26. Spieltag (Sonntag, 13.05.2018, 15:00 Uhr): VfB Niederdreisbach - SG Neitersen/Altenkirchen II

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Alles wieder offen vor dem letzten Spieltag: Parallel zur Niederlage des VfB Niederdreisbach (12., 28 Punkte) bei der SC Union Berod/Wahlrod, die die Serie von sieben nicht verlorenen Spielen in Folge beendete, gewann die SG Meudt in Alpenrod und somit sind noch verschiedenste Szenarien denkbar. Alpenrod liegt weiterhin drei Punkte vor Niederdreisbach und Niederdreisbach wiederum nur einen vor Meudt. Weil in unserer Liga weder die Tordifferenz noch der direkte Vergleich bei Punktgleichheit über den Abstieg entscheiden, gibt es abhängig von den Ergebnissen am letzten Spieltag für den VfB folgende Möglichkeiten, die wir genauer beleuchten werden:

Ein direkter Klassenerhalt ohne „Nachsitzen“ ist aus Niederdreisbacher Sicht nicht mehr möglich. Anders formuliert: Der VfB muss am Sonntag alles dafür tun, die Saison noch um mindestens ein Spiel zu verlängern. Rein mathematisch liegt die Wahrscheinlichkeit für eine solche Saisonverlängerung immerhin bei 78%. Nur ein Remis oder eine Niederlage bei einem gleichzeitigen Sieg für Meudt würde den direkten Abstieg bedeuten. Im günstigsten Fall wird das Heimspiel gegen Neitersen II gewonnen, während Alpenrod in Herdorf verliert. Dann könnte man nämlich durch einen Sieg im Entscheidungsspiel gegen Alpenrod auch ohne Relegation gegen die B-Liga-Vizemeister den Verbleib in der Liga feiern. Am wahrscheinlichsten ist derweil die sofortige Relegation (56%). Wer neben Kirburg noch in die Relegation gehen wird und um wie viele Plätze es dabei geht, steht noch nicht endgültig fest. Zumindest sorgte die Meldung der SG Steineroth, mit der SG Fensdorf zu fusionieren und sich somit nicht aus der Liga zurückzuziehen, für eine größere Klarheit (siehe RZ vom 8. Mai 2018). Eines kann der Reder-Elf auf keinen Fall mehr genommen werden, nämlich die Aussicht auf den Klassenerhalt, wenn sie ihre restlichen Pflichtspiele der Saison gewinnt: Der Ligaverbleib ist aus eigener Kraft zu schaffen!
Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Die Reserve der SG Neitersen/Altenkirchen ist schließlich der einzige momentane Ligakonkurrent, gegen den der VfB Niederdreisbach noch nie gewonnen hat. Gerade das 0:4 im Hinspiel dürfte noch in Erinnerung sein. Große Rückschlüsse auf das Saisonfinale lässt die Pleite in Neitersen aber nicht zu, denn auf Niederdreisbacher Seite hat sich am Personal einiges geändert und damit, dass am kommenden Sonntag erneut aus Personalnot ein Torwart auf dem Feld eingesetzt werden muss, ist nicht zu rechnen. Allerdings ist Neitersen II seit November noch einmal stärker geworden. Lag der Aufsteiger am Ende der Hinrunde auf Platz 9, steht die Mannschaft in der Rückrundentabelle auf Platz 4 und könnte sich bei nur zwei Punkten Rückstand auf Rennerod sogar noch zur besten Rückrundenmannschaft küren. In den letzten sechs Partien gingen die Rot-Blauen viermal als Sieger vom Platz (unter anderem gegen Meister Lautzert und den Zweiten Niederfischbach) und verloren nur einmal (0:2 gegen Berod/Wahlrod). Der Klassenerhalt ist in Anbetracht von Gesamtposition 6 und neun Punkten Vorsprung auf Niederdreisbach so oder so schon in trockenen Tüchern; wirkliche Abstiegssorgen musste sich Trainer Stefan Bischoff nie machen. Grundlage für den souveränen Klassenerhalt des Liganeulings war die Abwehr, die nur 32 Gegentreffer zuließ. Sollte der VfB nicht mindestens vier Tore schießen, wäre Neitersen das Prädikat „beste Defensive der Liga“ nicht mehr zu nehmen. Alle Anhänger des VfB Niederdreisbach wären aber sicherlich am Sonntag auch mit weniger eigenen Toren zufrieden, sofern ihre Mannschaft die Aufholjagd der letzten Wochen mit Erfolg krönt.

Wie bereits beschrieben misst sich Alpenrod (11., 31 Punkte) mit der SG Herdorf (5., 37 Punkte). Noch wichtiger für den VfB ist jedoch der Ausgang der Partie in Meudt, wo die heimische SG (13., 27 Punkte) die SG Alsdorf/Kirchen (9., 35 Punkte) empfängt. Wenn Alsdorf an die Leistung vom überraschend hohen 4:1 gegen Rennerod anknüpfen kann, dürften für die Caglayan-Elf, die schon gerettet ist, sich aber noch in die obere Tabellenhälfte vorkämpfen kann, Auswärtspunkte machbar sein. Keine Relevanz für das Schicksal des VfB haben die restlichen Paarungen. Weil Stockum-Püschen (14., 10 Punkte) schon seit längerem als Schlusslicht feststeht und es auch für Gegner Berod/Wahlrod (3., 43 Punkte) um nichts mehr geht, konnte dieses Spiel auf Freitagabend vorverlegt werden. Daaden (7., 35 Punkte) beendet die Saison nach brillanter Rückrunde mit einem Heimspiel gegen Weyerbusch (10., 34 Punkte). Niederfischbach (2., 44 Punkte) muss gegen Rennerod (4., 41 Punkte) unbedingt gewinnen, um Vizemeister zu werden. Lautzert (1., 50 Punkte) verabschiedet sich in Molzhain aus der Kreisliga A, wo die SG Steineroth (8., 35 Punkte) ihr letztes Spiel als Spielgemeinschaft aus nur zwei Vereinen bestreitet und der Trainer und einige Schlüsselspieler ihr letztes Spiel für die SG angehen.

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