5. Spieltag (Sonntag, 06.09.2015, 14:30 Uhr): VfB Niederdreisbach - SG Meudt/Elbingen-Hahn/Berod

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Am Sonntag finden erstmals in dieser Saison alle Spiele eines Spieltags der Kreisliga A zeitgleich statt. Im direkten Duell mit fünf weiteren Teams, die ebenfalls drei Punkte haben, bietet sich für den VfB Niederdreisbach (12., 3 Punkte) am 5. Spieltag die Möglichkeit, nach nur einer Woche den Relegationsplatz wieder zu verlassen. Im Spiel nach der deutlichen 0:6-Klatsche in Wallmenroth kommt es aber zu einer ähnlich schweren Aufgabe wie vergangenen Sonntag, denn mit Meudt (5., 8 Punkte) reist eine Mannschaft an, die bis dato gleich viele Zähler sammeln konnte wie unser letzter Gegner und die ebenfalls noch ungeschlagen ist. Siege gab es für die SG bislang gegen Daaden und Weyerbusch. Mit Wallmenroth und Niederfischbach teilte man sich die Punkte. In allen vier Partien vertraute Stefan Waßmann bei seiner Aufstellung in etwa den gleichen Akteuren. Von Spiel zu Spiel gab es maximal zwei Änderungen. Insgesamt nur vierzehn Spieler standen zu Beginn einer Partie auf dem Feld. Beim VfB Niederdreisbach sind es zum Vergleich nach erst drei Partien bereits fünfzehn. In Meudts Startelf standen dabei je dreimal Marcel Mittler und Michael Sehner, die beide aus dem nahegelegenen Guckheim zur SG stießen und somit über Bezirksligaerfahrung verfügen. Sehner gelangen für den Fastabsteiger, der sich dann freiwillig in die Kreisliga C zurückzog, als Mittelfeldspieler stolze acht Tore in der letztjährigen Bezirksligasaison. Abgesehen von diesen beiden Verstärkungen setzt Waßmann auf die gleichen Spieler wie im vergangenen Jahr. Dies dürfte nicht weiter verwundern, denn die SG Meudt, die 2012 gemeinsam mit dem VfB in das Kreisligaoberhaus aufstieg, hat sich in den drei Jahren Ligazugehörigkeit bei überwiegend gleichbleibendem Kader stetig verbessert und insbesondere 2014/2015 einen großen Sprung nach vorne gemacht. 2013 musste noch über die Relegation der Klassenerhalt gesichert werden, 2014 wurde der Sprung in die obere Tabellenhälfte nur knapp verpasst und im Frühjahr dieses Jahres spielten die Rot-Weißen lange um Platz 3 mit. Am Ende reicht es dann zwar „nur“ zu Platz 5 (mit 7 Punkten mehr als für den VfB), doch das angestrebte Saisonziel „Platz 4 bis 7“ wurde souverän geschafft. Dazu trugen auch zwei klare Siege gegen Niederdreisbach bei: 5:0 und 3:0 hieß es aus Sicht der SG. Zumindest die zweite Halbzeit des Rückspiels im vergangenen November sah aber für den VfB wesentlich besser aus als der Gesamteindruck vermuten ließe. Die Platte-Elf traf dreimal den Pfosten und einmal die Latte. Die zwei Meudter Tore in den letzten sieben Minuten verzerren deshalb das Bild. In der Rhein-Zeitung stellte Achim Platte damals konsterniert fest: „Das ist bitter“. Vielleicht können seine Spieler aber gerade aus diesem Negativerlebnis Motivation schöpfen, sich bietende Chance diesmal an gleicher Stelle besser zu nutzen und nicht wieder ohne Heimpunkte dazustehen. Plattes Gegenüber hat indes die Ziele für die neue Spielzeit weiter nach oben geschraubt. Der Aufstieg innerhalb der Kreisliga A soll weitergehen. Statt „Platz 4 bis 7“ im August 2014 soll es für Waßmann laut Tempo, Tore, Titeljagd diesmal „Platz 2 bis 5“ sein. Dass Meudt am Ende der Saison vor Niederdreisbach landen wird, scheint gewiss. Ob die SG nach 2:1, 7:3, 5:0, und 3:0 den fünften Sieg in Folge gegen den VfB erreichen wird, wird sich hingegen erst noch zeigen.

Die Mannschaften der A-Klasse liegen nach dem vierten Spieltag und Herdorfs ersten drei Punkten äußerst eng zusammen. Nur zwei Punkte trennen die Top 5 der Liga und ebenfalls nur zwei Punkte liegen zwischen dem Tabellen-Sechsten und dem Schlusslicht. Wer also auch längerfristig im Auf- bzw. Abstiegskampf involviert ist, lässt sich noch schwer voraussehen. Fest steht, dass am 5. Spieltag mit den Aufsteigern Stockum-Püschen (10., 3 Punkte) und Honigsessen (14., 3 Punkte) zwei Teams gegeneinander spielen, die wie der VfB bisher einen Sieg erringen konnten, wobei letzterer natürlich noch ein Nachholspiel gegen Westernohe in der Hinterhand hat. Westernohe (8., 4 Punkte) reist im WW-Duell zur SG Alpenrod (13., 3 Punkte), die nur aufgrund eines einzigen Tores hinter dem VfB platziert ist. Unmittelbar vor uns – ebenfalls nur wegen eines Tores – liegt unser Nachbar Daaden (11., 3 Punkte). Gegen die SG Hoher Westerwald (1., 10 Punkte), die am Mittwoch als einziger Vertreter der Liga in die dritte Rheinlandpokalrunde einzog, dürfte sich die Tordifferenz aber verschlechtern. Der letzte Vertreter der Sechsergruppe mit drei Punkten ist Herdorf (9., 3 Punkte). Beim Auswärtsspiel gegen die formstarke Spvgg. Lautzert (3., 9 Punkte), die nur gegen Niederroßbach Zähler abgeben musste, steht allerdings längst nicht fest, dass die Mannschaft aus dem Städtchen erneut punkten kann. Um den Verbleib in der oberen Tabellenhälfte kämpfen Weyerbusch (6., 5 Punkte) und Niederfischbach (7., 4 Punkte). Das Topspiel bestreiten Caglayans Alsdorfer (2., 10 Punkte) und sein Ex-Team Wallmenroth (4., 8 Punkte).

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