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2. Spieltag (Freitag, 21.08.15, 19:00 Uhr): SG Sportfreunde/DJK Herdorf - VfB Niederdreisbach

Herdorf --:-- VfBLogo50x50


Aufstellung: Pierre Zeitz, Simon Lenz, Andreas Lenz, Patrick Kober (90. Mats Volk), Heiko Schnell, Konstantin Knautz, Matti Höfer, Christian Hüsch (69. Marco Lenz), Sandro Josten, Lucas Seifner, Simon Hempel

Torfolge: 0:1 Christian Hüsch (26.), 0:2 Christian Hüsch (44.), 1:2 Marcel Meyer (90.+3)

 


 

Mit der SG Herdorf und dem VfB Niederdreisbach treffen am 2. Spieltag zwei Verlierer der Vorwoche aufeinander. Herdorf unterlag auswärts dem SSV Weyerbusch mit 1:3, während sich Niederdreisbach daheim mit 1:2 dem Aufsteiger aus Honigsessen geschlagen geben musste. In der nach nur einem Spieltag natürlich noch nicht sehr aussagekräftigen Tabelle stehen beide Mannschaft nur deshalb nicht auf einem Abstiegsplatz, weil mit Niederfischbach, Alpenrod und Daaden gleich drei Konkurrenten mit 0:3 verloren. Um aber zu Saisonbeginn nicht erst einmal in den unteren Tabellenregionen festzustecken, hoffen die SG und der VfB nun auf die ersten Punkte der neuen Spielzeit. Die beiden Kontrahenten haben zudem bereits eine Woche vor Beginn der Meisterschaft im Kreispokal ihr erstes Pflichtspiel verloren. Anders als Niederdreisbach gegen Alsdorf zog Herdorf dabei sogar im Duell mit einem Team aus der Kreisliga B den Kürzeren. Ohne Auswechselspieler angereist verlor die John-Elf mit einem am Ende deutlichen 0:3 in Atzelgift. Bis zur 88. Minute hatte es allerdings noch lediglich 0:1 gestanden. Auch in Weyerbusch konnte Herdorf den Spielstand lang knapp gestalten. Die beiden SSV-Treffer zum 1:2 und 1:3 fielen in der 70. beziehungsweise 85. Minute. In den letzten Spielen hat sich unser nächster Gegner also in der Schlussphase anfällig gezeigt. Für den VfB heißt das, dass sich gegen Ende des Spiels noch Chancen ergeben könnten und beispielsweise auch bei einem Rückstand Ruhe bewahrt werden sollte.
Verstärkung erhofft sich Herdorf von Fabian Erner, der aus der zweiten Mannschaft in die A-Klasse hochgezogen wurde, Luca Petri aus Neunkirchen, sowie dem ehemaligen Wallmenrother Ari Kaskanis, der zuletzt in der Zweitvertretung seines Jugendvereins SG Betzdorf aktiv war. Vier Abgänge stehen diesen drei Neuen gegenüber. In erster Linie denken Anhänger des VfB Niederdreisbach da natürlich an Lucas Seifner, der nun für die Platte-Elf antritt und seinen neuen Trainer sicherlich mit Insidertipps zu Taktik und Spielanlage der Herdorfer versorgen kann. Seifner wird nun gleich im ersten Auswärtsspiel an alte Wirkungsstätte zurückkehren. À propos Wirkungsstätte: Mitreisende Gästefans sollten beachten, dass das Spiel diesmal anders als letztes Jahr und sonst üblich nicht auf dem (von Wildschweinen zerstörten) Rasenplatz der Glück Auf-Kampfbahn sondern dem Kunstrasen in der Ludwig-Wolker-Sportanlage stattfindet, die eigentlich Heimstätte der Reservemannschaften ist. Nostalgiker unter den VfBlern wissen: Dieser Sportplatz ist ein gutes Pflaster für den Verein, denn am 17. Juli 2009, im allerersten Testspiel bei Wiederaufnahme des eigenen Spielbetriebs, konnte an diesem Ort die klassenhöhere SG Herdorf II mit 2:0 geschlagen werden – und das nur exakt eine Woche nach dem ersten Training.
Mittlerweile spielt der VfB natürlich längst in einer höheren Liga als die Herdorfer Reserve und hat nun im zweiten Jahr die erste Mannschaft vor der Brust. Letzte Saison entschied bei beiden Aufeinandertreffen in der Meisterschaft die Heimelf das Spiel für sich. Am 4. Spieltag gewann der Absteiger Herdorf mit 2:1. Sandro Jostens Anschlusstreffer nach 68 Minuten reichte nicht aus, um der SG noch einmal gefährlich zu werden. Im Rückspiel war Herdorf dann über die gesamte zweite Hälfte hinweg die bessere Mannschaft und hatte die Führung vor Augen. Es kam aber anders, denn Heiko Schnell traf in der Nachspielzeit auf der anderen Seite zum VfB-Sieg. Tatsächlich ärgerte Trainer Marco John die Negativserie vor der Winterpause, in die die Niederlage in Niederdreisbach fällt, so sehr, dass er diese auch noch acht Monate später in Tempo, Tore, Titeljagd ansprach. Die SG Herdorf wird also auf Wiedergutmachung aus sein.

Wie üblich werfen wir zum Ende des Vorberichts noch einen Blick auf die weiteren Partien des Spieltags. Bereits am Donnerstag, also ungewöhnlich früh, versucht die SG Niederroßbach nach dem Unentschieden gegen Alsdorf ihrem eigenen Anspruch gerecht zu werden. Im Heimspiel gegen die SG Alpenrod, die sich vor nicht einmal zwei Wochen an gleicher Stelle nach einem 0:3 aus dem Kreispokal verabschiedete und die auch gegen auch im Aufsteigerduell gegen Stockum-Püschen mit 0:3 verlor, dürfte Niederroßbach den ersten Dreier in Richtung Saisonziel Aufstieg einfahren. Daaden hofft auf einen erfolgreichen Heimauftakt gegen Meudt. In Wallmenroth trifft der frühere Niederfischbacher Torjäger Michael Leis auf seine alten Mitspieler. Unser letzter Gegner Honigsessen erwartet mit Alsdorf einen äußerst schweren Gegner. Etwas unerwartete Topspiele gibt es beim Duell der Spitzenreiter Lautzert und Stockum-Püschen sowie beim Spiel des letzten Mitglieds des Führungstrios, Westernohe, gegen Weyerbusch.

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