15. Spieltag (Sonntag, 23.11.14, 14:30 Uhr): VfB Niederdreisbach - SG Meudt/Elbingen-Hahn/Berod

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Wenn es die Witterung zulässt, bestreitet der VfB Niederdreisbach noch vier Partien vor der Winterpause. Sollte es wirklich dazu kommen, gäbe es zum ersten Mal vier Meisterschaftsspiele auf eigenem Platz hintereinander, seit man wieder eine eigene Mannschaft außerhalb einer Spielgemeinschaft an den Start bringt. Dass noch so viele Heimspiele auf dem Programm stehen, sollte dem VfB Mut machen. Die Platte-Elf präsentierte sich schließlich insgesamt erfreulich heimstark. Der Punkteschnitt auf dem Koppelberg (2 Punkte pro Spiel) ist nicht nur deutlich höher als in der Fremde (0,75 Punkte), sondern es weisen sogar nur drei Mannschaften (Hamm, Niederroßbach und Wallmenroth) einen besseren Wert auf. Einzig die Begegnung gegen den Spitzenreiter aus Niederroßbach ging verloren. Damit präsentiert sich der VfB vor eigenem Publikum bislang wesentlich stärker als letzte Saison, als mehr als die Hälfte der Spiele zu Hause verloren gingen und am Ende ein Punkteschnitt von 1,23 zu Buche stand.
Die gute Ausbeute muss der VfB nun beim Auftakt zur Serie von Heimspielen verteidigen. Hier kommt es am Sonntag zum Rückspiel gegen die SG Meudt/Elbingen-Hahn/Berod. Nur ungern werden sich die VfB-Fans an die jüngsten Begegnungen gegen diesen Gegner erinnern. Einem knappen 1:2 im Oktober 2013 folgten zwei deftige Pleiten: Am 27. April dieses Jahres, im ersten Spiel unter Interimstrainer Uwe Jünge, verlor man im letzten Heimspiel gegen Meudt mit 3:7. Wer dachte, bei der ersten Auswärtsfahrt der Saison 2014/2015 würde es besser, sah sich vor knapp drei Monaten getäuscht. Als Tabellenführer trat der VfB nach dem 5:0-Sieg gegen Steineroth an, um dann mit 0:5 baden zu gehen, was den bis dato höchsten Saisonsieg für Meudt bedeutete. Die Angriffsspieler der Rot-Weißen bekam Niederdreisbach überhaupt nicht in den Griff. Fünf verschiedene Torschützen zeichneten sich für den Meudter Heimerfolg verantwortlich, nachdem schon beim 3:7 immerhin sechs Akteure getroffen hatten. Trainer Achim Platte muss sich also dringend etwas einfallen lassen, um auf diese offensive Variabilität zu reagieren. Der Meudter Sturm ist nur ganz schwer auf einzelne Spieler herunterzubrechen: kein einziger Spieler im Kader hat bisher mehr als vier Tore geschossen; diese Zahl haben Turhan Baylan, Marco Lauf und Christian Müller erreicht, von denen der Erste im Hinspiel nicht auflief und die anderen beiden gegen den VfB trafen.
Nach drei Siegen in drei Spielen zwischen Mai 2012 und März 2013 sah Niederdreisbach in den letzten Aufeinandertreffen mit Meudt (Oktober 2013 bis August 2014) also schlecht aus. Der Zeitpunkt, um die Bilanz gegen diesen Gegner zu verbessern, könnte günstiger sein. In der Mitte der Hinrunde durchschritt die SG nämlich wochenlang ein Tal, das sie allerdings nun wieder verlassen konnte. Vier Siegen am Anfang der Saison, die Meudt ganz nach oben spülten, folgte eine fast unerklärliche Negativserie von acht Spielen ohne dreifache Punkteausbeute. Diese endete aber am letzten Spieltag der Hinrunde, weil Betzdorfs Reserve die Reise nach Meudt nicht antrat und die Punkte bei der SG blieben. Letzte Woche gab es schließlich auch auf dem Feld wieder Grund zu jubeln. Zwar gewann unser nächster Gegner gegen Alsdorf „nur“ mit 2:1 und damit nicht so deutlich wie im Hinspiel (3:0), doch anders als im August war Meudt nicht als Favorit ins Spiel gegangen, denn Alsdorf hatte aus den sieben Spielen zuvor 19 von möglichen 21 Punkten geholt. Trotz des in vielen Spielen ausgebliebenen Erfolgs dürfte Meudt in der Partie gegen Niederdreisbach einmal wieder als das Team mit den höheren Siegchancen gelten. Hierfür sprechen nicht nur die bereits genannten Resultate aus den letzten Partien, sondern auch die Tabellenpositionen der beiden Mannschaften. Meudt befindet sich mit 20 Punkten auf Platz 8 und somit im gesicherten Mittelfeld, während Niederdreisbach (12., 16 Punkte) seit Wochen tief im Kampf um den Klassenerhalt steckt.

Dass die Grün-Weißen auch nach dem 14. Spieltag auf dem Relegationsplatz liegen würden, obwohl der erhoffte Sieg gegen Steineroth gelang, war nicht unbedingt zu erwarten. Wie eng es aktuell im Abstiegskampf zugeht, zeigt aber die Tatsache, dass beide punkgleichen Mannschaften ebenfalls gewannen: nicht nur Weyerbusch (11., 16 Punkte) gegen Betzdorf II, sondern auch – fast sensationell – Westernohe (10., 16 Punkte) in Wallmenroth. Umso wichtiger, dass der VfB Moral zeigte und das Spiel gegen den Vorletzten noch umbog. Spätestens seit letzter Woche wissen jedenfalls alle, dass man nicht vorschnell mit einer Westernoher Niederlage gegen die im Aufwind befindliche SG Mündersbach (6., 23 Punkte) kalkulieren darf. Auch Weyerbusch dürfte gegen Alsdorf (7., 21 Punkte) ebenfalls nicht ganz chancenlos sein. Gegen einen Patzer der Spvgg. Lautzert-Oberdreis (9., 18 Punkte), die nicht mehr weit vor dem VfB liegt, ist (leider) erst recht nicht zu rechnen.             Im oberen Tabellendrittel dürfte Herdorf (4., 23 Punkte) die jüngste Niederlagenserie gegen Betzdorf II (14., 3 Punkte) beenden. Wallmenroth (5., 23 Punkte) hat nur vier Punkte aus den letzten fünf Spielen geholt; beim VfL Hamm (2., 33 Punkte), dessen Bilanz im eigenen Stadion blütenrein ist, dürfte die Caglayan-Elf erneut vor Problemen stehen. Das Topspiel wird zwischen dem SV Adler Niederfischbach (3., 24 Punkte), der sich still und leise ganz weit nach vorne gespielt hat, und dem Tabellenführer Niederroßbach (1., 34 Punkte) ausgetragen.

 

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