3. Spieltag (Freitag, 26.08.2016, 18:30 Uhr): VfB Niederdreisbach - SG Herschbach/Girkenroth/Salz

VfBLogo50x50 0:0 


Aufstellung des VfB: Schumacher, Si. Lenz, M. Ermert, Meyer, St. Ermert (89. Grimm), Kober, Kuci, Knautz, Schnell (86. Zöllner), St. Lenz (58. Josten), Volk


Vorbericht

Beim Heimspiel am Freitagabend hofft der VfB Niederdreisbach (12., 1 Punkt) am 3. Spieltag auf den ersten Sieg in der diesjährigen Meisterschaft. Zu Gast ist die SG Herschbach/Girkenroth/Salz (6., 3 Punkte), die nach drei Jahren in der Kreisliga B1 als Meister wieder in das Kreisligaoberhaus zurückgekehrt ist. Die Herschbacher Abstiegssaison 2012/2013 war gleichzeitig das erste A-Klasse-Jahr für Niederdreisbach, und so kreuzte man in zwei Pflichtspielen die Klingen. Herschbach spielte damals im vierzehnten Jahr in der Kreisliga A und war damit die Mannschaft mit der längsten Ligazugehörigkeit. Dennoch war der VfB als Neuling die bessere Mannschaft: Einem 2:2 im Hinspiel (Torschütze für den VfB: 2x Nickol) folgte ein klares 4:1 im Rückspiel (2x Josten, Knautz, Nickol), das auch die Positionen in der Abschlusstabelle widerspiegelt, wo Niederdreisbach mit 26 Punkten Vorsprung auf den Vorletzten Herschbach auf Platz 4 landete. In den letzten dreieinhalb Jahren gab es keine weiteren Berührungspunkte zwischen den beiden Mannschaften. Rückschlüsse aus den Spielen von damals lassen sich wohl kaum ziehen, auch wenn immerhin zwölf Spieler des aktuellen VfB-Kaders auch schon in der Saison 2012/2013 im grünen Trikot aktiv waren. Die beiden Teams kennen sich nicht gut und werden sich am Freitag erst einmal einen Eindruck vom Gegner verschaffen müssen.
Was vor dem Duell mit dem B1-Meister für den VfB Niederdreisbach spricht, ist die Tatsache, dass sich die Mannschaft seit der Zugehörigkeit zur A-Klasse gegen Aufsteiger ordentlich verkauft hat. Mitaufsteiger Meudt aus dem ersten Jahr mit eingerechnet, kommt der VfB auf zehn Siege, fünf Unentschieden und fünf Niederlagen gegen Liganeulinge, was einem Punkteschnitt von 1,75 entspricht. Das ist deutlich mehr als gegen andere Mannschaften, gegen die der VfB durchschnittlich knapp 1,2 Zähler holt. Aufsteiger scheinen dem VfB also zu liegen. Allerdings dürfte das auch die SG Alsdorf/Kirchen von sich gedacht haben, bevor sie der SG Herschbach am 2. Spieltag deutlich – und laut Alsdorfer Facebook-Seite auch verdient – mit 2:4 unterlag. Dieser Herschbacher Sieg gegen ein vermeintliches Spitzenteam sollte eine Warnung an die Liga sein: Mit der Mannschaft von Daniel Bassage ist zu rechnen und der Klassenerhalt, der das Saisonziel darstellt, möglich! Nachdem die SG in der abgelaufenen Spielzeit sowohl die beste Abwehr als auch den besten Sturm der Kreisliga B1 stellte, vertraut der Trainer bei der Verfolgung dieses Ziels ausschließlich heimischen Kräften. Die drei Abgänge und vier Spieler, die ihre Karriere beendet haben, wurden durch sechs Spieler aus der Herschbacher Jugend und der Reservemannschaft ersetzt. Vielleicht mag es dem einen oder anderen noch an Erfahrung auf diesem Niveau fehlen, doch Bassage kann sich so gewiss sein, dass sich die Spieler voll mit der SG identifizieren.
Mit dem Überraschungssieg gegen Alsdorf steht Herschbach nun recht komfortabel da. Niederdreisbach hingegen findet sich nach den ersten beiden Wochen zunächst einmal im Tabellenkeller wieder. So früh in der Saison sind aber selbstverständlich bei Siegen große Sprünge möglich. Vor unseren nächsten Gegnern, der SG Herschbach, dem SV Stockum-Püschen und der SG Alpenrod, muss sich die Mannschaft von Christian Hensel jedenfalls nicht verstecken. Doch bei einer erneuten Niederlage, weiß Hensel, „steckt man erstmal im Keller fest – und das wollen wir definitiv vermeiden“. Am Freitagabend besteht die Möglichkeit, sich für den bisherigen Aufwand zu belohnen und die womöglich verlorenen Punkte vergessen zu machen. Hensels Vorgabe für das Heimspiel ist entsprechend klar: „Wir wollen drei Punkte einfahren!“ Einige der Spieler, die gegen Meudt fehlten, werden am dritten Spieltag zurückerwartet. Christian Hensel und Christian Hüsch fallen aber definitiv aus und der Einsatz drei weiterer Spieler ist noch fraglich, weil diese zuletzt angeschlagen waren. Um einen möglichen Konkurrenten um den Klassenerhalt nicht schon nach drei Wochen fünf Punkte enteilen zu lassen, sollte aber zu Hause gepunktet werden.

Alle weiteren Partien des Wochenendes finden parallel am Sonntag statt. Dabei kommt es diesmal zu keinen brisanten Lokalduellen. Almersbach (14., 0 Punkte) hofft beim Heimspiel gegen Niederfischbach (5., 3 Punkte) ebenso auf ein erstes Erfolgserlebnis wie die SG Daaden (13., 0 Punkte), die die SG Meudt (3., 4 Punkte) erwartet. Die beiden hinter dem VfB platzierten Mannschaften haben also schwere Gegner vor der Brust. Alsdorf (11., 1 Punkt) ist ohne Frage das Team, das bisher am meisten enttäuscht hat. Beim Heimspiel in Kirchen gegen Stockum-Püschen (4., 4 Punkte) ist nun ein Sieg schon praktisch Pflicht. Alpenrod (10., 1 Punkt) ist derzeit punktgleich mit Alsdorf und Niederdreisbach und kann ein Erfolgserlebnis beim SSV Weyerbusch (8., 3 Punkte) gut gebrauchen. Wie das geht, hat Stockum-Püschen letzte Woche vorgemacht. Berod-Wahlrod (9., 3 Punkte) reist als Bezirksligaabsteiger zum möglichen nächsten Bezirksligaaufsteiger Wallmenroth (1., 6 Punkte), dem als einzigem Team zwei Siege aus zwei Spielen gelangen. Ebenfalls noch ohne Niederlage ist aber auch die Mannschaft aus Lautzert (2., 4 Punkte), die zur SG Herdorf (7., 3 Punkte) reist.

(zur Saisonübersicht)