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7. Spieltag (Sonntag, 28.09.14, 14:30 Uhr): VfB Niederdreisbach - SV Adler 09 Niederfischbach

VfBLogo50x50 2:0 Niederfischbach


 Erblin Kuci behauptet den Ball am Mittelkreis.Erblin Kuci behauptet den Ball am Mittelkreis.

Torschütze Heiko Schnell lupft den Ball über Adler-Torwart Steffen Christians.
Torschütze Heiko Schnell lupft den Ball über Adler-Torwart Steffen Christians.


 

Vorbericht

Schafft der VfB ausgerechnet gegen Angstgegner Niederfischbach die bitter nötige Trendwende? Was zu befürchten war, ist letzte Woche passiert: Nach fünf Niederlagen am Stück und 3:19 Toren in dieser schweren Phase liegt Niederdreisbach auf Relegationsplatz 12 und muss sich mehr denn je im Abstiegskampf behaupten. Dass nun der SV Adler anreist, macht die Sache da nun wirklich nicht einfacher. Klar, Niederfischbach liegt als Zehnter nur zwei Plätze und drei Punkte vor dem VfB, doch gegen diesen Gegner tun sich die Grün-Weißen fast schon traditionell mehr als schwer. So gab es in den beiden A-Liga-Saisons 2012/2013 und 2013/2014 nur im allerersten Spiel einen Zähler zu bejubeln. Danach verlor man, wenn auch zum Teil knapp, die letzten drei Spiele.
Viele Fakten sprechen also leider weiterhin gegen unseren VfB. Die Mannschaft wird aber vor eigenem Publikum nach der hohen Niederlage in Hamm auf Wiedergutmachung aus sein und sich selbst aus der Krise schießen wollen. Schließlich ist ihr Ähnliches schon letzte Saison in einer vergleichbaren Phase gelungen. Letztlich wäre wohl auch ein Unentschieden ein Gewinn im Abstiegskampf; es wäre als Lebenszeichen psychologisch wahrscheinlich noch viel wichtiger als ein damit einhergehender Punktgewinn. In Bezug auf Niederfischbach waren die Voraussetzungen wohl selten so günstig, diesem Gegner endlich einmal beizukommen. Die Richstein-Elf liegt nämlich meilenweit hinter ihrem eigenen Anspruch, oben mitspielen zu wollen, zurück. Nicht nur in der Liga läuft es nicht, wie erhofft. Als Titelverteidiger blamierte man sich im Kreispokal beim 2:3 gegen den B-Ligisten Fensdorf. Im Rheinlandpokal war erwartungsgemäß bereits in der ersten Runde gegen Weitefeld Endstation (0:3) So ganz überraschend kommt der schwache Saisonstart in der Liga indes nicht. Zum einem musste die Mannschaft wie der VfB in Michael Leis seinen Topstürmer ziehen lassen, und zwar zur benachbarten Fortuna aus Freudenberg. Zum anderen hatte es das Auftaktprogramm für unseren nächsten Gegner wahrlich in sich. Mit Herdorf, Niederroßbach und Hamm stellten sich ihm gleich zu Beginn drei Hochkaräter in den Weg. Alle diese Partien gingen mit je vier Gegentoren verloren. Dann jedoch folgte am vierten Spieltag ein 2:0-Erfolg gegen ein weiteres vermeintliches Spitzenteam, nämlich die SG Wallmenroth. Ebenso wie Niederdreisbach hat Niederfischbach also schon die Begegnungen mit vier Mannschaften aus den Top 5 hinter sich gebracht und kann gegen potenziell leichtere Widersacher auf eine erfolgreichere Punktausbeute und den Abschied aus den hinteren Tabellenregionen hoffen. Gegen Betzdorf II trumpfte der SVA dann auch groß auf. Er steuerte sieben der 35 Gegentore der Oberligareserve bei. Im Lokalduell mit Alsdorf/Kirchen gelang allerdings letzte Woche der dritte Sieg in Serie nicht. Mit dem 1:3 sorgte der Verein dafür, dass Niederdreisbach hinter Alsdorf/Kirchen in die Abstiegszone rutschte. Niederfischbachs Leistungen schwanken also – an manchen Tagen ist die Truppe schlagbar.

An den kommenden beiden Spieltagen trifft der VfB übrigens in gleicher Reihenfolge wie zuletzt der SVA ebenfalls auf Betzdorf II (14., 0 Punkte) und Alsdorf (11., 5 Punkte). In diesen Sechspunktespielen bietet sich also die Möglichkeit, eine Aufholjagd zu starten, sollte diese am Sonntag noch nicht gelingen. So früh in der Saison sollte sich niemand in Niederdreisbach von der gegenwärtigen Tabellensituation verunsichern lassen. In ein paar Wochen könnte die Situation schließlich schon wieder ganz anders aussehen. Zuvor könnte sich diese aber noch dadurch weiter verschärfen, dass die beiden direkten Konkurrenten Alsdorf und Betzdorf im direkten Duell aufeinandertreffen und somit zumindest eine der beiden Mannschaften Punkte ergattert. Da dies wohl eher für Alsdorf gilt, könnte sich der Rückstand auf die sicheren Nichtabstiegsplätze also weiter vergrößern. Immerhin sollte es Steineroth (13., 1 Punkt) gegen Weyerbusch (7., 10 Punkte) schwer haben. Fast schon enteilt scheint Lautzert (9., 7 Punkte), wenn man bedenkt, dass dem Aufsteiger noch am Grünen Tisch drei Punkte aus dem abgebrochenen Spiel in Niederroßbach zugesprochen werden könnten. Ob die Spielvereinigung auch gegen den neuen Tabellenführer Hamm (1., 15 Punkte) bestehen kann, bleibt abzuwarten. Der andere Aufsteiger, Westernohe (8., 9 Punkte), empfängt Niederroßbach (4., 12 Punkte) zum WW-Derby. Mündersbach (6., 10 Punkte) und Herdorf (5., 12 Punkte) kämpfen darum, den Abstand nach ganz oben nicht zu groß werden zu lassen. Schließlich gibt es am 7. Spieltag noch ein wahres Spitzenspiel. Die SG Meudt (2., 13 Punkte) reist zur punktgleichen SG Wallmenroth (3., 13 Punkte).  

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