16. Spieltag (Sonntag, 30.11.14, 14:30 Uhr): VfB Niederdreisbach - SSV Weyerbusch

VfBLogo50x50 3:1 Weyerbusch


Aufstellung: Pierre Zeitz, Simon Lenz, Stefan Ermert, Steffen Trapp, Patrick Kober, Christian Meyer, Konstantin Knautz, Erblin Kuci (90. Matti Höfer), Tom Luca Rötter, Sandro Josten (90. Marco Lenz), Simon Hempel

Torfolge: 0:1 Christian Klein (1.), 1:1 Sandro Josten (21.), 2:1 Konstantin Knautz (64.), 3:1 Patrick Kober (90.) 


Um ein Haar wäre der SSV Weyerbusch punktgleich in das immens wichtige Spiel gegen den VfB Niederdreisbach gegangen, doch bei der SG Alsdorf sicherte sich unser nächster Gast dank eines Tores von Marco Esch in der Nachspielzeit noch einen Auswärtspunkt. So hat der Tabellenzehnte jetzt 17 Zähler auf dem Konto und sich im engen Abstiegskampf einen Punkt Vorsprung vor Westernohe und Niederdreisbach erarbeiten können. Wirklich viel ändert sich dadurch an der Ausgangssituation allerdings nicht. Der Verlierer der anstehenden Partie steckt kurz vor der Winterpause ganz tief im Keller; ein Unentschieden hilft keinem der beiden Vereine weiter. Auf Seiten der Heimmannschaft stellt sich die Frage, wie die Reaktion auf das enttäuschende Resultat im Aufeinandertreffen mit Meudt (0:3) ausfällt. Die letzten Ergebnisse gegen die unmittelbare Konkurrenz am Ende des Tableaus sollte Trainer Achim Platte zumindest optimistisch stimmen: Von Ende Oktober bis Ende November gab es Siege gegen Lautzert (3:2), Westernohe (2:1) und Steineroth (2:1). Diese Serie dürfte gerne im Duell mit Weyerbusch fortgesetzt werden. Das verlorene Hinspiel (0:1) hat in jedem Fall gezeigt, dass man mit dem SSV mithalten kann – und das, obwohl damals, vor etwa drei Monaten, mit Rekordspieler Stefan Ermert, Kapitän Patrick Kober und Routinier Andreas Lenz wichtige Akteure fehlten. Auch wenn Ermert und Kober mittlerweile wieder in der Startelf stehen können, zieht sich der personelle Engpass bekanntermaßen schon durch die ganze Spielzeit.
Auch der Mannschaft von Spielertrainer Slobodan Kresović fehlt schon die ganze Saison ihr mutmaßlich wichtigster Spieler. Sebastian Werkhausen, der in den beiden letzten Jahren der erfolgreichste Weyerbuscher Torschütze war (2012/13: 13 Tore, 2013/14: 14 Tore), konnte diese Saison keine Treffer für seinen Verein erzielen, was dazu führte, dass der SSV den viertschlechtesten Angriff stellt. Sein letztes Meisterschaftsspiel bestritt Werkhausen im April;  zum letzten Mal ins Tor traf er in der Kreisliga A vor über einem Jahr. Es ist also kein Wunder, dass Weyerbusch schon in der Rückrunde der Vorsaison nur 18 Treffer vorweisen konnte – nur Steineroth und Wied trafen seltener. Letztlich reichte es aber für eine Abschlussplatzierung in der oberen Tabellenhälfte. Überhaupt ist die aktuelle Situation für Weyerbusch äußerst ungewohnt. In nunmehr neun Jahren durchgängiger Zugehörigkeit zum Kreisligaoberhaus befindet sich die Mannschaft erstmals im Abstiegskampf. Seit der Saison 2007/2008 belegte sie am Schluss stets einen einstelligen Tabellenplatz. Noch ist natürlich genügend Zeit, um Platz 9, der auch diesmal wieder angepeilt wurde, zu erreichen. Zur Spvgg. Lautzert, die diesen im Moment belegt, klafft aber schon ein kleines Loch von vier Punkten. Weyerbusch selbst war vor sechs Wochen besser platziert als Rang 10. In der Auswärtstabelle stehen die Schwarz-Weißen mit ihren vier Punkten jetzt sogar auf einem Abstiegsplatz. Vier Tore und der einzige Auswärtssieg stammen vom ersten Spieltag, als das Team gegen Betzdorf II gewann. In Niederdreisbach wäre es aus Sicht der Weyerbuscher höchste Zeit, die magere Bilanz von 9 Toren in 7 Spielen aufzubessern. Die jüngsten Ergebnisse zeigen unseren Gegner jedenfalls im Aufwind. Nach zuvor fünf aufeinanderfolgenden Pleiten – allesamt gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte – gelang ein 8:1-Sieg gegen Betzdorf II und in letzter Sekunde ein 1:1 gegen Alsdorf. Vielleicht ist Weyerbusch also doch besser, als es die Tabelle aussagt.

Als wäre die Wichtigkeit der Paarung Niederdreisbach-Weyerbusch nicht an sich schon hoch genug, kämpfen parallel Steineroth (13., 7 Punkte) und Westernohe (11., 16 Punkte) um Punkte. Hier muss mit Punkten für den Aufsteiger gerechnet werden, weshalb die Lage für den VfB oder den SSV noch einmal kritischer werden könnte. Muss man nach dem überraschenden Sieg gegen Herdorf wömoglich nun doch wieder mit Betzdorf II (14., 6 Punkte) rechnen? Zehn Punkte Rückstand auf den sicheren Platz 11 scheinen zu viel, zumal die Oberligareserve gegen Niederroßbach (2., 34 Punkte) keine Chance haben dürfte. Auf der anderen Seite hätte wohl auch kaum jemand mit einer Niederlage der SG HWW in Niederfischbach gerechnet. Der SV Adler (3., 27 Punkte) kann nun mit dem VfL Hamm (1., 36 Punkte) den nächsten Tabellenführer stürzen und so trotz des vollkommen verkorksten Saisonstarts auf einmal selbst wieder Tuchfühlung mit dem eigentlich schon enteilten Spitzenduo aufnehmen. Etwas weniger Glanz versprüht da die Begegnung zwischen Meudt (6., 23 Punkte) und Lautzert (9., 21 Punkte). Ein Duell auf Augenhöhe ist zwischen Herdorf (5., 23 Punkte) und Alsdorf (8., 22 Punkte) zu erwarten. Auch Mündersbach (4., 26 Punkte) und Wallmenroth (7.,23 Punkte) trennt in Sachen Punkten nicht viel, doch die SG aus dem Westerwaldkreis erreichte in den letzten sechs Spielen fünf Siege und ein Remis, während der letztjährige Vizemeister in dieser Zeit nicht ein einziges Mal gewinnen konnte. Alles andere als ein Mündersbacher Sieg wäre also eine Überraschung.

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