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5. Spieltag (Sonntag, 09. September 2012, 14:30 Uhr): VfB Niederdreisbach - SG Mündersbach/Roßbach

VfBLogo50x50 4:2 Muendersbach

Niederdreisbach beendet Durststrecke mit Heimerfolg gegen den Tabellenzweiten

Die letzten drei Spiele konnte man nicht gewinnen, daher war der ersehnte Befreiungsschlag am 5. Spieltag umso wertvoller. Die Anfangsphase lief jedoch alles andere als gut. Schon nach drei Minuten traf die SG Mündersbach, wurde aber vom Schiedsrichter, der ein Foul gesehen hatte, zurückgepfiffen. Nach 13 Minuten schoss dann Andreas Fromholz für die SG gefährlich aufs Tor. Sein Kamerad Thomas Rachul war in der 17. Minute erfolgreicher. Nach Vorarbeit von Eduard Merker erzielte er mit Hilfe des Innenpfostens die Führung für die Gäste. Die Antwort des VfB ließ glücklicherweise nicht lange auf sich warten. Heiko Schnell hatte mit seinem Eckball den Kopf von Konni Knautz angepeilt, der präzise einnickte (22.). Nach einer halben Stunde verpasste Sandro Josten eine aussichtsreiche Möglichkeit, als Markus Nickol ihn im Anschluss an ein Dribbling quer durch den Strafraum in Szene gesetzt hatte. Beim Schuss hatte Josten aber zu viel Rücklage, sodass der Ball übers Tor flog. Kurz vor dem Halbzeitpfiff richtete sich der quirlige Linksaußen trotzig selbst wieder auf. Mit einem unwiderstehlichen Antritt ließ er zwei Verteidiger eiskalt stehen und veredelte sein Solo mit einer punktgenauen Hereingabe auf den Mann mit dem Torriecher, Markus Nickol, der nur noch seinen Schlappen hinhalten musste und damit die Führung markierte. Konni Knautz hätte den Gästen kurz vor der Pause fast noch einen mitgegeben, doch sein Schuss streifte hauchdünn am Aluminium vorbei. Nach der Kabinenpredigt der Trainer suchte der VfB schnell die Vorentscheidung und machte ordentlich Dampf. Vier Chancen in zwei Minuten untermauerten diese Absicht. Erst probierte es Heiko Schnell mit einem Distanzschuss (50.). Direkt im Anschluss umkurvte Sandro Josten den Torwart und scheiterte nur noch an einem Verteidiger, der die Kugel von der Torlinie kratzte (50.). Auch Patrick Kobers Kopfball nach einer Josten-Ecke verfehlte nur um Haaresbreite das Gehäuse (51.). Diese Angriffswelle schloss Heiko Schnell mit einem erneuten Fernschuss ab (52.). Vor den Toren passierte in Folge dessen wieder etwas weniger. Viel eher wurde im Mittelfeld um die Bälle gekämpft. In jener Phase verlor die SG ihren Spieler Yusuf Yürek, der vom Schiedsrichter wegen einer unsachlichen Bemerkung zum Duschen geschickt wurde. Die nächste Strafraumszene fand in der 70. Minute statt. Stefan Lenz hatte sich über rechts durchgetankt und das Auge für den mitgereisten Markus Nickol gehabt. Unser Top-Torjäger durfte die Kugel erneut über die Linie drücken. Die trügerische Sicherheit eines Zwei-Tore-Vorsprungs währte nur fünf Minuten. Nach einem Eckball köpfte Eduard Merker seine SG wieder in Schlagdistanz. Es folgte eine nervliche Zerreißprobe für den VfB, die Heiko Schnell mit seinem Treffer in der 89. Minute unter tosendem Jubel beendete. Christian Hassel führte das Leder auf der linken Seite am Fuß und hatte gesehen, dass unsere Nummer 9 auf der gegenüberliegenden Flanke etwas Platz hatte. Folglich spielte er einen langen Ball und Heiko Schnell tanzte zwei Leute aus, um das Spielgerät schließlich humorlos in der kurzen Ecke zu versenken. Alles schien gelaufen zu sein, doch der Schiedsrichter zeigte vier Minuten Nachspielzeit an, woraus am Ende sechs wurden. Es entstand nochmal Gefahr, denn ein abgefälschter Querschläger der SG wäre fast im Kasten gelandet. Als alle schon mit dem Schlusspfiff rechneten, durfte Mündersbach munter weiter sein Glück versuchen und nach einem Foul bekamen sie sogar noch einen Strafstoß zugesprochen. Diesen legte sich Eduard Merker zurecht. Er zielte auf die rechte untere Ecke, die VfB-Keeper Tim Schumacher allerdings ebenso ansteuerte und somit einen weiteren Gegentreffer vereiteln konnte.

Fazit: Nach drei sieglosen Spielen und einem harten Stück Arbeit schafft der VfB nun den Befreiungsschlag. Sieben Punkte stehen zu Buche, was Tabellenplatz sechs bedeutet. Zu Beginn der Partie übten die Gäste großen Druck aus und gingen folgerichtig in Führung. Niederdreisbach kämpfte sich aber zurück und ging mit 2:1 in die Pause. Im zweiten Durchgang war man die gefährlichere Truppe mit den aussichtsreicheren Möglichkeiten. Ein verdienter Sieg, der bis zum Ende dennoch auf der Kippe stand.

Aufstellung: Tim Schumacher, Marco Lenz, Tim Meyer, Christian Meyer (52. Christian Hassel), Michael Schuster (81. Uwe Jünge), Patrick Kober, Konstantin Knautz (90. Matti Höfer), Heiko Schnell, Sandro Josten, Stefan Lenz, Markus Nickol

Hier erzielt Konni Knautz den Ausgleichstreffer (1:1), links neben ihm lauerte noch Sandro Josten, der Vorbereiter zum 2:1.

2012-09-09_VfB-Muendersbach
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Nächste Partie: Achtelfinale im Kreispokal am 11.09. um 19:30 auswärts bei der SG Elkenroth auf dem Sportplatz in Kausen.

Vorbericht

Nur eine Woche nach der Niederlage beim verlustpunktfreien VfB Wissen empfängt der VfB Niederdreisbach am 5. Spieltag eine weitere Mannschaft, die bislang alle Spiele gewonnen hat. Da die Partie der SG Mündersbach/Roßbach vom vergangenen Sonntag verlegt wurde, belegt unser nächster Gast aktuell den zweiten Platz in der Tabelle hinter Spitzenreiter Wissen. Ein weiterer schwerer Gegner steht also für den VfB auf dem Programm.
Erst beim Auswärtserfolg in Salz gegen die SG Herschbach vor zwei Wochen kassierte die Spielgemeinschaft aus der Verbandsgemeinde Hachenburg ihr erstes und bislang einziges Gegentor – Ligabestwert gemeinsam mit dem SSV Weyerbusch! Gleich neunmal traf Mündersbach in drei Partien – nur Wissen hat, bei einem Spiel mehr, häufiger getroffen! Sechs der neun Tore wurden jedoch gegen das bislang punktlose Tabellenschlusslicht Alpenrod erzielt. Auch Herschbach, Gegner am dritten Spieltag, liegt aktuell auf einem Abstiegsplatz. Da es zum Auftakt gegen Liganeuling Meudt ging, muss Mündersbach also noch nachweisen, wie viel die optimale Punktausbeute wert ist und ob sich das Team dauerhaft im Vorderfeld der Kreisliga A WW/Sieg behaupten kann. In der letzten Saison jedenfalls steckte der damalige Bezirksliga-Absteiger bis zum Schluss im Abstiegskampf, obwohl als Saisonziel eigentlich Platz 4-8 ausgegeben worden war. Bis zum letzten Spieltag, als man sich letztlich in beeindruckender Manier mit 6:1 gegen den SV Adler Niederfischbach durchsetzen konnte, musste man noch befürchten, auf den Relegationsplatz abzurutschen. Die SG, die bis 2011 lange Jahre im überkreislichen Fußball zu Hause war, konnte also noch den dritten Abstieg in vier Jahren, von der Rheinlandliga 2008/2009 in die Kreisliga B 2012/2013, abwenden.
Für die neue Saison peilen die Mündersbacher einen einstelligen Tabellenplatz an. Dementsprechend wurde das Team kräftig umgekrempelt. Gleich acht Abgänge hat die SG zu verzeichnen, denen ebenso viele Neulinge gegenüberstehen. Sieben von diesen, nämlich alle "externen" Neuen, standen an den ersten beiden Spieltagen in der Startelf. Im dritten Spieltag dann befanden sich alle acht von Beginn an auf dem Platz, da auch Tanju Tütüncü, der aus der eigenen Jugend gekommen war, mit von der Partie war. Wie viele andere Vereine bediente sich Mündersbach beim Bezirksliga-Absteiger Bruchertseifen und machte den „Zehner“ Jeton Muriqi zum neuen Kapitän. Vom Bezirksligisten Puderbach kam der neue Torwart Suhail Djemili. Drei Neuzugänge stießen vom WW/Wied-A-Ligisten TuS Asbach zu den Rot-Weißen: neben Abwehrspieler Kai Flade das Sturmduo Andreas Fromholz (Rückennummer. 16) und Thomas Rachul (17), das in der Vorsaison gemeinsam 25 Tore erzielte. Derzeit führt Rachul mit vier Treffern in der Torschützenliste gemeinsam mit VfB-Spieler Markus Nickol und dem Wissener Christian Nöller, zweifacher Torschütze gegen Niederdreisbach, hat aber ein Spiel weniger als die beiden Kontrahenten absolviert. Mittelfeldspieler Eduard Merker (8) traf dreifach gegen Alpenrod und liegt somit gleich hinter dem Führungstrio. Rachul und Merker zeichneten sich also für sieben der neuen Mündersbacher Tore verantwortlich.
Während die SG Mündersbach/Roßbach sich in den höheren Regionen der Liga einnisten möchte, gilt es für den VfB Niederdreisbach, weiterhin bei Heimspielen zu punkten, um nicht in die Abstiegszone hineinzurutschen. Die bereits erwähnten Herschbach (12.) und Alpenrod (14.) treffen aufeinander, sodass das Ligaende noch näher zusammenrücken könnte. Wallmenroth und Betzdorf II, ebenfalls beide hinter dem VfB platziert, haben mit Meudt bzw. Alsdorf schlagbare Gegner vor der Brust, während Mitaufsteiger Honigsessen gegen den VfL Hamm vor einer schwierigen Aufgabe steht. Der VfB Niederdreisbach sollten also versuchen, am 5. Spieltag ein Ausrufezeichen zu setzen, um in den folgenden Spielen gegen Meudt, Alpenrod und Herschbach nicht zu sehr unter Druck zu stehen.

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