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5. Spieltag (verlegt auf Mittwoch, 27.09.2017, 19:30 Uhr): SG Meudt/Elbingen-Hahn/Berod - VfB Niederdreisbach

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Zweites torloses Unentschieden auf fremden Platz innerhalb von vier Tagen

Im Nachholspiel in Meudt hat der VfB Niederdreisbach vier Tage nach dem 0:0 in Daaden erneut hinten nichts anbrennen lassen und einen wertvollen Zähler eingefahren. Der VfB schiebt sich damit an Daaden vorbei und springt von den direkten Abstiegsplätzen nach oben. Mit einem Heimsieg am Sonntag gegen Weyerbusch kann nun auch der Relegationsplatz aus eigener Kraft verlassen werden.
So sah Trainer Christian Hensel den Auftritt in Meudt: "Das war eine absolut gute Teamleistung - bärenstark! Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen. Fehlende Spieler zählen bei mir nie als Entschuldigung, aber heute haben 14 Akteure gefehlt (darunter Leistungsträger wie Tim Meyer, Christian Meyer, Tom Rötter und Christian Hüsch) und so waren die Vorzeichen mehr als ungünstig. Wir haben das aber taktisch sehr gut umgesetzt. Meudt fiel aus meiner Sicht überhaupt nichts ein. So haben wir hier völlig verdient einen Punkt mitgenommen. Wenn dann vielleicht noch Max Ermert meinen Freistoß statt an die Latte ins Tor setzt, gehen wir sogar nicht unverdient als Sieger vom Platz! Aber auch so können wir zufrieden sein. Ein Sonderlob geht heute an Dustin Güdelhöfer, der nicht einen Zweikampf verloren hat und so entscheidend zum Punktgewinn beigetragen hat.. Dieser Punkt ist überragend für die Moral. Jetzt werden wir alles daran setzen, gegen Weyerbusch wieder zu unserer alten Heimstärke zurückzufinden und den ersten Heimdreier einzufahren. Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass Meudt genauso wie Daaden und auch wir in ein paar Wochen nicht mehr da unten stehen wird. Die Mannschaft von Stefan Waßmann verfügt über wesentlich mehr Qualität, als es die letzten Ergebnisse vermeintlich gezeigt haben."

Aufstellung des VfB: Schumacher, M. Ermert, St. Ermert, Marzisz (90. Grimm), Hofmann, Höfer, Josten, Hensel, Cavga (46. A. Lenz), Güdelhöfer, St. Lenz (90. Wellershausen)


Nachholspiel verschoben

Weil der VfB Niederdreisbach mit Attesten nachweisen konnte, dass ein Großteil der Mannschaft am 20. September nicht einsatzbereit gewesen wäre, wurde das Nachholspiel in Meudt auf den 27. September verschoben. An diesem Tag wird Meudt als Elfter gegen den Dreizehnten spielen. Bei einem Unentschieden würde Niederdreisbach zumindest Daaden vom Relegationsplatz verdrängen. Im Falle eines Sieges würde die Hensel-Elf die Abstiegsränge verlassen.


Kommentar zur Ansetzung des Nachholspiels

Nachtrag vom 19.9.2017: Das Nachholspiel wurde verlegt auf Mittwoch, 27.09.2017, 19:30 Uhr

Die Ausgangslage hat sich vor dem Nachholspiel noch einmal verschlechtert. Statt als Neunter reist der VfB nun als Vorletzter nach Meudt und ist dort enorm unter Zugzwang. Allerdings rechnet im Verein niemand damit, dass man am kommenden Mittwoch auch nur den Hauch einer Chance auf einen Punktgewinn hat. Schließlich wurde der Nachholtermin noch am gleichen Abend ohne Rücksprache und ohne Angebote einer Verschiebung festgesetzt; so kurzfristig kann das halbe Dutzend VfB-Spieler, das am Nachholtermin beruflich verhindert oder im Urlaub ist, natürlich nicht umplanen, wodurch sich zu den verletzten Spielern weitere Ausfälle gesellen, die unmöglich zu kompensieren sind. Christian Hensel wird froh sein, überhaupt elf Leute auf die längste Auswärtsfahrt mitzunehmen. Wir wünschen Schiedsrichter Orschel, der die Partie am Sonntag übrigens souverän leitete, von Herzen gute Besserung. Dass der Ausfall eines Offiziellen dem VfB nun so zum Nachteil wird (wofür der Unparteiische vom Sonntag natürlich nichts kann), ist jedoch äußerst ärgerlich.


Abbruch nach einer Stunde

Das Auswärtsspiel bei der SG Meudt/Elbingen-Hahn/Berod musste nach etwa einer Stunde abgebrochen werden, weil Schiedsrichter Klaus Orschel sich ohne Einfluss von Spielern verletzt hatte und die Leitung der Partie nicht fortführen konnte. In einer durch Fehlpässe auf beiden Seiten geprägten ersten Halbzeit war der Gastgeber bereits nach zehn Minuten durch ein aus mangelnder Absprache in der VfB-Abwehr resultierendes Eigentor in Führung gegangen. Nach einer Henselschen Kabinenpredigt hatte Niederdreisbach dann nach dem Seitenwechsel mehr Zugriff auf das Spiel. Konsequenterweise fiel nur sieben Minuten nach Wiederanpfiff der Ausgleich: Nach einem Pfostentreffer Sandro Jostens landete der Ball bei Matthias Hofmann. Unsere Nummer 13 reagierte glänzend und versenkte den Ball wohlüberlegt in der langen Ecke. Bis zum Abbruch blieb der VfB am Drücker, mit einem Unentschieden hätte man aber sicherlich auch leben können. So bleibt nun abzuwarten, wann die Partie wiederholt werden kann.

Aufstellung des VfB: Schumacher, M. Ermert, St. Ermert, T. Meyer, Ch. Meyer, Marzisz, Hofmann, Höfer (46. Hempel), Rötter, Josten, St. Lenz

Torschütze für den VfB: Hofmann


Vorbericht zum Ursprungstermin

„VfB beendet Meudt-Fluch“ lautete der Titel unseres letzten Spielberichts von einer Partie gegen die SG Meudt/Elbingen-Hahn/Berod. Das torlose Unentschieden vor etwa zehn Monaten beendete nämlich eine sieben Spiele währende Niederlagenserie gegen diesen Gegner. So richtig vorbei ist die Niederdreisbacher Schreckensbilanz gegen die SG damit aber noch nicht, denn den letzten Sieg gegen Meudt feierte der VfB vor viereinhalb Jahren. Wenn man es ganz genau nehmen will: In Meudt konnte Niederdreisbach noch nie gewinnen, weil es den einzigen Auswärtserfolg gegen die Rot-Weißen vor fast genau fünf Jahren im benachbarten Berod gab.
Es wäre also an der Zeit, die Bilanz in direkten Duellen aufzupolieren! Die Chancen hierzu stehen vielleicht so gut wie lange nicht mehr. Schließlich ging es für den VfB Niederdreisbach (9., 4 Punkte) zuletzt bergauf; vor einer Woche konnte erstmals in dieser Spielzeit die Abstiegszone verlassen werden. Meudt hingegen, starker Dritter des Vorjahres und somit Mitfavorit auf die Meisterschaft, geht mit vier Pflichtspielniederlagen in Folge in die Partie gegen die Gäste aus dem Daadetal. Dabei hatte die Saison so gut für die Waßmann-Elf begonnen. Mit 5:0 zerlegte die Mannschaft in der ersten Halbzeit des ersten Ligaspiels Niederfischbach nach allen Regeln der Kunst. In der zweiten Halbzeit schlug der SV Adler zwar mit drei Toren zurück, doch Meudt rettete den Vorsprung über die Ziellinie. Es folgten in der Meisterschaft Niederlagen gegen Berod, Neitersen II und Steineroth, wodurch unser nächster Gegner bei drei Punkten stehen geblieben ist und als Elfter einzig aufgrund der passablen Tordifferenz nicht auf dem Relegationsplatz steht. Niederlage Nummer 4 gab es schließlich unter der Woche im Kreispokal, als man gegen Rennerod in der Verlängerung die Segel streichen musste, obwohl der Gegner über sechzig Minuten in Unterzahl agierte.
Mit einem so ernüchternden Auftakt der SG Meudt hat wohl sowohl rund um die Spielgemeinschaft als auch in der gesamten Liga niemand gerechnet. Ein wichtiger Grund dafür ist sicherlich die Tatsache, dass Urgestein Lukas Blech noch gar nicht zum Einsatz gekommen ist. VfB-Trainer Christian Hensel weiß auch, dass bei Meudt „ähnlich wie bei uns, wo auch am Sonntag wieder elf Spieler fehlen werden“, etliche Akteure verletzt sind. Genauso schwer wiegt, dass Maximilian Stähler, mit 15 Treffern bester Torjäger des Teams in der letzten Saison, ebenso wie Mario Kulmer den Lockrufen des ambitionierten Bezirksligisten SG Hoher Westerwald nicht widerstehen konnte. Die Verantwortlichen in Meudt, Berod, Elbingen und Hahn waren deshalb vernünftig genug, trotz der tollen Saison 16/17 nur einen Platz im gesicherten Mittelfeld einzufordern (siehe „Tempo, Tore, Titeljagd“), wohingegen immerhin fünf Konkurrenten die SG als einen der Favoriten nannten. Auch wenn man bei unserem kommenden Gastgeber bescheidener ist, wird wohl auch dort keiner dauerhaft auf Platz 11 festhängen wollen. Der VfB Niederdreisbach muss also mit einer Mannschaft rechnen, die nun das Ruder herumreißen möchte – ganz so, wie es der Hensel-Elf inzwischen gelungen ist.
Da traf es sich gut, dass unser Pokalspiel gegen Offhausen kurzfristig verschoben wurde und der Niederdreisbacher Trainer am Mittwochabend seinen Konkurrenten beobachten konnte. Seine Erkenntnis lautet: „Da, wo die SG Meudt jetzt steht, gehört sie definitiv nicht hin. Das Spiel gegen Rennerod, gegen die wir ja nur drei Tage vorher Unentschieden gespielt haben, war ausgeglichen, wie man ja auch daran sieht, dass es in die Verlängerung ging.“ Vor Ehrfurcht erstarrt ist Hensel aber nicht. „Ich habe ein paar Erkenntnisse gewonnen, die mich positiv stimmen, da was Zählbares mitzunehmen. Ich habe immer einen Matchplan, und der ist jetzt noch ausgefeilter“, zeigt er sich optimistisch. Taktische Details möchte er an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Grundvoraussetzung ist für ihn aber, „dass wir trotz anhaltendem personellen Engpass die gleiche Leistung und Konzentration wie gegen Stockum-Püschen auf den Platz bringen.“

Den Anfang an diesem fünften Spieltag machen unsere beiden letzten Gegner, die SG Rennerod/Irmtraut/Seck (8., 5 Punkte) und der SV Stockum-Püschen (13., 2 Punkte). Diese Paarung gab es in der Kreisliga A noch nie. In der Kreisliga B setzte sich in Stockum-Püschens Aufstiegsjahr 2014/2015 beide Male Rennerod durch. Am Sonntag kämpft Schlusslicht Herdorf darum, seinem einen Pünktchen gegen Steineroth (5., 8 Punkte) weitere hinzuzufügen. Weyerbusch (12., 3 Punkte) ist in der Liga zuletzt mit 1:5 und 0:4 unter die Räder gekommen und schied auch im Pokal sofort beim ersten Auftritt aus. Gegen Berod/Wahlrod (3., 9 Punkte) wird eine Trendwende aber sehr schwer. Immer noch ohne Gegentor ist Neitersen II (6., 8 Punkte). Nun reist der Aufsteiger zur SG Daaden (10., 3 Punkte), die in der Liga zuletzt überraschend dreimal hintereinander verlor. Mit ihrer jüngsten Bilanz zufrieden sein kann dagegen der SV Adler Niederfischbach (2., 9 Punkte), der an diesem Wochenende bei der SG Alpenrod (7., 6 Punkte) spielt. Niederfischbach möchte dann eine drei Spiele anhaltende Siegesserie ausbauen. Das absolute Spitzenspiel der Woche tragen die an die Tabellenspitze zurückgekehrte Spvgg. Lautzert (1., 9 Punkte) und die punktgleiche SG Alsdorf (4., 9 Punkte) aus.

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