13. Spieltag (Sonntag, 01.11.15, 14:30 Uhr): SG "Hoher Westerwald" Niederroßbach/Emmerichenhain- VfB Niederdreisbach

HoherWesterwald 3:1 VfBLogo50x50



 

Auch wenn die SG „Hoher Westerwald“ Niederroßbach/Emmerichenhain (1., 32 Punkte) beim 1:1 in Weyerbusch vergangene Woche erstmals seit dem Unentschieden gegen Alsdorf am ersten Spieltag Punkte liegen ließ, zweifelt wohl niemand mehr daran, dass der VfB Niederdreisbach (9., 14 Punkte) am letzten Hinrunden-Spieltag auf den kommenden Meister treffen wird. Das Remis gegen den SSV lässt sich wohl in erster Linie dadurch erklären, dass die SG nur wenige Tage zuvor im Kreispokal-Achtelfinale 120 anstrengende Minuten absolvieren musste. Niederroßbachs Klasse lässt sich übrigens auch genau davon ableiten, dass die Mannschaft noch auf drei Hochzeiten tanzt. Neben der Meisterschaft in der Kreisliga A und dem Kreispokal, wo man ganz nebenbei auch Titelverteidiger ist und seit Mittwochabend wieder im Halbfinale steht, hat man im Rheinlandpokal in beeindruckender Manier einen Bezirksligisten nach dem anderen ausgeschaltet und sich als einziger Kreisligist für das Viertelfinale qualifiziert. In der Runde der letzten Acht wird sich am 11. November mit den Eisbachtaler Sportfreunden ein ganz renommierter Rheinlandligist auf dem Niederroßbacher Hartplatz versuchen. Zuvor reist aber nun der VfB Niederdreisbach dorthin. Wie schon in den letzten Jahren gilt dabei: Gegen den gefühlten Bezirksligisten, der laut Trainer Mujakić in der nächsthöheren Liga sogar „unter den Top-Fünf […] mitspielen“ könnte (Rhein-Zeitung vom 22.05.2015), gibt es nichts zu verlieren. Keiner der Konkurrenten rechnet mit einem Punktgewinn des VfB. Insofern kann die Platte-Elf frei aufspielen und mit etwas Glück einen Bonuspunkt erkämpfen. Dabei muss allerdings in erster Linie vermieden werden, dass es dem VfB nicht so geht wie Lautzert, Stockum-Püschen, Honigsessen, Herdorf, Westernohe, Meudt und sogar Wallmenroth, die allesamt mindestens vier Gegentore gegen die Jungs vom Hohen Westerwald kassiert haben. Man darf aber natürlich auch nicht vergessen, dass schon die letzten vier Begegnungen zwischen Niederdreisbach und Niederroßbach alle an den designierten Meister gingen. Insbesondere das 1:4 und das 0:3 der letzten Saison sprechen eine ziemlich deutliche Sprache. Eigentlich grenzt es ja ohnehin an ein Wunder, dass Niederroßbach beim Angriff auf die A-Klasse-Meisterschaft erst dieses Jahr Erfolg hat, nachdem die Mannschaft in der Saison 2013/2014 mit angesichts der Qualität des Kaders unfassbaren 17 Punkten Rückstand auf Aufsteiger Wissen nur Dritter wurde und 2015 im Duell mit der jungen aber sich vertrauten Truppe aus Hamm den Kürzeren zog. Um nicht wieder als Vizemeister den Zug in die Bezirksliga zu verpassen, beantragte Niederroßbach anschließend beim Verband eine Aufstiegschance auch für die A-Klasse-Zweiten. Von dieser eventuellen Änderung der Regularien wird die SG aber nun ganz sicher nicht selbst profitieren müssen. In beindruckender Manier hat sich die Mannschaft acht Punkte Vorsprung erarbeitet – mehr als der FC Bayern in der Bundesliga. Es gibt fast keine Kategorie, in der die SG nicht vorne liegt: einzige Mannschaft ohne Niederlage, bester Sturm (Torschnitt: 3,75), beste Abwehr (nur 10 Gegentore in 12 Spielen), beste Heimmannschaft (bei nur einem Gegentor alle Heimspiele gewonnen), beste Auswärtsmannschaft, Führung in der Torjägerliste durch Daniel Quandel (12 Tore; gleichauf mit Sascha Mertens und Robert Müller). Quandel und Neuzugang Pavelić, letztes Jahr in Diensten des SC Berod-Wahlrod nur um einen Treffer an der Torjägerkanone in der Bezirksliga gescheitert, haben gemeinsam noch immer zwei Tore mehr erzielt als alle VfB-Spieler zusammen, obwohl Niederdreisbach letzte Woche gegen Stockum-Püschen sechsmal einnetzte. Das 6:1, gleichbedeutend mit dem höchsten Sieg in der Kreisliga A seit dem Aufstieg 2012, darf der Platte-Elf zwar zurecht Mut machen, doch am Ende des Tages wäre selbst ein Punkt gegen die SG Hoher Westerwald eine Sensation.

Aufgrund dieser Tatsache ist es beruhigend, dass auch praktisch alle Mannschaften, die hinter dem VfB stehen, mit einer Niederlage rechnen müssen. Das gilt für den TuS Honigsessen (14., 5 Punkte), der Besuch von Weyerbusch (6., 17 Punkte) bekommt, ebenso wie für Daaden (10., 12 Punkte) und Stockum-Püschen (11., 12 Punkte), die es mit den Spitzenteams Wallmenroth (2., 24 Punkte) bzw. Alsdorf (3., 23 Punkte) zu tun bekommen. Auch Alpenrod (12., 11 Punkte) dürfte es bei Lautzert (5., 18 Punkte) schwer haben. Das einzige Duell zweier Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte findet zwischen Westernohe (13., 9 Punkte) und Meudt (12., 15 Punkte) statt. Hier ist Meudt ohne Frage Favorit. Außerdem spielen am 12. Spieltag Herdorf (7., 17 Punkte) und Niederfischbach (4., 19 Punkte) gegeneinander.

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