9. Spieltag (Sonntag, 14.12.14, 14:00 Uhr): VfB Niederdreisbach - SG Alsdorf/Kirchen/Freusburg/Wehbach

VfBLogo50x50 1:0 AlsdorfKirchen


Aufstellung: Tim Schumacher, Simon Lenz, Marco Lenz, Stefan Ermert, Tim Meyer (32. Simon Hempel), Steffen Trapp (66. Matti Höfer), Patrick Kober, Heiko Schnell, Konstantin Knautz, Tom Luca Rötter (79. Mats Volk), Christian Meyer

Torfolge: 1:0 Heiko Schnell (55.)


Nach dem Last-Minute-Sieg gegen die SG Herdorf steht fest, dass der VfB Niederdreisbach trotz turbulentem Start in die Saison nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern muss. Die Aufholjagd der letzten Wochen hat also den erhofften Erfolg gebracht. Seit der unerwarteten wie schmerzhaften Niederlage gegen Betzdorf II hat der VfB sich 16 Punkte in acht Spielen erarbeitet. Nur bei Mündersbach und Hamm waren es in der gleichen Zeit mehr. In der Rückrundentabelle belegen die Grün-Weißen sogar Platz 2. Auf welcher Position es nun in die Hallensaison geht, entscheidet sich im Nachholspiel gegen die SG Alsdorf/Kirchen/Freusburg/Wehbach. Drei Szenarien sind möglich: Bei einer Niederlage bleibt es bei Rang 10, ein Unentschieden brächte Rang 9 und ein Sieg würde den VfB sogar auf Rang 6 tragen. Die Tatsache, dass noch ein Platz sowohl in der oberen Tabellenhälfte als auch unmittelbar vor der Abstiegsregion möglich ist, zeigt, wie eng es im Mittelfeld der Tabelle noch immer zugeht. Trotz der erfolgreichen letzten Wochen konnte sich die Mannschaft nur wenig von Westernohe auf Platz 11 (19 Punkte) absetzen. 25 Punkte würde Niederdreisbach im Falle eines Heimsiegs gegen Alsdorf erreichen. Selbst wenn daraus nichts würde, kann man aber schon jetzt von einer ordentlichen Punkteausbeute sprechen. Die lange Phase, in der man auf dem Relegationsplatz festhing, täuscht ein bisschen darüber hinweg, dass schon jetzt feststeht, dass man mit mehr Punkten in die Winterpause geht, als in den anderen beiden Spielzeiten in der Kreisliga A seit dem Aufstieg 2012. Vor zwölf Monaten stand der VfB bei 17 Punkten; in der Saison 2012/2013, die man als Aufsteiger fast sensationell als Vierter beendete, bei 20. Die Bilanz unter dem neuen Trainer Achim Platte lässt sich also sehen.
Sein Kollege Christian Ningel hat indes mittlerweile bewiesen, dass seine optimistischen Einschätzungen zum Leistungsvermögen seiner Mannschaft gerechtfertigt sind, denn nicht nur der VfB hat die Punkteausbeute der Vorjahre übertroffen. Seit im Jahr 2009/2010 erstmals eine Spielgemeinschaft zwischen Alsdorf und Kirchen im Seniorenbereich an den Start ging, hat die A-Klasse-Mannschaft bis Dezember nie mehr als 20 Punkte eingefahren. Diesmal sind es vor dem abschließenden Auftritt in Niederdreisbach bereits 23. Grund dafür ist natürlich die vom 6. bis 13. Spieltag währende Serie von sieben Spielen ohne Niederlage. Gut also für den VfB, dass die Partie des 9. Spieltags gegen Alsdorf nicht wie ursprünglich angesetzt im Oktober stattfand, da dieser Termin genau in die starke Phase der SG gefallen wäre und der VfB gerade eine Woche zuvor die oben erwähnte Pleite in Betzdorf erlitten hatte. Zuletzt haben sich die Tendenzen hingegen etwas umgekehrt. Der Erfolg hat sich beim VfB eingestellt, wohingegen Alsdorf in den vier Rückrundenpartien nur zu zwei Punkten kam. Die Ningel-Elf ist dabei keineswegs im Formtief. Letzten Samstag verlor sie denkbar knapp gegen das Spitzenteam Niederroßbach (0:1). Es verwundert insofern nicht, dass der Trainer in der Rhein-Zeitung vom 12. Dezember verlauten ließ, dass er „zuversichtlich für Sonntag“ sei. Vertrauen kann er in erster Linie auf eine geschlossene Mannschaft, die Abgänge wichtiger Akteure aus eigenen Reihen kompensiert hat. Die 29 Alsdorfer Tore (vier mehr als auf Seiten des VfB) verteilen sich auf viele Spieler; niemand hat mehr als sieben erzielt. Die Defensivabteilung der Gegner kann sich somit nicht auf einzelne Torjäger konzentrieren wie bei anderen Teams. In den letzten beiden Spielen stand zumindest die VfB-Abwehr sicher, nachdem es im Laufe der Saison schon einige hohe Niederlagen gab. Gerade gegen Herdorf hielt sie Dauerdruck stand. Insofern ist zu hoffen, dass auch unser nächster Gegner Probleme damit haben wird, in Niederdreisbach ins Tor zu treffen. Die Heimbilanz lässt sich übrigens weiterhin sehen. Mit 18 Punkten steht man in der Heimtabelle auf Platz 5 und bei einem Sieg ginge es sogar noch einen Rang weiter nach oben. Auf Platz 5 in der Auswärtstabelle befindet sich übrigens Alsdorf, obwohl alle unmittelbaren Konkurrenten sogar mindestens ein Spiel mehr auf fremden Plätzen absolviert haben als die SG. Eine starke Heimelf trifft also auf ein starkes Auswärtsteam. Beim letzten Spiel vor Weihnachten ist der Ausgang nur schwer zu prognostizieren.

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