3. Spieltag (Freitag, 29.08.14, 20:00 Uhr): SSV Weyerbusch - VfB Niederdreisbach

Weyerbusch 1:0 VfBLogo50x50

 VfB weiter ohne Glück in Weyerbusch

Nach einem deutlichen Sieg und einer deutlichen Niederlage reiste der VfB Niederdreisbach zum dritten Spieltag nach Weyerbusch. Entsprechend unklar war, wie die Mannschaft sich gegen den Tabellensiebten des Vorjahres schlagen würde.
In der ersten Halbzeit begegneten sich die Mannschaften auf Augenhöhe. Der VfB hatte dabei etwas mehr vom Spiel und konnte durch Konstantin Knautz' Kopfball in der 16. Minute, sowie Erblin Kucis Pfostenschuss in der 22. Minute erste Chancen erspielen. Die Gastgeber probierten überwiegend mit langen Bällen aus der Abwehr Tormöglichkeiten zu erhalten. Wirklich gefährlich wurde es aber für VfB-Schlussmann Schumacher nur selten. Da aber auch der VfB nur selten Mittel durch die Verteidigung des SSV fand, blieb es bis zur Pause beim 0:0. Auch Sandro Jostens Schussversuch, der von Tim Meyer bedient wurde, änderte kurz vor Ende des ersten Durchgangs daran nichts mehr.
In Halbzeit zwei präsentierte sich den mitgereisten Zuschauern ein anderes Bild. Der Mannschaft aus Weyerbusch kam stärker aus der Kabine und kontrollierte jetzt zusehends das Spiel. Der VfB hatte in dieser Phase die Orientierung etwas verloren. Trainer Platte musste reagieren und brachte Christian Meyer ins Spiel. Wenig später musste er dann ein zweites Mal wechseln: Stefan Lenz hatte sich am Knie verletzt (73. Minute). Von außen musste dieser dann mit ansehen, wie der Gegner das entscheidende Tor des Tages erzielte: Der Schuss aus 16 Metern war für Torwart Schumacher unhaltbar (83.).
In der verbleibenden Zeit kämpfte der VfB gegen die drohende Niederlage an. Tim Meyers Schuss verfehlte das Ziel nur knapp (85.). Wieder Pech hatte das Team kurz darauf, als der Schiedsrichter einen Elfmeterpfiff verweigerte. Praktisch mit dem Abpfiff entschärfte der Schlussmann aus Weyerbusch auch die letzte Chance auf den Ausgleich: Simon Hempel bediente Konstantin Knautz, dessen Kopfball allerdings über die Querlatte abgelenkt wurde (90.+2).

Fazit: Eine knappe Niederlage in einem eher schwachen Spiel, das keinen Sieger verdient hatte. In der zweiten Halbzeit war Weyerbusch die etwas bessere Mannschaft, hatte am Ende aber auch Glück, nicht noch den Ausgleich zu kassieren.

Aufstellung: Tim Schumacher, Simon Lenz, Tim Meyer, Simon Hempel, Tom Luca Rötter, Marco Lenz, Konstantin Knautz, Heiko Schnell, Erblin Kuci (64. Christian Meyer), Sandro Josten, Stefan Lenz (73. Matti Höfer)

Nächste Partie: 2. Kreispokalrunde am Mittwoch, dem 03.09.14 um 19:30 in Daaden gegen die SG Daadetal.



 

Vorbericht

In welchem Bereich der A-Liga-Tabelle ordnet sich der VfB Niederdreisbach in der Saison 2013/2014 ein? Die ersten beiden Spiele können darüber sicherlich nie Aufschluss geben. Dass diese aber dieses Jahr derart gegensätzlich endeten, ist mehr als ungewöhnlich. Nach dem 5:0-Heimerfolg gegen Steineroth und der 0:5-Auswärtsschlappe bei der SG Meudt ist genauso wenig wie vor Saisonbeginn zu sagen, wohin die Reise geht.
In jedem Fall liegt im vorgezogenen Spiel am Freitag gegen Weyerbusch die Chance, das Negativerlebnis schnell zu verarbeiten und gleichzeitig die Auswärtsbilanz dieser Saison zu verbessern. Dazu hat der VfB (7., 3 Punkte) in der nächsten Zeit ohnehin ausreichend Gelegenheit. Wenn man das Pokalspiel in Daaden am kommenden Mittwoch mit einrechnet, ist die Reise zum SSV nämlich die zweite von vier Auswärtsfahrten in Folge. Eine ebenso lange Serie von Pflichtspielen in der Fremde gab es zuletzt im November 2012. Durch drei 2:3-Niederlagen konnten die Grün-Weißen damals nur drei Punkte einfahren. Insgesamt ist Niederdreisbachs Auswärtsbilanz seit Loslösung von der SG Daadetal aber deutlich besser als die Heimbilanz (Siegquote: 68% gegenüber 59%). Dieser Wert sollte also Mut machen. Allerdings gingen in den vergangenen beiden Spielzeiten die Partien in Weyerbusch knapp verloren (0:1 und 1:2), während die Begegnungen in Niederdreisbach mit 2:1 bzw. 2:2 endeten. Alle vier Ergebnisse zeugen von engen Duellen, die sich die Vereine dabei geliefert haben. Mit einem Ende der hohen Resultate ist also zu rechnen. Weyerbusch, das in der jüngeren Vergangenheit regelmäßig im Verfolgerfeld der Kreisliga A zu finden war, vollzieht aktuell einen personellen Umbruch und integriert ein halbes Dutzend eigener Jugendspieler sowie einen weiteren Neu-Senioren, der von der benachbarten JSG Altenkirchen kam. Namhafte Akteure wie der Ex-Wissener Nöller, Slesiona und Houck verließen den Verein. Folglich verfolgt der SSV exakt das gleiche Saisonziel wie der VfB: einen einstelligen Tabellenplatz. Dieses Unternehmen ist hervorragend gestartet, denn nach dem 4:3-Erfolg bei Betzdorf II und dem 1:1 gegen Alsdorf sind die Schwarz-Weißen noch ohne Niederlage und rangieren auf Platz 4. Selbstverständlich hat dieser Rang so früh noch wenig Aussagekraft. Weyerbusch hat aber in den nächsten Wochen die Möglichkeit, sich vor den wirklich großen Gegnern oben festzubeißen, denn nach dem Spiel gegen den VfB folgen mit den Aufsteigern Lautzert und Westernohe Teams, die ebenso geschlagen werden können wie Steineroth am 7. Spieltag. Auf der anderen Seite kann auch der VfB mit einem Auswärtstriumph wieder einige Plätze nach oben rücken. Trotz der Schlappe beim Geheimfavoriten Meudt sind die Voraussetzungen aufgrund der Veränderungen im SSV-Kader so gut wie nie. Das Ergebnis in diesem Spiel lässt sich in jedem Fall nur sehr schwer vorhersagen.

Ebenfalls am Freitag trifft Westernohe (9., 2 Punkte) auf Steineroth (14., 0 Punkte), das beim Liga-Neuling schon jetzt unbedingt den Weg aus der Krise finden muss. Am Samstag kommt es zum Lokalderby zwischen Alsdorf (11., 1 Punkt) und den optimal gestarteten Herdorfern (2., 6 Punkte). Alle anderen Spiele finden regulär am Sonntag um 14:30 statt. Wallmenroth (10., 1 Punkt) benötigt dabei gegen Mündersbach (3., 4 Punkte) dringend den ersten Sieg, um nicht frühzeitig alle Hoffnungen auf einen Spitzenplatz begraben zu müssen. Gleiches gilt für Niederfischbach (13., 0 Punkte) im Duell mit Hamm (6., 3 Punkte). Die ebenfalls punktlose Betzdorfer Reserve (12., 0 Punkte) wusste schon vor der Saison, dass sie dieses Jahr nicht mehr oben mitspielen könnte. Gegen Niederroßbach (5., 3 Punkte) dürfte aber auch im dritten Spiel nichts Zählbares herausspringen. Tabellenführer Meudt (1., 6 Punkte) kann gegen Lautzert (8., 3 Punkte) seine Erfolgsbilanz fortsetzen.

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