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10. Spieltag (Samstag, 19.10.13, 15:30 Uhr): VfB Niederdreisbach - SG Alsdorf/Kirchen/Freusburg/Wehbach

VfBLogo50x50 0:1 AlsdorfKirchen

 

Tabellenkeller rückt dicht zusammen

Die letzten vier Teams der Tabelle trennt nach dem 10. Spieltag nur ein Punkt. Im Kellerduell zwischen Niederdreisbach und Alsdorf hatten die Grün-Weißen die Chance, sich Luft zu verschaffen. Die SG hingegen wollte nach sieben sieglosen Spielen in Folge endlich wieder nach Luft schnappen. Der erste Aufreger der Begegnung geschah bereits nach fünf Minuten, als Murat Ülker eine hundertprozentige Torchance nicht nutzen konnte, weil VfB-Schlussmann Pierre Zeitz hervorragend agierte. Anschließend kamen die Hausherren zum Zuge. Markus Nickol bugsierte das Leder jedoch etwas über das Tor (8.). Wenige Augenblicke darauf scheiterte Patrick Kober an Marco Peter im SG-Tor (8.). Danach passierte lange nicht viel. Alsdorf kam mit zunehmender Spieldauer aber besser ins Spiel und übte Druck aus. In der 20. Minute beförderte Daniel Kötting einen Eckstoß an das Lattenkreuz. Die beste VfB-Chance kreierte Marcel Quast mit einem Solo-Lauf aus der eigenen Hälfte, der aber erneut von Peter vereitelt wurde (30.). Die letzte Aktion im ersten Durchgang gehörte schließlich wiederum den Gästen, deren Akteur Thomas Schäfer mit seinem Schuss eine tolle Parade von Pierre Zeitz provozierte (38.). VfB-Trainer Seibert schien in der Halbzeit den richtigen Nerv getroffen zu haben, denn seine Jungs kamen mit deutlichem Aufwind aus der Kabine. So sahen die Zuschauer in der 55. Minute eine spektakuläre Doppelchance. Zunächst wurde Konni Knautz im Anschluss an einen herrlichen Spielzug in Schussposition gebracht, sein Abschluss wurde leider pariert. Den Nachschuss traf Marcel Quast nicht optimal, sodass erneut der SG-Keeper Peter die Oberhand behielt. Es folgte ein sehr guter Freistoß der Gäste durch Robin Steffe (55.). Die Antwort darauf kam wiederrum von Quast, der die beste VfB-Chance hatte. Sein harter Schuss wurde irgendwie noch aus der Gefahrenzone gekratzt (56.). In dieser Phase roch Niederdreisbach am Führungstreffer, erzielt wurde er jedoch durch die Gäste. Begünstigt durch einen Pfostentreffer eines Kollegen erhielt SG-Kapitän Robin Stockschläder das Spielgerät genau vor die Füße gespült und versenkte es im Netz (64.). Der VfB versuchte noch einmal den Turn-around und kam zu drei weiteren Möglichkeiten. Markus Nickol köpfte knapp vorbei (70.), Marcel Quast tat es ihm mit dem Fuß gleich (70.). Eine viertel Stunde vor dem Ende wurde Nickol per Pass gut bedient. Der heraus stürmende Peter blieb aber auch in diesem Duell der Sieger. Das letzte Highlight setzten die Gäste mit einem Pfostenschuss durch den eingewechselten Gegelmann (81.).

Fazit: Die Negativ-Serie hält weiterhin an. Dennoch sollte man versuchen, die positiven Lehren aus dem Spiel mitzunehmen. Im Vergleich zur Vorwoche in Meudt präsentierte man sich im Defensivverbund stabiler und spielte sich etwas mehr Tormöglichkeiten heraus. Leider krankt es im Aufbauspiel und so verpuffen einige Vorstöße verfrüht und es entstehen brenzlige Situationen. Im nächsten Spiel wartet Liga-Primus Betzdorf, was in der aktuellen Situation für die Köpfe der Spieler ideal sein sollte. Anders als gegen Meudt und Alsdorf ist der Siegesdruck nicht vorhanden. Klar, es werden dringend Punkte benötigt. Dennoch ist man in Betzdorf der krasse Außenseiter und hat daher nichts zu verlieren.

Aufstellung: Pierre Zeitz, Andreas Lenz, Marco Lenz, Simon Lenz, Stefan Lenz (67. Stefan Ermert), Patrick Kober, Konstantin Knautz (73. Steffen Trapp), Simon Hempel (77. Sandro Josten), Heiko Schnell, Marcel Quast, Markus Nickol

Nächste Partie: 11. Spieltag Kreisliga A am Sonntag, dem 27.10. um 14:30 in Betzdorf.


Vorbericht

Der VfB Niederdreisbach befindet sich aktuell in einer schwierigen Lage. Sechs der bislang neun Saisonspiele gingen verloren und mit derzeit sieben Punkten trennt ihn nur ein Zähler vom Relegationsplatz. Drei Zähler sind es bis zum ersten sicheren Abstiegsplatz. Diesen 13. Rang hat derzeit die SG Alsdorf/Kirchen/Freusburg/Wehbach inne. Am Samstag kommt es also für den VfB gegen diese Mannschaft zu einem weiteren „Sechs-Punkte-Spiel“, das – das dürfte allen Beteiligten klar sein – einen besseren Ausgang haben muss als die Partie in Meudt vor einer Woche (1:2). Auf heimischem Platz sollten Punkte gegen Alsdorf/Kirchen möglich sein: Niederdreisbachs zwei Saisonsiege wurden hier errungen. Unser nächster Gegner hingegen konnte als Gast erst einen Punkt holen und belegt somit in der Auswärtstabelle den letzten Tabellenplatz. Dieser eine Punkt gelang der Ningel-Elf übrigens am allerersten Spieltag (2:2 in Niederfischbach). Nach einem Sieg gegen Meudt (2:1) eine Woche darauf ging Alsdorf/Kirchen immer leer aus: sieben Niederlagen in Folge setzte es seither (u.a. als bisher einziges Team gegen Derschen). Die Mannschaft befindet sich also in einer noch größeren Krise als der VfB. Dabei hatte sich die SG eigentlich Zitterpartien wie in den letzten beiden Spielzeiten vermeiden wollen: 2011/12 gelang nach sensationeller Rückrunde erst über die Relegation und nach Verzicht der SG Bruchertseifen der Klassenerhalt und auch 2012/13 musste das Team bis kurz vor Saisonende zittern. Diesmal wollte Ningel einen Mittelfeldplatz erreichen, der allerdings nach dem ersten Saisondrittel in weiter Ferne rückt. Ein Grund hierfür liegt in der Offensive, die es mit 7 Toren bislang an Durchschlagskraft vermissen ließ; der aus Herdorf zurückgekehrte Torjäger Kevin Denter traf erst einmal ins Schwarze. Daniel Kötting und Konstantin Gegelmann, in der Vorsaison mit 15 bzw. 11 Toren die Toptorschützen, waren bisher nur je zweimal erfolgreich, sind aber damit auch dieses Jahr die erfolgreichsten Stürmer. Mit etwas mehr Treffsicherheit hätten die zahlreichen knappen Niederlagen (viermal mit einem Tor, zweimal mit zwei Toren) vermieden werden können. Wie so viele Partien in dieser Saison für Alsdorf/Kirchen war auch das Rückspiel der Vorsaison hart umkämpft. Hatte der VfB in Niederdreisbach am Ende deutlich mit 5:2 (1:1) gewonnen, gewann er in Alsdorf nach einer 1:0-Pausenführung für die Hausherren mit 2:1 durch einen laut Rhein-Zeitung „zweifelhaften“ Strafstoß, den Heiko Schnell im Tor versenken konnte. Hart umkämpft wird das Aufeinandertreffen am Samstag sicher wieder werden, doch auch einen Kampfsieg würde der VfB Niederdreisbach gern zum Oktoberfest im Dorfgemeinschaftshaus mitnehmen.
Punkte gegen Alsdorf/Kirchen sind auch deshalb so wichtig, weil am Samstag ebenfalls Tabellennachbar Honigsessen (12., 6 Punkte) zum Schlusslicht Derschen reist (4 Punkte).  Die letzten vier Teams der Liga bleiben an diesem Spieltag also unter sich. Egal wie das Spiel in Derschen  ausgeht: eine der beiden Mannschaften erreicht mindestens die aktuelle Punktzahl des VfB. Im schlimmsten Fall droht folglich gar der erstmalige Sturz auf einen direkten Abstiegsplatz. Die Mannschaft tut trotzdem oder gerade deshalb gut daran, an die zweifelsohne vorhandenen Stärken zu glauben, die letzte Saison zu einem großartigen Abschneiden führten und die auch diesmal über kurz oder lang den nötigen Erfolg bringen werden.

Auch wenn die anderen Partien des 10. Spieltags für die VfB-Fans nicht von allzu großer Relevanz sein dürften, sollen diese der Vollständigkeit halber nicht unerwähnt bleiben. Betzdorf II (1., 22 Punkte) versucht die Tabellenführung im Lokalduell gegen Steineroth (9., 12 Punkte) zu verteidigen. Im Falle eines Ausrutschers könnte Wissen (2., 21 Punkte) vorbeiziehen, muss dafür aber beim FC Niederroßbach bestehen, der auch weiterhin oben mitspielt (4., 17 Punkte). Der Tabellendritte Wallmenroth kann mit seinen 18 Punkten auch bei einem Sieg beim TuS Wied (10., 10 Punkte) zu Betzdorf II aufschließen. Duelle unter Tabellennachbarn im Mittelfeld gibt es zwischen Mündersbach (5., 16 Punkte) und den aufstrebenden Niederfischbachern (6., 16 Punkte) sowie zwischen Weyerbusch (7., 14 Punkte) und Meudt (8., 12 Punkte).

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