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1. Spieltag (Samstag, 17.08.14, 14:30 Uhr): VfB Niederdreisbach - SG Steineroth-Dauerserg/Molzhain

VfBLogo50x50 5:0 Molzhain

5:0-Kanter-Sieg seiner Jungs erfüllt Trainer Platte mit Zufriedenheit und Demut

Zufrieden, aber dennoch bescheiden und mit mahnenden Worten registrierte Trainer Achim Platte den Sieg bei seinem Pflichtspieldebüt. Der kritische Zuschauer wird ihn verstehen, denn das Ergebnis täuscht über einige Details hinweg, die den Spielverlauf hätten beeinflussen können. Die Chronologie der Ereignisse: dem Trainer standen 16 von 18 Spielern zur Verfügung. Lediglich Simon Haubrich und Matti Höfer zählten nicht zum Aufgebot. Direkt von Beginn merkte man dem VfB an, dass er auf Ballbesitz und Spielkontrolle aus war. Das gelang ihm auch sehr gut, ohne jedoch dabei große Gefahr nach vorne auszustrahlen. Dies tat dafür Martin Schäfer, der nach einer Unachtsamkeit in der Defensive plötzlich allein auf Pierre Zeitz zustürmte. Dieser agierte aber glänzend und vereitelte die 100-prozentige Chance zur Führung (17.). Nun gelangen auch dem VfB bessere Offensivaktionen. Zunächst war es Neuzugang Erblin Kuci mit einem schönen Solo und in derselben Minute Kapitän Patrick Kober, der es ihm gleich tat (19.). Gefährlicher wurde es bei einer Direktabnahme von Sandro Josten, die der Torhüter gut parierte (29.). Es folgte eine Doppelchance von Martin Schäfer im roten SG-Trikot. Seine beiden Kopfbälle verfehlten knapp das Tor (32.). Auf der anderen Seite schoss Stefan Lenz seinen VfB in Führung. Nach einem Einwurf von Heiko Schnell verlängerte Konni Knautz den Ball per Kopf und Stefan schoss aus 16 Metern sehr platziert ins rechte untere Eck (34.). Die letzten zehn Minuten vor der Halbzeit gestalteten sich unangenehm für Niederdreisbach. Man verlor zeitweilig die Spielkontrolle und zu allem Überfluss auch seinen Kapitän. Patrick Kober knickte um und musste ausgetauscht werden. Für ihn kam Tom Rötter ins Spiel (38.). Angesichts dessen war es optimal, dass buchstäblich mit dem Pausenpfiff das 2:0 gelang. Erblin Kuci bekam das Leder von Stefan Lenz und hielt aus 20 Metern drauf. Sein Schuss wurde unhaltbar abgefälscht (45.+1). Der zweite Durchgang begann erneut mit einer Schrecksekunde. Denn Martin Schäfer tauchte nach einem Missverständnis in der Niederdreisacher Hintermannschaft wieder alleine vor Pierre Zeitz auf. Doch abermals rettete der Schlussmann überragend und hielt sein Team auf Kurs (51.). Im Anschluss an diese Szene kehrte die Struktur ins Spiel des VfB zurück. Man beherrschte Steineroth nun zunehmend und kam nach 64 Minuten zum vorentscheidenden 3:0. Simon Lenz hatte das Spielgerät raffiniert in den Lauf von Heiko Schnell katapultiert und dieser überlupfte den herauseilenden Torwart. Den endgültigen Dolchstoß verpasste Sandro Josten der SG dann in der 72. Spielminute. Ein langer Abstoß von Pierre Zeitz wurde von Konni Knautz mit dem Kopf verlängert und landete schließlich bei Heiko Schnell. Der lockte den Torwart aus dem Kasten, um dann auf den freistehenden Josten quer zu legen. Der schob ins leere Tor ein. Neun Minuten vor dem Ende gelang unserem Neuzugang und jüngsten Spieler im Kader noch ein bemerkenswerter Treffer als Sahnehäubchen auf dieser 5-stöckigen Fußballtorte. Etwa 25 Meter vor dem Tor servierte Kuci ihm den Ball und der junge Rötter feuerte einfach drauf los. Der Ball wurde immer länger und länger und landete schließlich im linken Eck.

Torfolge: 1:0 Stefan Lenz (34.), 2:0 Erblin Kuci (45.+1), 3:0 Heiko Schnell (64.), 4:0 Sandro Josten (72.), 5:0 Tom Luca Rötter (81.)                                          

Fazit: Das 7:1 beim DIG-Cup gegen die SG vor wenigen Wochen wurde aufgrund einer prekären Personallage des Gegners mit Recht klein geredet. Nun, da beide Mannschaften in Bestbesetzung aufeinander trafen, gelang wiederum ein hoher Sieg. Der VfB dominierte über weite Strecken und war die klar bessere Mannschaft. Sie wirkte körperlich fit, präsent und spielfreudig. Auch wenn natürlich noch nicht alle Abläufe harmonisch ineinander griffen, war es sicherlich ein hervorragender Start in die neue Spielzeit. Aber: wie bereits erwähnt mahnte Trainer Achim Platte, man dürfe sich zwar freuen, solle dieses Ergebnis aber nicht zu hoch hängen. Denn beim Stande von 0:0 vergab Schäfer die Großchance für Steineroth. Und bis zur 64. Minuten war es ergebnistechnisch noch sehr eng. Bei einer kämpferisch starken Truppe wie jener aus Steineroth muss man immer damit rechnen, dass es nochmal gefährlich wird. Das zeigte das Hinspiel im letzten Jahr. Dort führte man auch 2:0 zur Halbzeit und verlor schließlich mit 3:4. Nichtsdestoweniger soll dies die Leistung der Mannschaft nicht schmälern. Im Angesicht von nun drei Auswärtsspielen in Serie (Meudt, Weyerbusch, Herdorf) ist es ein schönes Gefühl, an der Tabellenspitze zu stehen, wohlwissend, dass dies nicht der Anspruch des VfB ist.

Aufstellung: Pierre Zeitz, Simon Lenz, Stefan Ermert (78. Simon Hempel), Andreas Lenz, Stefan Lenz, Patrick Kober (38. Tom Rötter), Heiko Schnell, Konstantin Knautz, Sandro Josten, Erblin Kuci (83. Marco Lenz), Tim Meyer

Nächste Partie: 2. Spieltag Kreisliga A am Sonntag, dem 24.08.14 um 14:30 in Meudt.


Vorbericht

In jeder Saison seit Verlassen der SG Daadetal startete der VfB Niederdreisbach mit einem Heimspiel in die neue Spielzeit. Bei allen fünf bisherigen Auftritten gab es dabei einen Sieg:

Saison Gegner Ergebnis
2009/10 Herdorf III 3:1
2010/11 Honigsessen II 6:1
2011/12 Schönstein 2:1
2012/13 Betzdorf II 3:1
2013/14 Derschen 1:0

Auch zum Auftakt der Saison 2014/2015 präsentieren sich die Grün-Weißen am ersten Spieltag den heimischen Fans. Gegner ist diesmal die SG Steineroth-Dauersberg/Molzhain. Kann die Serie gegen diese Mannschaft fortgesetzt werden? 

Im Abschlussklassement der abgelaufenen Saison lagen die beiden Teams auf Augenhöhe. Mit dem 6:2-Sieg gegen Honigsessen konnte der VfB die SG am letzten Spieltag noch überholen; mit einem Punkt Abstand landeten Niederdreisbach und Steineroth auf den Plätzen 10 und 11. Nachdem das Hinspiel mit 4:3 knapp an unseren nächsten Gegner ging, endete das Rückspiel 1:1. Insgesamt ist die Bilanz gegen Steineroth seit 2009 aber leicht positiv (3 Siege, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen für den VfB.

Die Bilanz wurde erst vor knapp drei Wochen zugunsten der Niederdreisbacher gewendet. Dank überragender fünf Tore von Sandro Josten, der auch in beiden Pflichtspielen der vergangenen Saison traf, schlug der VfB Steineroth beim DIG-Cup in Daaden mit 7:1. Dieses Ergebnis ist aber mit Vorsicht zu genießen, fehlten doch bei der SG mit den Schäfer-Brüdern, Marco Köhler und Peer Pracht vier Führungsspieler, die den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen können. Am ersten Spieltag der Kreisliga A WW/Sieg wird die Platte-Elf ein ganz anderer Gegner erwarten.

À propos Platte: Die Fans sollten auch deshalb zum Niederdreisbacher Sportplatz pilgern, weil Achim Platte beim Pflichtspieldebüt bei seiner Rückkehr auf die VfB-Trainerbank alle Unterstützung verdient hat. Die Eindrücke aus der Vorbereitung deuten darauf hin, dass die Mannschaft auf einem guten Weg ist, obwohl sich mit Nickol, Quast und Meier wichtige Stützen nicht mehr im Kader befinden. Die jungen Neuzugänge Simon Haubrich und Tom Luca Rötter (beides waschechte Niederdreisbacher) sowie Erblin Kuci ließen in den Testspielen schon ihre Klasse aufblitzen - sie werden dem Verein helfen können. Man darf gespannt sein, welche Rollen sie im Laufe der Saison in der Mannschaft finden werden. Platte hat jedenfalls als Saisonziel einen einstelligen Tabellenplatz und somit eine Verbesserung gegenüber der Vorsaison ausgegeben, was zeigt, dass er von seinem Team überzeugt ist.

Auch Trainerkollege Dirk Wagner möchte auf Seiten der SG Steineroth, dass eine bessere Platzierung herausspringt als in der Saison 2013/2014. Ein Trumpf wird gerade zu Beginn die Eingespieltheit seiner Truppe sein, denn die SG hat keinen einzigen Abgang zu beklagen. Da auf der anderen Seite drei Spieler hinzukamen (neben zwei ehemaligen A-Jugendlichen Lukas Hüsch aus Weitefeld), scheinen die Rot-Weißen auch in der Breite bestens aufgestellt. Ein sorgenfreies zweites A-Klasse-Jahr sollte unter diesen Umständen möglich sein. Gerne darf die Mannschaft aber wieder ihr Auftaktspiel verlieren wie beim 0:2 gegen Niederroßbach vor einem Jahr.

Wo genau sich die einzelnen Teilnehmer in der Kreisliga A in dieser Saison einordnen werden, ist naturgemäß vor dem allerersten Spiel noch schwer zu prognostizieren. Entsprechend lässt sich auch nicht gut vorhersehen, welche anderen Partien an diesem Wochenende von besonderer Bedeutung für den VfB sind. Eröffnet wird die Saison am Samstag jedenfalls mit einem Traditionsduell zwischen dem Kreispokalsieger Niederfischbach (Vorsaison: 6. Platz) und dem Absteiger Herdorf. Am Sonntag gibt es dann neben der Paarung Niederdreisbach-Steineroth folgende Spiele: Betzdorf II (4.) gegen Weyerbusch (7.), Alsdorf (9.) gegen Meudt (8.), Lautzert (Aufsteiger) gegen Mündersbach (5.), Westernohe (Aufsteiger) gegen Wallmenroth (2.) und Hamm (Absteiger) gegen Niederroßbach (3.).

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