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VfB-Trainer Hensel im Interview: "Es wird einen kleinen Umbruch geben!"

Zwei Spiele vor Ende seiner ersten Saison beim VfB Niederdreisbach stellte sich Christian Hensel für ein Interview zur Verfügung. Der Trainer sprach über die aktuelle Spielzeit, die Lage der Liga und natürlich auch über die Planungen für nächstes Jahr.

VfB-Echo: Wie bewertest du den Rückzug des seit dem siebten Spieltag punktlosen SSV Almersbach, der dem VfB Niederdreisbach am drittletzten Spieltag einen kampflosen Sieg beschert hat?

Hensel: Es ist natürlich schade, wenn man als Aufsteiger die Saison nicht durchhält. Gerade im ersten Jahr trägt einen die Euphorie. Was da alles schief gelaufen ist, kann ich aus der Ferne aber nicht beurteilen. Ich wünsche dem Verein aber alles Gute!

VfB-Echo: Dem VfB fehlen, die Zähler aus dem Almersbach-Spiel schon eingerechnet, noch zwei Punkte zu einem neuen Vereinsrekord. Holt deine Mannschaft diese in den noch verbleibenden Spielen gegen Berod/Wahlrod und Niederfischbach?

Hensel: Das möchten wir natürlich jetzt erreichen, denn jetzt wollen wir versuchen, die Saison auch als Dritter abzuschließen. Das wäre für mich wesentlich höher einzuschätzen als zum Beispiel, dass Wallmenroth aufgestiegen ist.

VfB-Echo: Im Kampf um den Klassenerhalt geht es kurz vor Saisonende hoch her. Mehr als die Hälfte der Liga kann noch absteigen. Dein Tipp: Wen erwischst es neben Almersbach am Ende direkt und wer muss in die Relegation?

Hensel: Das werden wir werden wir sehen – alle Mannschaften unten punkten seit Wochen. Jeder hätte es verdient, drin zu bleiben!

VfB-Echo: Anders als die Mehrheit der Konkurrenz kann Niederdreisbach schon seit Wochen für ein weiteres Jahr in der Kreisliga A planen. Mit Patrick Enkirch wurde schon ein Neuzugang vorgestellt, während wir mit der Verkündung anderer Transfers noch warten, zum Teil bis die abgebenden Vereine ihre Saison beendet haben. Kannst du einen Einblick in die Kaderplanung geben? Für welche Positionen werden noch neue Spieler gesucht und was sollen die Neuen mitbringen?

Hensel: Auf Patrick freue ich mich. Er wird aber nicht der einzige Neuzugang werden. Wir führen seit Wochen Gespräche und es haben bereits weitere Neue zugesagt. Da uns fünf Leute verlassen, werden wir auch mindestens fünf Neue brauchen, denn schließlich ist unser Kader eng bestückt. Wir brauchen noch dringend einen Torwart, weil unser aktueller Ersatzmann Wirfs sich in der kommenden Saison auf seine Aufgabe als Torwarttrainer konzentrieren wird, einen Stürmer, da sich Heiko Schnell als Trainer weiterbilden möchte, einen Innenverteidiger und einen Spielmacher (sowohl Kapitän Simon Lenz als auch Konni Knautz hängen ihre Schuhe an den Nagel). So wird es einen kleinen Umbruch geben, was aber zum Fußball dazu gehört.
Vom Profil her schauen wir uns nach zwei Seiten um: zum einen halten wir nach erfahrenen Spielern Ausschau, zum anderen aber auch nach jungen Leuten, die wir weiterentwickeln können. Wir haben in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass wir Spieler, die recht neu im Seniorenbereich sind, voranbringen und sollten deshalb gerade für diese Zielgruppe attraktiv sein. Auch der außergewöhnliche Teamgeist in der Truppe ist für Jungs, die eine Veränderung suchen, ein Grund, mit uns Gespräche aufzunehmen.

VfB-Echo: Nach deinem rekordverdächtigen Premierenjahr in Niederdreisbach: Wann wärst du, Stand heute, mit dem Verlauf der kommenden Saison zufrieden?

Hensel: Zufrieden? Ich finde immer etwas, das besser gemacht werden könnte (lacht). Jeder Spieler hat sich diese Saison verbessert und da ist bei jedem noch Luft nach oben. Schaffen wir es, den Umbruch schnell zu bewältigen, können wir eine schlagkräftige Mannschaft stellen und erneut eine sehr gute Rolle in der Kreisliga A spielen. Der Verein und die Mannschaft haben diese Saison gesehen, was möglich ist! Das sollte das Ziel sein. Ich werde dich aber informieren, sobald ich zufrieden bin.

VfB-Echo: Das freut mich! Vielen Dank für das Interview!