16. Spieltag (Mittwoch, 06.04.16, 19:30 Uhr): SG Westernohe/Neunkirchen - VfB Niederdreisbach

Westernohe --:-- VfBLogo50x50


Auf geht’s in den dritten Versuch: Nach dem wetterbedingten Spielabbruch im November (siehe unten) und der Absage Mitte März dürfte es nun tatsächlich zu neunzig VfB-Minuten in Westernohe kommen. Für Niederdreisbach (8., 24 Punkte) geht es im Nachholspiel nicht so sehr um eine mögliche Verbesserung um einen (im Falle eines Unentschiedens) oder zwei Tabellenränge (im Falle eines Sieges), sondern darum, die derzeitige Niederlageserie nach nur zwei Spielen wieder zu beenden. Die ersten Punkte im Jahr 2016 würden für eine Vergrößerung des Selbstvertrauens und für eine Entspannung in Bezug auf den Abstand auf die Abstiegsplätze sorgen. Gerade gegen Niederfischbach wäre sicherlich mehr drin gewesen. Bei der Leistung der Adler in Niederdreisbach (insbesondere vor der Pause) muss man sich wohl trotz des 2:1-Sieges wundern, wie es die Mannschaft auf Platz 4 in der Tabelle geschafft hat. Die VfB-Spieler dürften jedenfalls einer vergebenen Gelegenheit, Heimpunkte zu erzielen, hinterher trauern. Eigentlich kommt es in dieser Situation aber recht gelegen, dass man sich nicht lang mit dem Negativerlebnis auseinandersetzen muss, weil das nächste Spiel nur drei Tage später auf dem Plan steht. Beim Vorletzten aus Westernohe (13., 15 Punkte) kann nun eine notwendige Trendwende geschafft werden.
Auch wenn keinesfalls schwarzgemalt werden muss: Seit Sonntag ist es sicherlich auch wieder klar, dass sich das Thema Abstiegskampf für den VfB Niederdreisbach noch nicht endgültig erledigt hat. Der (zumindest vorübergehende) Fall in die untere Tabellenhälfte ist an sich noch kein Problem, würde doch die derzeitige Platzierung einen deutlichen Abstand zu den Abstiegsrängen vermuten lassen und darüber hinaus das Erreichen des von Spielertrainer Heiko Schnell gesteckten Saisonziels „einstelliger Tabellenplatz“ bedeuten. Der letzte Spieltag hielt aber einige Überraschungen bereit. Vier Teams, die in der zweiten Tabellenhälfte angesiedelt waren, konnten punkten. Meudt (jetzt 7., 24 Punkte) erreichte einen Auswärtspunkt bei der SG Alsdorf/Kirchen. Drei Mannschaften in akuter Abstiegsgefahr punkteten sogar dreifach: Daaden bezwang Weyerbusch, Stockum-Püschen schoss Herdorf mit 5:1 ab und Westernohe setzte sich mit 2:1 in Lautzert durch. Großer Verlierer in den unteren Gefilden ist sicherlich die seit sieben Spielen sieglose und auf den letzten Platz der Rückrundentabelle gefallene SG Herdorf, aber auch Niederdreisbachs Vorsprung auf den Relegationsplatz ist auf „nur“ noch fünf Punkte zusammengeschrumpft.

Die Ausgangslage im Überblick:

PLATZ MANNSCHAFT SPIELE TORDIFF. PUNKTE
8. VfB Niederdreisbach 18 -10 24
9. SG Alpenrod-L./N./U. 19 -14 23
10. SG Herdorf 19 -15 20
11. SG Daaden/Biersdorf 19 0 19
12. SV Stockum-Püschen 19 -23 19
13. SG Westernohe/N. 18 -28 15
14. TuS Honigsessen 19 -44 11

Wie dem oben dargestellten Tabellenausschnitt zu entnehmen ist, hat Niederdreisbach ein Spiel weniger absolviert als der Großteil der Konkurrenz und könnte nun das Polster auf den SV Stockum-Püschen, der momentan auf dem Relegationsplatz liegt, auf recht komfortable acht Punkte ausbauen. Im Nachholspiel am Mittwoch trifft der VfB aber auf eine Mannschaft, die nach Coup in Lautzert wieder Morgenluft wittert und die Möglichkeit vor Augen hat, mit drei Punkten den Kontakt zum rettenden Ufer wiederherzustellen. Westernohe wird also um jeden Zentimeter kämpfen, weil eine Pleite auf heimischem Platz auf der anderen Seite die Hoffnungen auf einen Ligaverbleib deutlich schmälern würde. Während also Niederroßbach als Meister und Aufsteiger quasi schon seit Wochen und Monaten feststeht, ist am Tabellenende für Spannung gesorgt. Noch elf direkte Duelle der oben aufgelisteten Mannschaften ab Platz 8 stehen im letzten Saisonviertel auf dem Programm, wodurch sich noch viel verschieben kann. Für den VfB Niederdreisbach ist es deshalb von großer Bedeutung, schon im Nachholspiel des 16. Spieltags zu punkten, um sich aus den zu erwartenden Grabenkämpfen um den Verbleib in der Kreisliga A herauszuhalten. Die Chancen dazu werden sich gegen die SG Westernohe, die die zweitschwächste Offensive und zweitschwächste Defensive der Liga stellt und mit traurigen zwei Heimpünktchen das Ende der Heimtabelle ziert, jedenfalls bieten.


Vorbericht vom 13. März 2016

Nach einer langen Winterpause geht es endlich wieder los: Die Kreisliga A WW/Sieg startet am Sonntag mit drei Nachholspielen ins Jahr 2016. Unter anderem unternimmt der VfB Niederdreisbach (7., 24 Punkte) einen zweiten Versuch, sein Spiel bei der SG Westernohe/Neunkirchen (13., 12 Punkte) zu bestreiten. Zur Erinnerung: Das ursprünglich für den 22. November 2015 angesetzte Spiel war nach etwa siebzig Minuten abgebrochen worden. Ein plötzlich einsetzender starker Schneefall und vor allem das aufgezogene Gewitter machten die Beendigung der Partie unmöglich.

Schneechaos in Westernohe
Nichts ging mehr: Der Platz in Westernohe am 22.11.2015 um 16:30 Uhr.

Aus Niederdreisbacher Sicht kam der Abbruch sicherlich nicht ungelegen, auch wenn Spieler und Fans eine mühselige Heimreise anzutreten hatten. Das Spiel jedenfalls hätte gut und gerne verloren gehen können, denn die SG Westernohe hatte bereits nach fünf Minuten das einzige Tor des Tages erzielt. Der VfB konnte sich im weiteren Spielverlauf kaum Chancen erarbeiten, wodurch die Westernoher Führung nicht unverdient war. Da diese unbeendet gebliebene Begegnung nun aus der Wertung fällt, lesen sich die Ergebnisse des VfB Niederdreisbach in den letzten sechs Spielen vor der Winterpause hervorragend: 6:1 gegen Stockum-Püschen, 1:3 in Niederroßbach (bei starker Leistung), 5:1 in Honigsessen, 3:2 gegen Herdorf, 1:1 gegen den designierten Vizemeister Wallmenroth und 1:0 im Heimspiel gegen unseren nächsten Gegner aus Westernohe. Eine Pleite auf der Westerwälder Höhe hätte da klar die Bilanz getrübt, auch wenn der VfB in diesem Fall trotzdem wie nun in der oberen Tabellenhälfte überwintert hätte.
Westernohe hingegen hätte den Sieg gut gebrauchen können. Zwar hätte dieser nichts am vorletzten Tabellenplatz geändert, doch der Abstand auf den Relegationsplatz, den Stockum-Püschen einnimmt, würde nicht vier, sondern nur einen Punkt betragen. So bleibt es bei einer andauernden Negativserie für die Rot-Weißen: aus den letzten acht Spielen in der Kreisliga A gingen sieben bei einem Torverhältnis von 6:28 verloren – lediglich bei der SG Alsdorf gab es Ende November durch ein 1:0 (überraschende) drei Punkte.
In der Vorbereitung auf die Restrunde ließ Trainer Bill seine Mannschaft überwiegend gegen Mannschaften antreten, die außerhalb des Fußballkreises Westerwald/Sieg beheimatet sind. Den einzigen Erfolg (ein 4:1) gab es dabei gegen FSG Niederlauken/Laubach, das abgeschlagene Schlusslicht der Kreisliga A Hochtaunus. Bei der Reserve der SG Niederroßbach verlor Westernohe mit 2:3.
Eine große Bedeutung sollte diesen Resultaten in Freundschaftsspielen naturgemäß nicht beigemessen werden. Schließlich ging am Dienstag auch die Niederdreisbacher Generalprobe in die Hose, als man bei der klassentieferen SG Elkenroth in Kausen mit 0:2 unterlag. Hierzu sei gesagt, dass der VfB spielerische Vorteile hatte und zudem nur zwölf Spieler zur Verfügung standen. Positiv an diesem Spiel: Tom Rötter gab nach seiner Rückkehr aus Nauroth ein 90-minütiges Comeback im grünen Trikot. Auf ihn kann Trainer Achim Platte auch im ersten Pflichtspiel des Kalenderjahres zählen. Letztlich dürfte aber klar sein: Niemand weiß so recht, wo man steht. Das knappe Resultat aus dem Hinspiel und der Eindruck vom abgebrochenen Rückspiel sollten aber ausreichen, um allen klar zu machen, dass der Abstand zwischen Niederdreisbach und Westernohe nicht so groß ist, wie die doppelt so hohe Punktausbeute es erscheinen lässt. 

In jedem Fall besteht aber aus Niederdreisbacher Sicht die Möglichkeit, den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf elf Punkte zu vergrößern, was eine sehr komfortable Ausgangsposition für die dann noch verbleibenden neun Spiele darstellen würde. Sollte man in Westernohe drei Punkte einfahren können, würde man sich wohl sogar auf Platz 5 verbessern. Niederfischbach (5., 26 Punkte), das bei einem absolvierten Spiel mehr diesen Rang innehat, ist am Wochenende nicht aktiv. Lautzert (6., 25 Punkte), spielt zwar zeitgleich mit dem VfB, hat aber die undankbare Aufgabe, der Lieferant für die nächsten drei Punkte der SG Niederroßbach (1., 39 Punkte) zu sein. Die letzte Partie des Tages bestreiten die Tabellennachbarn Herdorf (9., 18 Punkte) und Alpenrod (10., 17 Punkte).


ursprünglicher Vorbericht vom 22. November 2015:

Am Sonntag kommt es zum ersten von zwei Duellen gegen die SG Westernohe/Neunkirchen innerhalb von 15 Tagen. Zunächst muss der VfB Niederdreisbach am kommenden 16. Spieltag auswärts ran, bevor am 6. Dezember in der letzten Begegnung vor der Winterpause das ausgefallene Spiel vom dritten Spieltag nachgeholt wird. In Westernohe gilt ganz sicher der VfB als Favorit. Schon letzte Saison konnte Niederdreisbach beide Spiele gegen den damaligen Aufsteiger für sich entscheiden. Im November 2014 endete das Heimspiel nach Toren von Konstantin Knautz, Sandro Josten und Daniel Röttger mit 2:1. Im Mai dieses Jahres, am vorletzten Spieltag der letzten Saison, konnte sich der VfB mit 3:2 durchsetzen. Patrick Kober, Tom Rötter und Heiko Schnell hießen vor etwas mehr als einem halben Jahr die Torschützen auf Seiten der Grün-Weißen. Für Westernohe trafen Daniel Rehmann und Johannes Frühwirth. In der Abschlusstabelle waren Niederdreisbach und Westernohe letztlich als Elfter und Zwölfter Nachbarn, aber der mit 13 Punkten sehr deutliche Vorsprung des VfB zeigt, dass der Abstand zwischen beiden doch recht groß war. Westernohe konnte nur deshalb die Relegation zur Kreisliga B vermeiden, weil Mündersbach/Roßbach sich am Saisonende freiwillig in diese zurückzog. So konnte die SG aus der Verbandsgemeinde Rennerod sich ohne zu zittern ein zweites Jahr im Kreisligaoberhaus sichern. In dieser Saison tut sich die Mannschaft allerdings erneut sehr schwer, auch wenn es zunächst nicht danach aussah. Die Rot-Weißen waren nämlich sehr stark in die neue Spielzeit gestartet: durch ein 3:0 in Niederfischbach und ein 2:2 gegen Weyerbusch, also gegen zwei Mannschaften, die mittlerweile auf den Plätzen 4 und 5 liegen, ging es in den ersten beiden Wochen sehr gut los. Nach der darauf folgenden spielfreien Woche, bedingt durch den Ausfall der Partie gegen den VfB, ging es aber deutlich bergab. Nur noch fünf Punkte holte Westernohe aus den weiteren zwölf Spielen. Die Ergebnisse aus den letzten sechs Wochen lesen sich ganz klar wie die Bilanz eines Absteigers: 2:3 gegen Herdorf, 1:7 gegen Daaden, 1:5 gegen Wallmenroth, 0:4 gegen Meudt, 2:3 im Rückspiel gegen Niederfischbach und zuletzt 0:6 im Rückspiel gegen Weyerbusch. Zuletzt gepunktet hat Westernohe am neunten Spieltag durch einen Sieg gegen das abgeschlagene Schlusslicht Honigsessen (5:3). Auch der Trainerwechsel von Aufstiegstrainer Ali Ulukök zum Gespann Daniel Rehmann/Georg Frühwirth nach der 0:4-Pleite in Meudt vor drei Wochen brachte keine Verbesserung. Folgerichtig liegt unser nächster Gegner seit fünf Wochen auf einem direkten Abstiegsplatz und hat inzwischen vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz angehäuft. Selbst im günstigsten Fall (zwei Siege gegen Niederdreisbach und ein weiterer gegen Alsdorf) wird die SG hinter dem VfB überwintern.
Bei Niederdreisbach, wo Matti Höfer vor seinen hundertsten Pflichtspieleinsatz steht, läuft es hingegen aktuell ziemlich rund. Die Resultate der letzten Spiele lassen sich sehen: 6:1 gegen Stockum-Püschen, 1:3 in Niederroßbach, 5:1 in Honigsessen und 3:2 gegen Herdorf. Aber nicht nur die Ergebnisse stimmten zuletzt, sondern die Mannschaft hat in diesen Spielen – die Niederlage beim Tabellenführer mit eingeschlossen – gute Leistungen gezeigt. Vor allem wurde in den letzten Spielen zum wiederholten Male der große Kampfgeist unter Beweis gestellt. Kein Spiel wird aufgegeben. Sowohl gegen Honigsessen als auch gegen Herdorf konnten frühe Rückstände in Siege umgewandelt werden – und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison! Auch gegen Weyerbusch, Daaden und Alpenrod lag die Platte-Elf zurück und punktete dennoch. Elf der bislang erzielten zwanzig Zähler wurden in diesen Comebacks erkämpft. Gemeinsam mit Alsdorf hält Niederdreisbach somit den Ligabestwert in dieser Kategorie. Gerne darf der VfB auch einmal wieder direkt selbst in Führung gehen, wie beispielsweise gegen Stockum-Püschen, aber solange das Ergebnis bei Abpfiff stimmt, ist der Spielverlauf natürlich zweitrangig. Ebenso zweitrangig, aber trotzdem interessant: unsere Mannschaft hat sich nicht nur erstmals in diesem Jahr in die obere Tabellenhälfte geschoben, sondern liegt außerdem an der Spitze des Rückrundenklassements. Man darf gespannt sein, wie lange der VfB diese Führung verteidigen kann!

Niederdreisbachs Tabellennachbarn haben am Wochenende keine leichten Aufgaben. Lautzert (6., 22 Punkte) reist zum Tabellenführer aus Niederroßbach (1., 39 Punkte) und muss somit Angst haben, seinen Platz an den VfB zu verlieren. Meudt (8., 19 Punkte) erwartet Niederfischbach (4., 25 Punkte). Ein Lokalderby steigt zwischen Herdorf (9., 18 Punkte) und Alsdorf (3., 30 Punkte). Ferner kommt es zu zwei Paarungen von Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel. Alpenrod (10., 17 Punkte) dürfte sich Hoffnungen auf dreifache Punkteausbeute bei Honigsessen (14., 5 Punkte) machen und der Verlierer des Spiels der punktgleichen Aufsteiger Daaden (11., 13 Punkte) und Stockum-Püschen (12., 13 Punkte) muss sich mit dem Relegationsplatz anfreunden. Zwei Stunden vor all diesen Begegnungen messen sich Wallmenroth (2., 33 Punkte) und Weyerbusch (5., 24 Punkte).

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