstmeister weiß eben auch in der Verteidigung zu überzeugen.
Zumindest nominell ragt aus dem Defensivverbund eindeutig der Torhüter heraus. Hrvoje Vincek bestritt in den Jahren vor seinem Wechsel in die Kreisliga 58 Spiele in der zweiten kroatischen Liga, 84 Spiele in der viertklassigen Regionalliga Südwest und 33 Spiele in der fünftklassigen Hessenliga (Quelle: transfermarkt.de). Ein solcher Ex-Profi ist ganz bestimmt eine Bereicherung für die gesamte Liga. Andererseits ist es ein eindeutiger Beleg für die Stärke der Niederdreisbacher Abwehr, dass VfB-Torwart Pierre Zeitz sogar zwei Tore weniger kassiert hat als der ehemalige Zweitliga-Schlussmann. Gerade auf dem eigenen Platz ist die VfB-Defensive fast noch perfekt. Nur ein einziges Gegentor gab es in den bisherigen sechs Heimspielen, allerdings nur beim 7:1-Erfolg gegen Nauroth.
Wenn es bei nur diesem einen Heimgegentreffer bleiben sollte, käme dies aber einem Wunder gleich. Der VfB Niederdreisbach ließ nämlich ausgerechnet am vergangenen Spieltag, eine Woche vor dem Spiel gegen den designierten Meister, drei gegnerische Treffer zu, zeigte sich also ungewohnt löchrig in der Verteidigung. Das coronabedingt einzige Aufeinandertreffen mit der jungen SG Lautzert-Oberdreis/Berod-Wahlrod spricht derweil auch nicht unbedingt dafür, dass Zeitz‘ Weste so weiß bleiben könnte wie in fünf der sechs vorherigen Heimspiele dieser Saison. Im November 2019 gab es gegen diesen Gegner eine 2:4-Heimniederlage. Im Oktober 2018 war der VfB auf dem heimischen Hartplatz dem noch eigenständigen SC Union Berod/Wahlrod sogar mit 0:4 unterlegen gewesen, während die Spvgg. Lautzert bei ihrem letzten eigenständigen Auftritt im Paradiesdorf mit 3:2 triumphiert hatte.

 
Beim bisher einzigen Spiel der SG BWLO gegen Niederdreisbach stand Trainer Juvanović im strömenden Regen selbst auf dem Platz, als sein Team sich vor gut zwei Jahren mit 4:2 durchsetzte. (Foto: Thorsten Buchner)

Ein Punktgewinn gegen Lautzert im letzten Heimspiel vor der Winterpause wäre ganz sicher eine Überraschung. Die VfB-Elf wird aber daheim alles dafür geben, am Tag vor dem ersten Todestag unseres Betreuers Thomas Best für eine Sensation zu sorgen.

Schon am Samstag duellieren sich im Tabellenkeller Westerburg II (12., 12 Punkte) und Nauroth (13., 8 Punkte). Am Sonntag wird um 13 Uhr das Spiel zwischen Hamm (8., 15 Punkte) und Herdorf (5., 23 Punkte) angepfiffen, also eine Stunde vor dem Beginn in Niederdreisbach. Um 14:30 Uhr geht es in Daaden los, wenn unser Nachbar (11., 12 Punkte) die SG Alsdorf (9., 14 Punkte) überholen möchte. Zur gewohnten Zeit um 15 Uhr kommt es zu drei Partien: Das neue Schlusslicht Guckheim (15., 7 Punkte) erwartet Schönstein (7., 16 Punkte), Friesenhagen (3., 23 Punkte) empfängt Weyerbusch (10., 13 Punkte) und Niederfischbach (6., 16 Punkte) trifft auf die SG Gebhardshainer Land (14., 7 Punkte).

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