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14. Spieltag (Sonntag, 12.11.2017, 14:30 Uhr): VfB Niederdreisbach - Spvgg. Lautzert-Oberdreis

VfBLogo50x50 2:3 


Auch beim Rückrundenstart: VfB verpasst erneut ersten Heimsieg

Gegen den Tabellenführer Spvgg. Lautzert-Oberdreis hat der VfB Niederdreisbach knapp mit 2:3 verloren. Beim ersten Rückrundenspieltag bot der Vorletzte dem Ersten aber Paroli - und das, obwohl sich mit Andreas Marzisz der letzte verbliebene Stürmer verletzt abmelden musste und auch bei den letzten beiden Spielen im Kalenderjahr definitiv ausfallen wird.
So sah Trainer Christian Hensel die Partie: "Das heutige Spiel nahm leider ein unglaublich bitteres Ende. Wir waren in der ersten Halbzeit wirklich bärenstark und führten folgerichtig durch unseren Aushilfsstürmer Stefan Ermert. In der 43. Minute gab es dann leider den Ausgleich nach einem Freistoß, den unser in dieser Situation verletzter Torhüter Schumacher nicht parieren konnte. Schumacher mussten wir dann in der Pause durch Hees ersetzen, wodurch wir als mögliche Reserve nur noch den Torwarttrainer und mich als Trainer zur Verfügung hatten. Wir sind dann eigentlich gut aus der Kabine gekommen, kassierten aber trotzdem nach einem Abwehrfehler das 1:2 - total unverdient, wie ich finde, aber was soll man machen. Im Gegenzug besorgte Josten aber das 2:2 und wenig später traf er sogar noch den Pfosten. Es ist einfach wie verhext: Als Josten kurz vor Schluss von Keeper Cziudej zu Fall gebracht wurde, brachte der Gefoulte den fälligen Elfmeter nicht ins Tor, weil er den Ball nicht richtig traf. So kam es, wie es kommen musste. Im Gegenzug blieb der Ball dreimal in Pfütze liegen, wurde von Lautzert hereingespielt, am Sechzehner optimal getroffen und flog in den Winkel.
Ich bin endlos enttäuscht. Eigentlich hätte der Favorit hier nicht einmal einen Punkt verdient, aber wenn du oben stehst, hast du eben das Glück! Trotzdem: Könnten wir jedes Spiel so spielen, hätten wir weitaus mehr Punkte verdient. Die Realität sieht anders aus und wir haben momentan große Probleme. Wir haben die Karre in den Dreck geschoben und jetzt ziehen wir sie zusammen wieder heraus. Wir geben nicht auf. Der VfB kommt zurück, da bin ich mir ganz sicher!"

Aufstellung des VfB: Schumacher (46. Hees), Hempel, Ch. Meyer, M. Ermert, Rötter, T. Meyer, A. Lenz, Cavga, Josten, Hofmann, St. Ermert

Torschützen für den VfB: St. Ermert, Josten


Vorbericht

Die Hinrunde ist beendet, doch dem VfB Niederdreisbach (13., 11 Punkte) bleiben noch drei Spiele vor der Winterpause, um nicht auf einem direkten Abstiegsplatz ins neue Jahr gehen zu müssen. Weil der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz nur drei Punkte und der auf den Relegationsplatz sogar nur zwei Punkte beträgt, ist ein Überwintern in sichereren Gefilden durchaus noch möglich. Das Restprogramm hat es allerdings in sich, denn in den kommenden beiden Spielen geht es für den VfB gegen Lautzert (1., 26 Punkte) und Steineroth (2., 25 Punkte), also das Spitzenduo der Liga. Der Jahresabschluss gegen Stockum-Püschen (14., 6 Punkte) sieht schon etwas leichter aus, aber nach dem Trainerwechsel wittert das Schlusslicht Morgenluft und wird mit Sicherheit gerade im immens wichtigen Spiel gegen den derzeitigen Vorletzten Niederdreisbach bis in die Haarspitzen motiviert sein.
Bis Stockum-Püschen am letzten Novemberwochenende ins Paradiesdorf reist, steht der VfB aber vielleicht in der Tabelle schon wieder besser da. Grundvoraussetzung dafür wäre natürlich, dass am besten schon gegen Lautzert überraschend Punkte herausspringen. Die Wohlert-Elf ist frischgebackener Herbstmeister, obwohl sie noch ein Spiel in der Hinterhand hat, das erst im Dezember nachgeholt werden soll. Selten war Niederdreisbach so sehr Außenseiter wie in diesem Spiel. Lautzert dürfte also die Punkte aus dem Spiel in Niederdreisbach schon ganz fest eingeplant haben. Während VfB und Spvgg. im letzten Jahr nur zwei Plätze voneinander entfernt waren, sind es dieses Jahr zwölf; Niederdreisbach hat nach der Hälfte der Spieltage schon 15 Punkte Rückstand auf die Spitze und verlor schon im Hinspiel am Ende deutlich mit 0:3, was seinerzeit den vorübergehenden Fall auf den letzten Rang nach sich zog. Letztmalig im Endklassement hinter Niederdreisbach landete Lautzert übrigens vor sechs Jahren!
Gleich aufgrund mehrerer Aspekte ist unser nächster Gegner vielleicht sogar noch stärker als letztes Jahr. Ausfälle wie auch zu Saisonbeginn gegen Niederdreisbach wurden ohne größere Probleme kompensiert, die Defensive ist ein Bollwerk und die Offensive ist effektiv. Mit ihren lediglich fünfzehn Gegentoren ist Lautzerts Abwehr die beste der Liga. Wer prophezeit hat, dass im Sturm durch den Wegfall von Topangreifer Robert Müller in dieser Spielzeit ein Vakuum entstehen könnte, hat sich getäuscht: durchschnittlich 2,5 Tore pro Spiel sind der zweitbeste Wert der Liga. Mit Abstand bester Angreifer ist Neuzugang Matthias Keller, der sensationell einschlug und in den zwölf von seinem neuen Verein absolvierten Partien dreizehn Mal einnetzte. Da ist es nicht schlimm, dass Robert Müller in der Hinrunde nur dreimal als Einwechselspieler aushalf – und übrigens dann aber in zwei Fällen traf. Darauf setzen, dass der designierte Meister auf fremden Platz nicht so klarkommt, kann man übrigens auch nicht: keine Mannschaft holte auswärts mehr Punkte als die Rot-Weißen, obwohl alle anderen Mannschaften bereits mehr Auswärtsspiele absolviert haben.
Obwohl so viel für Lautzert spricht, gibt sich die VfB-Elf nicht kampflos geschlagen. In einer Mannschaftssitzung unter der Woche haben sich die Jungs von Christian Hensel noch einmal klar gemacht, um was es in der nächsten Zeit geht. Jeder wird am Sonntag bereit sein, das Maximum aus seinem Körper herauszuholen. Die Unterstützung der heimischen Fans könnte dann der ausschlaggebende Faktor für die ganz große Sensation werden.

Interessanterweise geht an diesem Spieltag nur eine weitere Partie am Sonntag, also zur Kernzeit, über die Bühne, nämlich das Duell zwischen unserer beiden kommenden Kontrahenten Stockum-Püschen und Steineroth. Schon am Donnerstag verlor Herdorf (6., 20 Punkte) gegen Niederfischbach (3., 25 Punkte). Am Freitagabend dann empfängt die aufstrebende SG Meudt (11.,14 Punkte) Berod/Wahlrod (4., 24 Punkte), sodass der SC Union zumindest für zwei Nächte die vorläufige Tabellenführung übernehmen könnte. Parallel dazu treffen die Aufsteiger Rennerod (8., 18 Punkte) und Neitersen II (9., 16 Punkte) aufeinander. Außerdem reist Alpenrod (10., 15 Punkte) zum SSV Weyerbusch (5., 22 Punkte). Das Heimspiel unseres Tabellennachbarn Daaden (12., 13 Punkte) gegen Alsdorf (7., 19 Punkte) wurde auf Dezember verschoben.

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