15. Spieltag (Sonntag, 20.11.2016, 15:00 Uhr): Spvgg. Lautzert-Oberdreis - VfB Niederdreisbach

2:1 VfBLogo50x50

VfB erstmals nach fünf Spielen wieder geschlagen

Beim witterungsbedingt nach Puderbach verlegten Spiel gegen die Spvgg. Lautzert-Oberdreis zog der VfB Niederdreisbach erstmals seit Anfang Oktober wieder den Kürzeren. Das Spitzenteam aus dem Kreis Neuwied ging zwar kurz vor der Pause Rückstand, konnte das Spiel aber im zweiten Durchgang noch drehen. Somit bleibt Lautzert in Tuchfühlung zu Spitzenreiter Wallmenroth, während Niederdreisbach in der Tabelle einen Platz verliert.

Der VfB war in der ersten Halbzeit die aktivere Mannschaft. Somit war es nicht unverdient, dass Heiko Schnell seine Elf kurz vor der Pause durch einen Strafstoß in Führung brachte. Nach der Pause war dann die Spielvereinigung stärker als der VfB, ohne den ganz großen Fußball zu spielen. Lautzert hatte aber drei gute Chance, aus denen kein Kapital geschlagen werden konnten. Die beiden Gegentore für Niederdreisbach vielen dann jeweils nach Ecken und beide Male "aus dem Nichts" (Kommentar des VfB-Trainers Christian Hensel. Er war sich sicher, dass der Ball beim Ausgleich die Torlinie nicht überschritten hatte, was ihm die fairen heimischen Spieler nach dem Spiel auch bestätigten. Letztlich lässt sich aber nichts an der Tatsache ändern, dass der Schiedsrichter in dieser Szene auf Tor erkannte. Neun Minuten vor Schluss brachte dann Robert Müller, Lautzerts bester Torschütze, seine Mannschaft in Führung. "Dass wir uns eine direkte reingedrehte Ecke fangen, ist natürlich ärgerlich", schüttelte Hensel den Kopf, als er an die entscheidende Szene dachte. Beim 2:1 blieb es dann bis zum Abpfiff.

Vor der Winterpause stehen jetzt noch zwei Auswärtsfahrten an. Am Donnerstag geht es nach Steineroth, wo das verlegte Pokal-Viertelfinale ausgetragen wird. Am nächsten Sonntag tritt der VfB dann in Girkenroth an, wo die SG Herschbach als Vorletzter wartet. Anders als zuletzt gegen Meudt und Lautzert kann sich Niederdreisbach in diesem Spiel nicht gegen die Favoritenrolle wehren.

Aufstellung des VfB: Schumacher, Si. Lenz, M. Ermert, St. Ermert, Meyer, St. Lenz (65. A. Lenz), Kober, Schnell, Höfer, Rötter, Josten (37. Grimm)

Torschütze für den VfB: Schnell


Vorbericht

Erstmals absolviert der VfB Niederdreisbach (5., 22 Punkte) am Sonntag ein Meisterschaftsspiel in Puderbach, also auf dem Gebiet des benachbarten Fußballkreises WW/Wied, doch der Gegner ist ein alter Bekannter: Die Spvgg. Lautzert-Oberdreis (3., 24 Punkte) hat sich aufgrund der zu erwartenden Witterungsbedingungen kurzfristig dazu entschieden, ihre Heimspiele am 15. und 16. Spieltag auf den Kunstrasen im nahegelegenen Sitz der Verbandsgemeinde zu verlegen. Bei dieser Begegnung handelt es sich um das zweite von VfB-Trainer Christian Hensel als „Bonusspiel“ angekündigte Duell, denn der Vorjahreszehnte spielt eine bärenstarke Saison und muss als Favorit gelten. Lautzert liegt nämlich auf einem ohnehin schon guten dritten Tabellenplatz, hat aber noch ein Nachholspiel gegen Daaden in der Hinterhand und kann deshalb noch vor der Winterpause aus eigener Kraft bis auf drei Pünktchen an Tabellenführer Wallmenroth herankommen.
Dass die Wohlert-Elf so weit oben platziert ist, liegt in erster Linie am fast optimalen Saisonauftakt. Nach dem Unentschieden in Niederdreisbach am ersten Spieltag (Torschützen: Tom Rötter und Tim Lang) startete Lautzert so richtig durch: 5:1 gegen Daaden, 4:2 gegen Herdorf, 1:0 gegen Almersbach, 4:2 gegen Berod/Wahlrod, 4:1 gegen Niederfischbach. Diese fünf Siege bedeuten die längste Siegesserie aller Mannschaften in dieser Spielzeit und brachten am sechsten Spieltag erstmals die Tabellenführung. Diese konnte in der darauffolgenden Woche durch ein Unentschieden in Wallmenroth verteidigt werden. Erst Meudt fügte Lautzert am 8. Spieltag die erste Niederlage zu und stieß die Rot-Schwarzen vom Thron. Seitdem musste unser nächster Gegner aber auch überraschende Pleiten gegen Alpenrod und Stockum-Püschen einstecken. Vor dem ausgefallenen Spiel in Daaden hat sich die Spielvereinigung aber wieder gefangen. In Weyerbusch siegte Lautzert zwar nur knapp – das Tor zum 3:1-Endstand nach ausgeglichenem Spiel viel erst kurz vor Schluss –, doch ein 2:2 gegen Alsdorf ist aller Ehren wert. Insgesamt wusste Lautzert sowohl auf eigenem als auch auf fremdem Platz zu überzeugen. Ob die 13 von 18 bisher zu Hause möglichen Punkten, die unserem nächsten Gegner in der Heimtabelle Platz drei bescheren, Rückschlüsse auf das Spiel gegen Niederdreisbach zulassen, ist allerdings nur schwer zu sagen. Um ein wirkliches Heimspiel handelt es sich in Puderbach natürlich nicht. Außerdem bleibt abzuwarten, ob die Schützlinge von Frank Wohlert,  die eigentlich auf einem Naturrasen trainieren, mit dem ungewohnten Untergrund besser klarkommen als die Hartplatzkicker aus Niederdreisbach.
Von den sieben Spielen in Folge ohne Niederlage, die Lautzert in den ersten Wochen hingelegt hat, ist der VfB Niederdreisbach noch zwei Spiele entfernt. Durch den nicht unbedingt eingeplanten Punkt gegen Meudt, der eine Serie von sieben Niederlagen bei 5:28 Toren beendete, hat der VfB aber immerhin schon die letzten fünf Partien nicht verloren. Grund zum Jubeln gibt es für unsere Mannschaft allemal, denn während dieser Zeit holte kein anderes Team der Liga mehr Punkte, traf häufiger ins Tor oder kassierte weniger Gegentore als sie. Christian Hensels Matchplan wussten seine Jungs zuletzt immer gut umzusetzen. Der VfB-Coach tüftelt bereits an der richtigen Herangehensweise, um das Lautzerter Angriffsduo, bestehend aus Robert Müller und René Benthaus, das sich für über die Hälfte der Treffer ihrer Mannschaft verantwortlich zeigt, nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Obwohl Lautzert mit nur 16 Gegentreffern defensiv sogar noch ein bisschen besser stand als Niederdreisbach (19), geht Hensel nämlich davon aus, dass das der Schlüssel ist: „Wir müssen sehen, dass wir gut stehen und Lautzert vom Tor weghalten. Steht hinten am Ende des Spiels wieder die Null, werden wir gewinnen.“ Diese Aussage spiegelt das zu Recht gewachsene Selbstvertrauen der VfB-Elf wieder, denn obwohl man gegen Meudt zuletzt nicht treffen konnte, fügt Hensel hinzu: „Vorne machen wir einen!“
Im Mittelfeld muss der Trainer jedoch umbauen, weil Konstantin Knautz ausfällt. Zwar wird unser Rekordtorschütze schon im Pokal am Donnerstag wieder zum Einsatz kommen können, doch sein Fehlen am Sonntag wirkt schwer. „Er ist unser Dreh- und Angelpunkt in der Zentrale. Auch seine Kopfballstärke wird uns fehlen“, so Hensel. Sein Plan ist, ihn nicht eins zu eins zu ersetzen, sondern die Aufgaben, die Knautz sonst zukommen, auf mehrere Schultern zu verteilen. Noch nicht wieder dabei mithelfen kann Sandro Josten, der aber ebenfalls im Pokalspiel wieder mit von der Partie ist. Christian Hüsch wird nach wieder aufgebrochener Verletzung ohnehin noch länger fehlen. Neben Sascha Wirfs rückt aber gegen Lautzert unser Routinier Andreas Lenz wieder in den Kader. Seine Präsenz könnte dazu beitragen, dass der VfB im Optimalfall zumindest bis zu Lautzerts Nachholspiel in Daaden an der Spielvereinigung vorbeizieht. Letztendlich sollten aber jedem VfB-Fan Hensels Worte im Bewusstsein bleiben: „Jeder Punkt am Sonntag wäre wie auch schon der gegen Meudt ein Bonus.“

Lautzert wird sich gegen Niederdreisbach voll reinhängen, denn nur mit einem Sieg kann die Tuchfühlung auf Wallmenroth (1., 30 Punkte) gewahrt werden. Der Herbstmeister hat im Samstagsspiel sichere drei Punkte gegen das abgeschlagene Schlusslicht Almersbach (14., 6  Punkte) im Blick. Spannung bietet der Spieltag in erster Linie in direkten Duellen rund um die Abstiegszone. Der Vorletzte Herschbach (13., 13 Punkte) kann bei seinem Heimspiel in Girkenroth die Gäste aus Weyerbusch (11., 15 Punkte) überholen. Berod/Wahlrod (12., 15 Punkte) und Herdorf (10., 15 Punkte) sind punktgleich mit Weyerbusch. Dem Sieger im Duell der ehemaligen Bezirksligisten winkt die Aussicht, sich ein wenig von unten abzusetzen. Herdorf gewann mit neuem Trainer zuletzt zweimal, doch auch der SC konnte nach der empfindlichen 1:4-Niederlage gegen Niederdreisbach zurückkommen und  Almersbach nach einem Remis gegen Daaden mit 7:2 abfertigen. Niederfischbach (9., 19 Punkte) verlor zuletzt zweimal und muss gegen Daaden (6., 21 Punkte) in die Erfolgsspur zurückkehren, um nicht auf einmal doch wieder in die Gefahrenzone abzurutschen. Ein Mittelfeldduell liefern sich die Lokalrivalen Stockum-Püschen (7., 20 Punkte) und Alpenrod (8., 19 Punkte). Viel Spannung können die Besucher des Spitzenspiels Meudt (2., 26 Punkte) gegen Alsdorf (4., 23 Punkte) erwarten. Die Caglayan-Elf hat hier die Möglichkeit ihre Aufholjagd fortzusetzen und dem zweiten Platz noch näher zu kommen.

(zur Saisonübersicht)

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.