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1. Spieltag (Sonntag, 13.08.2017, 15:00 Uhr): VfB Niederdreisbach - SG Steineroth-Dauersberg/Molzhain

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Steineroth gelingt Revanche

Der SG Steineroth-Dauersberg/Molzhain ist die Revanche für das Scheitern in der Relegation 2016 gelungen. Vierzehn Monate nach der Niederlage in Niederdreisbach, die zur Folge hatte, dass die SG ein weiteres Jahr in der Kreisliga B ausharren musste, gelang ihr an gleicher Stelle als Aufsteiger ein 3:1-Auswärtssieg zum Auftakt der Saison 2017/2018. Die Roten gingen in Folge eines Elfmeters mit einer 1:0-Führung in die Pause. Zwar traf der neue Niederdreisbacher Kapitän Stefan Ermert zwischenzeitlich zum Ausgleich, doch die zwei weiteren Tore (darunter ein weiteres per Strafstoß) konnte die Heimelf nicht mehr aufholen.
Laut VfB-Trainer Hensel war es eine unnötige Niederlage. "Wir müssen in den ersten zwanzig Minuten mit 2:0 führen," erklärte er nach dem Spiel. Tatsächlich gab es durch einen Hüsch-Freistoß und einen Josten-Abschluss in dieser Phase zwei gute Möglichkeiten. Dann ging der Gegner quasi bei seiner ersten Gelegenheit mit etwas Glück in Führung: Beim aus einem Foulspiel im Strafraum resultierenden Elfmeter klatschte der Ball an beide Pfosten und der Steinerother Spielertrainer Hellinghausen konnte zum 1:0 für sein Team abstauben. Noch vor der Pause gab es eine Riesenparade des Gästetorwarts Fabian Held, der einen Kopfball von Christian Hüsch aus dem Winkel fischte und so den verdienten Ausgleich verhinderte.
"Auch in der zweiten Halbzeit spielten wir druckvoller. Steineroth stand tief und operierte mit langen Bällen auf Hellinghausen," analysierte Hensel. Kapitän Stefan Ermert war es dann vorbehalten, den Ausgleich zu besorgen, was ihm persönlich sehr zu gönnen war, denn so konnte er seinen Fehler wieder gutmachten, der zum 0:1 geführt hatte. Im Anschluss war der VfB am Drücker. "Jetzt sah es eigentlich nach einem Heimsieg aus. Steineroth war praktisch tot, weil auch die langen Bälle nicht mehr ankamen", so Hensel - eine Ansicht, die sein Gegenüber Hellinghausen teilte. Stattdessen kam es aber zu einer vielleicht spielentscheidenden Gelb-Roten Karte für sein zweites Foulspiel. Hensel und Hellinghausen waren sich diesbezüglich nach Abpfiff einig, dass eine klare Linie in der Spielleitung fehlte und zum Beispiel bereits in der Anfangsviertelstunde einige Fouls gegen Josten ungeahndet blieben. Von beiden Mannschaften wurden insgesamt aber jeweils zwei Spieler mit einer Ampelkarte des Feldes verwiesen.
So oder so: Steineroth war durch die entstandene Überzahl wieder im Spiel und konnte erneut nach einem Konter und einem daraus resultierenden Elfmeter in Führung gehen. In der Schlussminute machte Hellinghausen nach einem weiteren erfolgreichen Konter mit seinem 3:1 alles klar.
Hensels Schlussfazit: "Glückwunsch an Steineroth und Trainer Hellinghausen! Wenn wir in Lautzert etwas Zählbares mitnehmen wollen, müssen wir cleverer spielen und uns nicht wie heute auskontern lassen."

Aufstellung des VfB: Schumacher, M. Ermert, St. Ermert, T. Meyer, Ch. Meyer, Marzisz (59. Enkirch), Hofmann (46. Hempel), Höfer (73. Cavga), Rötter, Josten, Hüsch

Torschütze für den VfB: St. Ermert


Vorbericht

Der VfB Niederdreisbach geht in seine neunte Saison, seit er sich 2009 aus der SG Daaden/Biersdorf/Niederdreisbach verabschiedet hat.  Selbst nach seiner Gründung 1975 konnte der Verein nicht so lange einen eigenständigen Spielbetrieb aufrechterhalten. Das neunte Jahr in Eigenregie ist also schon jetzt bemerkenswert!
Nachdem in Rekordzeit der Durchmarsch in die Kreisliga A geschafft wurde, tritt die Mannschaft zum sechsten Mal in Folge im Kreisliga-Oberhaus an. Der VfB ist somit ein etablierter A-Ligist: nur Niederfischbach, Alsdorf und Weyerbusch gehören der Liga schon länger an. Nach dem sensationellen vierten Platz im ersten Jahr unter Christian Hensel sind die Ansprüche des Vereins allerdings auch diesmal weiter bescheiden. Aufgrund des Umbruchs im Kader durch die Abgänge von Knautz, Kober, Simon Lenz, Schnell und Volk und die Neuzugänge von Cavga, Enkirch, Güdelhöfer, Krumm, Marzisz, Christian Meyer, Wellershausen und Zein wurde wie im letzten Jahr ein einstelliger Tabellenplatz als Saisonziel ausgegeben. Inwiefern die guten Testspielergebnisse (nach der Niederlage gegen Schönstein im allerersten Test fünf Siege und zwei Remis bei 17:2 Toren) auf eine neuerliche erfolgreiche Saison schließen lassen, wird sich nun ab Sonntag, den 13. August zeigen. Ein erstes gutes Omen könnte sein, dass im neunten Jahr seit dem Verlassen der SG das neunte Heimspiel am ersten Spieltag ansteht. So hat man direkt die eigenen Fans im Rücken und kann an die erfolgreiche Heimbilanz der Vorsaison anknüpfen, als auf eigenem Platz lediglich gegen Meister Wallmenroth und am letzten Spieltag gegen Niederfischbach verloren wurde, als Platz 4 schon feststand. Am ersten Spieltag war Niederdreisbach sowieso praktisch immer sofort voll da: Zum Meisterschaftsauftakt gab es seit 2009 sechs Siege, ein Remis und eine Niederlage bei 22:7 Toren.

Einen dieser Siege zur Saisonpremiere feierte der VfB 2014 gegen die SG Steineroth-Dauersberg/Molzhain, die drei Jahre später nun wieder zum ersten Spieltag anreist. Mit einem 5:0 wurde der Gegner damals aus dem Paradiesdorf gejagt (Torschützen: S. Lenz, Kuci, Schnell, Josten, Rötter). Niederdreisbach gelang in der Folge der Klassenerhalt, während Steineroth am Ende abstieg.
Nun meldet sich die SG also nach zwei Jahren Abstinenz zurück  und darf in ihr insgesamt fünftes Jahr in der Kreisliga A gehen. Fast wäre dem B2-Meister letztes Jahr bereits der direkte Wiederaufstieg gelungen, doch eine neuerliche Niederlage in Niederdreisbach ließ den Traum der Roten in der Relegation platzen. Der VfB blieb A-Ligist und die SG schaffte es erst in diesem Mai, nun jedoch als verdienter Meister. Trainer Hellinghausen machte in „Tempo, Tore, Titeljagd“ klar, dass es für sein Team um den Klassenerhalt geht, wobei sein Gegenüber Hensel im Interview deutlich machte: „Steineroth wird nichts mit dem Abstieg zu tun haben!“.
In seinem ersten A-Liga-Jahr als Steineroth-Coach vertraut Hellinghausen  auf den Meisterkader. Nur drei Abgänge musste er in der Sommerpause kompensieren, da die langjährige Defensivstütze Marco Köhler die Laufbahn beendete und außerdem Tobias Brenner und Sebastian Weib entschieden, einen Gang zurückzuschalten und zukünftig für die Reserve aufzulaufen. Dazu muss jedoch noch Michael Kleinhenz gezählt werden, der beruflich bedingt fehlen wird. Neben zwei Neuen, die aus der Jugend kommen, und einem Spieler von Betzdorf II gibt es eine aus Niederdreisbacher Sicht sehr interessante Personalie zu vermelden: Erblin Kuci, der bis zum sechsten Spieltag der vergangenen Spielzeit noch im VfB-Trikot auflief, versucht nach einer wenig erfolgreich verlaufenen Zeit in Herdorf einen weiteren Neustart – diesmal also in Steineroth. Beim Test gegen den Bezirksligisten Müschenbach (1:2 aus Steinerother Sicht) stand Kuci in der Vorbereitung in der Startelf. Bei den Freundschaftsspielen gegen Wallmenroth (2:3) und die Betzdorfer A-Jugend (4:2) fehlte er aber ebenso wie im Rheinlandpokal gegen Ellingen (0:2). Ohnehin dürften die Stützen im Steinerother Kader diejenigen sein, die teils seit Jahren das Spiel der SG prägen und zum Teil über Erfahrung im überkreislichen Bereich verfügen, zum Beispiel Scavelli, Pracht, Reifenrath, Gerhardus, Spieletrainer Hellinghausen und die Schäfer-Brüder. Alle diese Spieler werden den Niederdreisbacher Zuschauern am Sonntag wohlbekannt sein, schließlich absolvierte der VfB gegen kein Team mehr Testspiele, wie unsere Facebook-User im Rahmen unseres Weihnachtsquiz erfuhren. Im vierzehnten Aufeinandertreffen innerhalb von gut sieben Jahren darf die Heimelf dabei nicht verlieren, wenn sie ihre positive Bilanz von sechs Siegen, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen in direkten Duellen aufrechterhalten möchte. Diese Statistik zeigt gut, wie knapp es in den letzten Jahren zwischen Steineroth und Niederdreisbach herging. Das Spiel am Sonntag könnte sich in die Reihe einfügen und für Spannung bei den Fans sorgen.

Nicht alle Partien des ersten Spieltags gehen parallel zu unserem Heimauftakt über die Bühne. Den Anfang machen Stockum-Püschen (Vohrjahres-9.) und Aufsteiger Neitersen II bereits am Samstag. Das Spiel zwischen Fast-Absteiger Herdorf (12.) und Alsdorf (8.) wurde auf Ende August verlegt. Ebenfalls am Sonntag spielen hingegen Aufsteiger Rennerod  gegen Berod/Wahlrod (11.) und Meudt (3.) gegen Niederfischbach (6.) sowie Daaden (5.) gegen Alpenrod (7.) und Weyerbusch (10.) gegen Vizemeister Lautzert.

Übrigens: Auch dieses Jahr wird ein kostenloses Tippspiel für alle Fans der Kreisliga A WW/Sieg angeboten. Einfach bei Kicktipp registrieren, mittippen und zeigen, wer der Experte im Fußballkreis ist! 

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