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18. Spieltag (Sonntag, 26.03.2017, 14:30 Uhr): SG Alpenrod-Lochum/Unnau/Nistertal - VfB Niederdreisbach

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VfB verteidigt Platz 4 dank erstem Sieg im neuen Jahr

Der VfB Niederdreisbach hat nach drei sieglosen Testspielen und dem 4:4 gegen Stockum-Püschen in der Vorwoche den ersten Sieg im Jahr 2017 eingefahren. Dadurch hält die Erfolgswelle in der Kreisliga A weiter an: Von den letzten neun Meisterschaftsspielen verlor der VfB nur eines, gewann hingegen sechs und spielte zweimal Unentschieden. So steht die Mannschaft von Christian Hensel auch nach dem 18. Spieltag auf dem vierten Tabellenplatz und hat bereits jetzt - acht Spiele vor Saisonende - die Punkteausbeute der Vorsaison eingestellt.
Das Spiel auf dem Nistertaler Hartplatz begann für die Gäste gut. Routinier Stefan Lenz brachte unsere Mannschaft bereits früh in Führung. Alpenrod kam allerdings noch vor der Pause zum Ausgleich, der jedoch laut Hensel "schmeichelhaft" war, weil seine Jungs "taktisch überlegen" waren. In der zweiten Halbzeit erhielten die Hoffnungen auf den fünften Auswärtssieg einen Dämpfer, denn Konstantin Knautz sah die Ampelkarte - sein Trainer sprach von einer "dummen gelb-roten Karte". Der VfB ließ sich davon aber nicht unterkriegen. Stattdessen ging Niederdreisbach erneut in Führung, als der quirlige Sandro Josten einen Elfmeter sicher verwandelte, nachdem Stefan Ermert bei einem tollem Solo gefoult worden war. "Die Mannschaft hat in Unterzahl super agiert", befand Hensel. Alpenrod konnte aus der Überzahl kein Kapital schlagen und kam kaum vor das gegnerische Tor, weil "Schnell, Josten, Stefan Lenz und Zöllner die Bälle vorne sehr gut gehalten haben" (Hensel). So konnte der VfB Niederdreisbach im siebten Pflichtspiel gegen Alpenrod seit Wiederaufnahme des eigenständigen Spielbetriebs den fünften Sieg einfahren.
Einige Spieler wollte Hensel in seinem Fazit besonders hervorheben. So war Schnell laut seinem Trainer nicht zu stoppen. Auch Simon Lenz und Matti Höfer "verdienen ein Sonderlob", denn "beide haben in neunzig Minuten nicht einen Zweikampf verloren". Insgesamt war es ein verdienter Sieg für das VfB-Team, das den internen Vorgaben seines Coaches nachgekommen ist. Hensel war entsprechend froh: "Ich freue mich sehr für die Mannschaft".

Der VfB Niederdreisbach hat als Vierter nach 18 Spielen zwei Punkte Vorsprung auf Platz 5 und satte zehn Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. In der Auswärts- und in der Rückrundentabelle stehen die Grün-Weißen sogar auf Platz 3! Als nächstes wartet am 2. April die Heimaufgabe gegen Weyerbusch, die schwerer werden wird, als sie auf den ersten Blick scheinen mag. Der SSV steckt tief im Abstiegskampf und wird alles geben, konnte am heutigen Sonntag gegen Alsdorf überraschen und hat Niederdreisbach im Hinspiel mit 4:0 bezwungen.

Torschützen für den VfB: Stefan Lenz, Sandro Josten


ACHTUNG: Das Spiel wurde kurzfristig auf den Hartplatz in Nistertal verlegt!

Vorbericht

Nach dem Last-Minute-Punktgewinn gegen Stockum-Püschen ist der VfB Niederdreisbach vor dem Auswärtsspiel in Alpenrod auf Rang 4 der Kreisliga A WW/Sieg platziert. So weit oben stand unser Team in den drei vergangenen Spielzeiten kein einziges Mal, was die positive Entwicklung der letzten Monate greifbar werden lässt. In dieser Saison gab es diese Platzierung indes schon einmal, und zwar nach dem souveränen 3:0-Heimsieg für den VfB gegen die SG Alpenrod-Lochum/Unnau/Nistertal am fünften Spieltag. Dieser Hinspielerfolg macht natürlich auch Mut für den Auftritt am Sonntag.
Alpenrod (6., 25 Punkte) ist aber wahrlich kein Außenseiter. Obwohl die SG am 17. Spieltag ihre Partie gegen Alsdorf verdient mit 0:2 verloren hat, liegt sie nur einen Punkt hinter dem VfB und hat damit die Aussicht, bei einem Heimsieg an den Gästen vorbeizugehen. Überhaupt ist das Mittelfeld der Tabelle denkbar nah bei einander. Stockum-Püschen, durch den späten Punktverlust in Niederdreisbach auf Platz 9 zurückgefallen, trennen nur zwei Zähler vom fünf Plätze weiter vorne liegenden VfB. Insofern könnten im ungünstigsten Fall Alsdorf, Alpenrod, Niederfischbach und der Sieger der Partie zwischen Stockum-Püschen und Daaden an unserer Mannschaft vorbeiziehen.
Trotzdem darf die Hensel-Elf auch selbstbewusst genug sein, um die Verteidigung von Platz 4 erfolgreich in Angriff zu nehmen. Der VfB liegt nämlich wie im Gesamttableau auch in der Auswärtstabelle auf Platz 4, ist also auf gegnerischem Platz stark. Alpenrod nimmt in der Heimtabelle hingegen einen Abstiegsplatz ein: nur Almersbach holte daheim weniger Punkte. Dass sie aber durchaus auch auf dem feinen heimischen Rasenplatz gewinnen kann, zeigte die SG allerdings beim letzten VfB-Auftritt dort, bei dem unser nächster Gegner mit 4:1 deutlich die Oberhand behielt. Tatsächlich hat Niederdreisbach weder mit einer eigenständigen Mannschaft noch als Teil der SG Daaden/Biersdorf/Niederdreisbach jemals in Alpenrod gewonnen (den einzigen Auswärtssieg gegen die SG gab es im April 2013 auf dem Hartplatz von Unnau). Hensel warnt deshalb: „Der Gegner hat den Rasen und den Heimvorteil.“
Was sonst noch für Alpenrod spricht, ist die Tatsache, dass die Mannschaft in dieser Saison vor allem als Favoritenschreck von sich reden macht. Zwischen dem elften und dem vierzehnten Spieltag konnte die Schnell-Elf gegen alle drei Mitglieder des Spitzentrios der Liga punkten – gegen Lautzert sogar dreifach! Keine andere Mannschaft holte bisher Punkte gegen diese drei Topteams. Im gesamten Saisonverlauf konnte unser nächster Gegner stolze 14 seiner 25 Punkte gegen Mannschaften holen, die zum jeweiligen Zeitpunkt in der Tabelle vor ihm lagen. Erfolgreicher in dieser Kategorie war nur der SV Adler Niederfischbach (19 seiner 25 Punkte). Der VfB Niederdreisbach sollte also gewarnt sein, denn Alpenrod fühlt sich in der Rolle des Jägers sichtlich wohl.
Hensel weiß um diese Stärke und „muss erstmal gucken, wie es personell bei uns aussieht“, denn hinter dem einen oder anderen VfB-Akteur steht noch ein Fragezeichen. Seine Zielsetzung für Sonntag: „Wir wollen was Zählbares mitnehmen, damit Alpenrod hinter uns bleibt. Mit einem Punkt könnte ich schon gut leben.“

Weiter nach oben wird es für unsere Mannschaft ohnehin auch im günstigsten Fall nicht gehen. Zu sehr sind die SG Wallmenroth (1., 39 Punkte), die Spvgg. Lautzert (2., 36 Punkte) und die SG Meudt (3., 32 Punkte) dem Rest der Liga enteilt, auch wenn Letztere gegen Herdorf Federn lassen musste. Meudts bevorstehender Pflichtsieg gegen den SSV Almersbach (14., 6 Punkte), für den es in erster Linie darum gehen muss, sich einigermaßen anständig aus der Liga zu verabschieden, ist deshalb für den VfB nicht besonders relevant. Meudt gewann schon das Hinspiel mit 8:1. Wallmenroths Auftritt in Niederfischbach ist für Niederdreisbach ungleich interessanter, da der SV Adler (7., 25 Punkte) eines der Teams ist, die sich unmittelbar hinter dem VfB tummeln. Sollte Berod/Wahlrod (12., 19 Punkte) nach dem Coup gegen Niederfischbach nun im Nachbarschaftsduell gegen das Spitzenteam aus Lautzert für die nächste Überraschung sorgen, könnte die Union zum Mittelfeld aufschließen. Alsdorf (5., 26 Punkte) hat nach einer bis zur Winterpause verkorksten Saison für die verbleibenden Spiele zur Aufholjagd geblasen. Nach dem Sieg gegen Alpenrod könnte diese beim SSV Weyerbusch (11., 19 Punkte) weitergehen – die SG gewann bereits das Hinspiel. In Girkenroth gibt es ein Kellerduell zwischen Herschbach (13., 14 Punkte) und Herdorf (10., 19 Punkte) zu sehen. Mit dem bereits angesprochenen Spiel der Tabellennachbarn Stockum-Püschen (9., 24 Punkte) und Daaden (8., 24 Punkte) wird der Spieltag am Samstag eröffnet, wodurch Niederdreisbach „nur“ als vorübergehender Fünfter nach Alpenrod reisen würde, sollte es beim Auftaktspiel einen Sieger geben.

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