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19. Spieltag (Samstag, 30.03.13, 16:30 Uhr): VfB Niederdreisbach - SG Meudt/Elbingen-Hahn/Berod

VfBLogo50x50 3:0 Meudt

 

VfB „wickelt“ Spiel gegen Meudt stoisch ab

Der Auswärtssieg in Mündersbach bescherte nicht nur drei Punkte, sondern zusätzlich Selbstvertrauen sowie Sicherheit. Dies demonstrierten die Grün-Weißen beim wichtigen „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Mitaufsteiger Meudt. Der Traumstart gelang Sandro Josten in Spielminute fünf. Sein Offensivpartner Markus Nickol spitzelte ihm den Ball zu und Josten lupfte ihn über den Schlussmann ins Netz. Kapitän Patrick Kober symbolisierte umgehend auch Ambitionen, den Gegner früh zu überrennen. Sein harter Schuss fand jedoch nicht den Weg ins Tor (6.). Niederdreisbach präsentierte sich in den ersten fünfundzwanzig Minuten dominant, ließ den Ball wunderbar zirkulieren. Vorne harmonierten Nickol und Josten prächtig. Leider gelang kein weiterer Treffer, sodass die Gäste Morgenluft witterten und sich nun mehr und mehr einschalteten. Begünstigt durch einige Unsicherheiten im Niederdreisbacher Spiel, versuchte die SG mitzumachen. Deren einzige nennenswerte Szene im ersten Durchgang ist in Minute 17 zu verzeichnen, als „Schumi“ das VfB-Tor nach einem brenzligen Schuss mit Bravur verteidigte. Die knappe Pausenführung war verdient, wenn auch kein ausreichendes Polster, um sich darauf auszuruhen. Aus dem Hinspiel sowie der letztjährigen Kreismeisterschaft wusste man um die Offensivstärke der Meudter. Doch bevor diese sich im zweiten Durchgang entwickeln konnte, stach der VfB erneut zu. Tim Meyer hatte das Spielgerät von rechts mit Druck in die Mitte gespielt, wo Konni Knautz die Hufe hinhielt (49.). Wieder sorgte ein frühes Tor für konsternierte Gäste, denen keine ernstzunehmende Szene mehr im Spiel nach vorne gelang. Stattdessen spielte Niederdreisbach unaufgeregt und souverän, vergaß dabei jedoch nicht das stürmen. Heiko Schnell versuchte sich aus der Halbdistanz (58.) und Markus Nickol scheiterte am Aluminium (70.). Die Vorentscheidung kurz vor Schluss verpasste Konni Knautz knapp per Kopf (84.). Eine Minute später übernahm dies Torjäger Markus Nickol nach einer Schnell-Flanke von der rechten Seite. Aus etwa elf Metern traf er problemlos.

Fazit: Der Traumstart in die Restrunde ist somit perfekt. In Mündersbach wurden drei nicht eingeplante Punkte entwendet und zu Hause im richtungsweisenden Aufsteiger-Duell gelang ein zu keiner Zeit gefährdeter Sieg. Die Souveränität des VfB erwuchs nicht zuletzt aus der abgeklärten und fabelhaften Leistung des Abwehrchefs Andreas Lenz. Gemeinsam mit seinen Nebenmannen trug er maßgeblich dazu bei, dass die Null hinten stand. Die Zuschauer erlebten ein eingeschworenes Team, welches sich durch Geschlossenheit und Leidenschaft auszeichnete. Durch die nun geschaffene Ausgangsposition kann man ohne Druck in das schwere Spiel gegen Liga-Primus VfB Wissen am Ostermontag gehen. Zu verlieren gibt es dort nichts.

Aufstellung: Tim Schumacher, Andreas Lenz, Tim Meyer (90. Steffen Trapp), Christian Meyer (84. Matti Höfer), Simon Lenz, Patrick Kober, Konstantin Knautz, Heiko Schnell, Sandro Josten, Marcel Quast, Markus Nickol (88. Stefan Lenz)

 


 

Vorbericht

Mal wieder ist am Osterwochenende mit Schnee zu rechnen (siehe „WetterOnline“ in der rechten Spalte), sodass noch nicht sicher gesagt werden kann, ob die Partie zwischen dem VfB Niederdreisbach und der SG Meudt/Elbingen-Hahn/Berod wirklich stattfinden kann. Fünf Paarungen des 19. Spieltags der Kreisliga A wurden bereits unter der Woche ausgetragen, das Spiel zwischen Niederroßbach (7.) und Wissen (2.) wegen Unbespielbarkeit des Platzes verschoben. Das Winterchaos hat den Fußballkreis WW/Sieg weiter fest in der Hand.
Bevor wir uns dem voraussichtlich ersten VfB-Heimspiel seit Mitte November zuwenden, werfen wir einen Blick auf die bereits absolvierten Partien des aktuellen Spieltags. Bereits am Dienstag kam Honigsessen durch einen Treffer in der Nachspielzeit zu einem wichtigen Sieg gegen die schwächelnde zweite Mannschaft der SG 06 Betzdorf. Niederdreisbachs Mitaufsteiger konnte somit den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle herstellen. Noch liegt der TuS auf dem Relegationsplatz, ist aber nach Punkten mit Meudt (11.) gleichgezogen. Die Niederlagenserien der Kellerkinder gehen derweil ohne Unterbrechung weiter. Alpenrod (14.) zog sich beim 2:1-Sieg der SG Wallmenroth noch erstaunlich gut aus der Affäre, während sich Herschbach (13.) einmal mehr abschießen ließ. In Kirchen setzte es ein 0:8 aus Sicht des Vorletzten. Die SG Alsdorf/Kirchen zog durch diesen Pflichtsieg bei einem Spiel mehr zumindest vorübergehend am VfB vorbei; ein Unentschieden gegen Meudt würde diesem aber bereits reichen, um Platz 8 zurückzuerobern. Der VfB Wissen war zum Zusehen verdammt, als Hamm dem SV Adler Niederfischbach die erste Rückrundenniederlage bescherte und diesen deutlich mit 5:1 bezwang. Somit verdrängte der VfL zehn Tage vor dem Traditionsduell des Führungduos den VfB von der Tabellenspitze. Niederfischbach hingegen verpasste die Möglichkeit, zu den vorderen Plätzen aufzuschließen und ist so dem VfB Niederdreisbach noch nicht gänzlich enteilt. Sollten die Grün-Weißen gegen Meudt gewinnen können, lägen sie bei einem Spiel weniger und besserem Torverhältnis zwei Punkte und zwei Plätze hinter Niederfischbach.
Egid Hannapel wird am Samstag naturgemäß einen Heimerfolg des VfB verhindern wollen. Der Trainer der SG Meudt war letzten Sonntag hautnah mit dabei, als die Truppe seines Kollegen Uwe Jünge die favorisierte SG Mündersbach mit 3:2 bezwang. Gegenüber der Rhein-Zeitung gab er an, dass Niederdreisbach „besonders kämpferisch und läuferisch“ überzeugen konnte (RZ, 28.03.). Die Tatsache, dass der Mitaufsteiger sich durch zwei Gegentore in den ersten zehn Minuten nicht entmutigen ließ und zum zweiten Mal in dieser Saison einen Rückstand in einen Sieg umwandeln konnte (beide Male gegen Mündersbach), hat Hannapel beeindruckt und sollte der VfB-Elf Auftrieb für die kommenden wichtigen Aufgaben geben. Im Hinspiel jedenfalls waren diese Qualitäten nicht gefragt; hier galt es, eine 2:0-Halbzeitführung zu verteidigen. Dieses Vorhaben gelang – begünstigt durch Platzverweise gegen Meudts Burak Türk und Ersin Erhan. Niederdreisbachs Pressewart Daniel Strunk stellte im Spielbericht fest, dass unsere Mannschaft „über weite Strecken den Spielverlauf [diktiert]“ hatte. Ob es in der Rückrunde einen ähnlichen Spielverlauf geben wird, hängt nicht zuletzt davon ab, ob die starke Meudter Abwehr geknackt werden kann, die mit erst 24 Gegentoren hinter Wissen (15) sowie Mündersbach und Weyerbusch (je 23) die viertbeste der Liga ist. Trotz dieses guten Wertes trennt nur noch das bessere Torverhältnis unseren nächsten Gegner vom Relegationsplatz und so steht dieser sicherlich unter größerem Druck als der VfB Niederdreisbach.

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