23. Spieltag (Samstag, 20.04.2019, 16:00 Uhr): VfB Niederdreisbach - SG Alsdorf/Kirchen/Freusburg/Wehbach

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Das Hinspiel gegen die SG Alsdorf/Kirchen/Freusburg/Wehbach dürfte vor allem Christian Hüsch bestens in Erinnerung geblieben sein. Am Tag des VfB-Oktoberfests schoss Niederdreisbachs treffsicherster Stürmer alle VfB-Tore beim 4:2-Auswärtssieg in Alsdorf. Da er auch beim darauffolgenden 3:1 gegen Weyerbusch sämtliche VfB-Treffer erzielte, konnte seine Mannschaft vor einem halben Jahr aufatmen und verbesserte sich durch diese zwei Spiele vom vorletzten auf den neunten Tabellenrang.


Allein gegen fünf Alsdorfer erzielt Hüsch hier eines seiner vier Tore im Hinspiel (Foto: Thorsten Buchner)

Vor dem Rückspiel haben sich die Vorzeichen für den VfB Niederdreisbach (7., 30 Punkte) deutlich verbessert. Seit dem Triumph im Hinspiel belegte die Reder-Elf nie mehr einen Abstiegsplatz. Stattdessen ist der VfB seit dem 2:0 beim SC Union Berod/Wahlrod vorige Woche erstmals in der oberen Tabellenhälfte platziert. Schon jetzt fehlt nur noch ein Zähler aus den verbleibenden vier Spielen, um die Punktausbeute der Vorsaison einzustellen. Zwar ist rechnerisch noch nicht alles in trockenen Tüchern, doch bei neun Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone scheint der vorzeitige Klassenerhalt in greifbarer Nähe.
Zur Erinnerung: vor einem knappen Jahr, als das Rückspiel gegen die SG Alsdorf/Kirchen ebenfalls am 23. Spieltag stattfand, war Niederdreisbach Vorletzter und musste in vier Spielen sechs Punkte auf das rettende Ufer aufholen. Der damalige 2:0-Sieg in Wehbach trug dazu bei, dass der Klassenerhalt letztlich gelang. Wenn man die aktuelle Situation mit der vor zwölf Monaten vergleicht, wird deutlich, wie weit sich das junge VfB-Team unter Dennis Reder entwickelt hat.
Eine Verbesserung um sechs Plätze innerhalb eines Jahres ist ein ligaweiter Spitzenwert, der nur mit einer weiteren Mannschaft geteilt wird – und zwar mit dem nächsten Gegner! Die SG Alsdorf/Kirchen/Freusburg/Wehbach stand im April 2018 auf Platz 10 und steht im April 2019 auf Platz 4. Seit dem 5:3-Erfolg im Nachholspiel gegen Weyerbusch am Mittwochabend hat die Caglayan-Elf sogar eindeutige Ambitionen auf Platz 3 angemeldet, denn die SG Daaden, die voraussichtlich am Gründonnerstag gegen den designierten Meister Rennerod Punkte verlieren wird, liegt jetzt nur noch zwei Zähler vor Alsdorf. Die SG dürfte also aufgrund der Tabellenkonstellation hochmotiviert in die Partie in Niederdreisbach gehen.  Außerdem wird sie natürlich auf Revanche für die 2:4-Heimpleite im Hinspiel aus sein.
Trotz der damaligen Niederlage und der Tatsache, dass Alsdorf seit fast drei Jahren auf einen Sieg gegen Niederdreisbach wartet (seither drei Niederlagen und zwei Remis), können sich die Roten übrigens nicht gegen die Favoritenrolle wehren. Die komplette Saison über lag Alsdorf vor Niederdreisbach und gleiches gilt auch für die gesamte letzte Spielzeit. Obwohl Alsdorfs bester Torschütze, der erst achtzehnjährige Niko Pees, bei „nur“ elf Toren steht, traf die gesamte Mannschaft bislang schon vierzehnmal mehr ins Schwarze als die VfB-Elf, wodurch die Tordifferenz um vierzehn Tore besser ausfällt. Vier der sechs Spiele nach der Winterpause entschied Alsdorf für sich; lediglich gegen die Spitzenmannschaft Niederfischbach und bei der Heimmacht Schönstein zog die SG den Kürzeren. Bei den vier Siegen traf Alsdorf stets mindestens dreimal das gegnerische Tor. Insofern sollte der VfB Niederdreisbach gewarnt sein: So einfach wie im Hinspiel wird es in keinem Fall werden. Im vorletzten Heimspiel der Saison steht ein hartes Stück Arbeit vor dem Gastgeber.

Am Gründonnerstag schaut die Liga zunächst nach Langenbach. Weil die SG Rennerod und die SG Herdorf am Ostermontag ihre Kreispokalhalbfinals bestreiten, werden ihre Paarungen nämlich schon früher ausgetragen als die übrigen. Rennerod reist damit zu einem Auswärtsspiel auf Daadens (3., 39 Punkte) Ausweichplatz, wo im Erfolgsfall die Sektkorken knallen können. Die mit dem VfB Niederdreisbach punktgleichen Herdorfer (6., 30 Punkte) müssen nach zuletzt einem Punkt aus vier Spielen dringend zu Hause gegen Alpenrod (11., 26 Punkte) den Schalter umlegen, um nicht doch noch unverhofft in den Abstiegsstrudel hinzugeraten. Unter den Partien am Samstag gibt es dann einen richtigen Abstiegskrimi: Im Derby zwischen Neitersen II (14., 17 Punkte) und Weyerbusch (13., 21 Punkte) trifft der Letzte auf den Vorletzten. Für die SG Gebhardshainer Land (13., 21 Punkte) hängen die Trauben bei Schönstein (5., 30 Punkte) hoch. Guckheim (10., 27 Punkte) konnte letzte Woche nach vier Niederlagen wieder gewinnen, sollte aber besser gegen Berod/Wahlrod (8., 28 Punkte) nachlegen. Im Erfolgsfall könnte Guckheim um mindestens zwei Plätze nach oben klettern, denn neben Berod/Wahlrod dürfte der Aufsteiger dann auch die SG Kirburg (9., 28 Punkte) überholen, die beim SV Adler Niederfischbach (2., 47 Punkte) vermutlich leer ausgehen wird. Im günstigsten Fall springt Niederdreisbach am Osterwochenende auf Platz 5, im ungünstigsten Fall droht ein Absturz auf Platz 9.

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